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Westpreußisches Landesmuseum

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Wiedereröffnung des Westpreußischen LandesmuseumswlmB061214

Heureka war man versucht, am 6. Dezember 2014 auszurufen. Die zentrale museale Einrichtung der Westpreußen, nunmehr grütters061214in ihrem neuen Domizil, dem aus der Mitte des 17. Jahrhunderts herrührenden ehemaligen Franziskanerkloster in Warendorf, ist wiedergefunden worden. Nachdem das Museum über mehr als zwei Jahre für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich war, wird sie es ab dem 9. Dezember wieder besuchen können. In neuen Räumlichkeiten und mit einer grundlegend geänderten Ausstellungskonzeption werden sich die Besucher an den zahlreichen Kostbarkeiten des Museums  erfreuen dürfen. Darauf verwiesen nicht zuletzt Frau Staatsminister Professor Monika Grütters, MdB, und der Bürgermeister der Stadt Warendorf, Jochen Walter,  in ihren Grußworten. Auch Frau Dr. Barbara Rüschoff-Thale, die Kulturdezernentin des LWL, und der Landrat des wlmG061214Kreises Warendorf, Dr. Olaf Gericke, betonten in ihren Grußworten die Bedeutung des Westpreußischen Landesmuseums an seinem neuen Standort und wünschten ihm und dem gesamten Museumsteam Glück und Erfolg.
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Frau Staatsminister Professor Monika Grütters, erwähnte in ihrem Grußwort im Gegensatz zur landsmannschaftlichen Seite  nicht nur den erkrankten Museumsleiter Dr. Lothar Hyss und begrüßte auch explizit die aus Polen angereiste Museumsleiterin des Regionalmuseums Krockow - zugleich Außenstelle des Westpreußischen Landesmuseums -, Frau Grazyna Patryn, sondern sie erweiterte das auf den offiziellen Verlautbarungen wiedergegebgrütters2-061214ene Motto des Museums „Begegnungen mit  einer deutsch-polnischen Kulturregion“ um die ganz wesentliche kaschubische Komponente. Ohne die Erwähnung der Kaschubei würde ein ganz wesentlicher Aspekt der musealen  Außenstelle in Krockow/Krokowa fehlen. wlmE061214
Ein Wermutstropfen bei dieser gelungenen Eröffnungsfeier in der klösterlichen Kirche und in den Museumsräumen ist zweifellos das Fehlen einer neuen Internetpräsenz des Museums; dem Vernehmen nach soll die museale Website ab dem 15. Dezember 2014 bereitstehen.
Ein herzlicher Dank gebührt dem Museumsleiter Dr. Lothar Hyss: Seinem ganz persönlichen Engagement und seinen ausgesprochen guten Kontakten zu der Mäzenatenfamilie Horstmann ist es zu verdanken, daß das Westpreußische Landesmuseum seine neue Heimat im Warendorfer Franzikanerkloster erhielt. Bedauerlicherweise waren  bei dieser denkwürdigen Eröffnung die zahlreichen polnischen Freunde und Partner nicht anwesend. Wegen der kurzfristig ausgesprochene Einladung war es ihnen nicht möglich, die weite Reise rechtzeitig anzutreten.

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Herr Jochen Walter, der Bürgermeister der Stadt Warendorf, die die neue Heimat des Westpreußischen Landesmuseums geworden ist, hielt am 6. Dezember 2014, dem Tag der Wiederöffnung des Museums, in der Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters nachstehendes Grußwort. Dieser ungewöhnlich herzliche Willkommensgruß der Stadt Warendorf an das Museum ist Anlaß zu großer Freude und macht deutlich, daß der Schritt, in dieser wundersschönen Kreisstadt die musealen Pforten wieder zu eröffnen, sich als zukunftsweisend auswirken wird.


Anreden

Dieser 6. Dezember 2014 ist ein guter Tag für Warendorf. Ein kulturhistorischer Schatz von allergrößtem und vielfältigem Wert zieht ein in unsere Stadt. Im Namen des Rates und der Bürgerinnen und Bürger Warendorfs heiße ich das Westpreußische Landesmuseum herzlich willkommen.
Der Schatz zieht ein in dieses Klostergebäude, das als Kloster der Franziskaner seit dem Jahr 1652 die Geschichte dieser Stadt bis in die jüngste Vergangenheit mitgeprägt hat. Er wird hier große Wirkung entfalten, ohne jedoch den Geist der Franziskaner endgültig vertreiben zu können und walter061214zu wollen.
Das Thema dieser unserer Bereicherung ist nicht beliebig:
Die Geschichte Westpreußens in Zeugnissen der Kultur zu bewahren, zu dokumentieren und zu präsentieren ist eine Aufgabe von hohem Wert. Sie schlägt die Brücke von der Erinnerungskultur einer Geschichtsepoche hin zu den zukunftsorientierten Werten eines zusammenwachsenden Europas und leistet damit einen Beitrag zur Aussöhnung, zur Völkerverständigung und zur Friedenssicherung.
Und das an diesem Ort hier in Warendorf. Als im Jahre 2006 die letzten Franziskanermönche dieses Kloster verließen, stellte sich uns die bange Frage: Wie geht es jetzt hier weiter? Nach einer Phase besorgten Wartens machte sich schließlich der neue Eigentümer, das Ehepaar Horstmann aus Münster, daran, das Klostergelände umzugestalten. Natürlich mussten dabei kaufmännische Gesichtspunkte wesentliche Maßstäbe setzen. Gleichermaßen war das neue Klosterkonzept von Respekt und Verbundenheit vor bzw. mit der Geschichte dieses Klosters geprägt. Die Klosterkirche blieb als Ort sakraler Einkehr und geistlicher Kultur erhalten. Das Klostergebäude präsentiert sich so, wie es in Jahrhunderten gewachsen ist. Mit Freude und Dankbarkeit nehmen wir dies hier in Warendorf wahr.r
Der Einzug des Westpreußischen Landesmuseum in den Haupttrakt des Klosters ist nun auch unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten ein ganz besonderer Glücksfall. Die innenarchitektonischen Anpassungen für die museale Nutzung konnten vergleichsweise gering gehalten werden. Und als Museum präsentiert sich das Kloster als für jedermann zugängliches Denkmal. Auch blieb noch eine kleine Fläche, auf der in Erinnerungsstücken an die Geschichte der Franziskaner in Warendorf erinnert wird. Besser hätte es nicht kommen können!
Mit dem Westpreußischen Landesmuseum erfährt das Kulturleben in unserer Stadt eine großartige Bereicherung. Vernetzung mit den hier schon in Warendorf ansässigen Museen, Zusammenarbeit im Kulturbetrieb mit der Stadt und dem Kreis Warendorf, dem ehrenamtlich arbeitenden Kunstkreis und anderen Organisationen werden die nächsten Schritte sein, auf die wir neugierig sind und auf die wir uns freuen. Warendorf ist eine Stadt der Schulen. Schülerinnen und Schüler erhalten nun die Chance unmittelbar vor Ort, auf hohem Niveau und – im besten Sinne des Wortes – anschaulich auf kulturhistorischer Basis ein Stück Deutsche Geschichte nacherleben zu können.
Mir ist es wichtig, meine sehr geehrte Damen und Herren, dass Sie nachempfinden, dass diese Stadt heute an diesem Eröffnungstag nicht abseits steht. Im Gegenteil: Sie öffnet die Arme zum Empfang des Westpreußischen Landesmuseums und nimmt es auf in ihre Kulturlandschaft in partnerschaftlicher und herzlicher Verbundenheit.
Warendorf ist und bleibt die Stadt des Pferdes und einer auch im weiteren Umfeld einzigartigen historischen Altstadt. Aber es schmückt sie jetzt auch, Standort des Westpreußischen Landesmuseums sein zu dürfen. Wann immer und wo immer wir für diese Stadt werben, werden wir dieses gerne und mit Selbstbewusstsein herausstellen.
Mein Dank an dieser Stelle und in dieser Stunde gilt der Kulturstiftung Westpreußen sowie den Fördergebern, hier an erster Stelle dem Beauftragten der Bundesregierung für Kunst und Medien, sowie dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Land Nordrhein-Westfalen, dass diese Standortentscheidung zu Gunsten des Franziskanerklosters in Warendorf herbeigeführt werden konnte. Auch wir als Stadt Warendorf beteiligen uns an der Förderung. Unser Beitrag kann nicht so umfangreich ausfallen wie der der anderen Förderer, er kommt aber in besonderem Maße aus dem Herzen.
Dem Westpreußischen Landesmuseum wünsche ich an seinem neuen Standort einen guten Start und eine erfolgreiche Zukunft.
Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren, danke ich für ihre Aufmerksamkeit.

Am 15. November 2013 berichtete das Warendorfer Tageblatt DIE GLOCKE ausführlich über die neuesten Entwicklungen des Westpreußischen Landesmuseums in Warendorf. Der Umzug ist vollendet, und voller Enthusiasmus stellte der Leiter des Museums, Dr. Lothar Hyss, in einem Interview mit Kai von Stockum, der daraus für seine Zeitung einen spannenden Bericht fertigte, sein Museum in neuer Heimstatt vor.
Auch die Kulturrefentin des Westpreußischen Landesmuseums, Magdalena Oxfort M. A., nahm die Gelegenheit wahr, ihre Diareportage mit dem Thema Westpreußen - Land am Unterlauf der Weichel für Donnerstag, den 21. November 2013
ab 20.00 Uhr, im Alten Lehrerseminar an der Freckenhorster Straße 43 anzukündigen.
Diese Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der VHS. Der Eintritt ist frei! Interessenten haben hier Gelegenheit, sich mit der Thematik Westpreußen vertraut zu machen, die später Mittelpunkt der Museumsausstellung werden wird.

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Das Westpreußische Landesmuseum erhält als Brückenbauer neue Chance

mietvertragwarend1Langfristiger Mietvertrag 26. Januar 2012 unterschrieben!

Im Beisein von Referatsleiter Dr. Thomas Lindner (BKM), Bürgermeister Jochen Walter (Warendorf), Frau Gertrud Horstmann, Siegfried Sieg, Vorsitzender des Stiftungsrats der Kulturstiftung Westpreußen, Architektin Andrea Piehl und Museumsleiter Dr. Lothar Hyss unterzeichneten Kai Horstmann (als Vertreter der Eigentümerfamilie) und Dr. Jürgen Martens (als Vertreter der Kulturstiftung Westpreußen) am 26. Januar 2012 den langfristigen Mietvertrag für das ehemalige Kloster Warendorf. In dem einstigen Kloster wird das Westpreußische Landesmuseum auf ca. 1.350 m² ab Mitte 2013 museal neu starten. Damit ist endgültig der Startschuß für das Verlassen des bisherigen Domizils, des Drostenhofs in Wolbeck, gefallen. Hier war es bis zuletzt nicht möglich, eine dringend erforderliche Sanierung parallel zu einer Modernisierung - und das, obwohl die erforderlichen Finanzmittel bereitstanden - durchzuführen.
Nach den Worten Jochen Walters gehört das Kloster zu den Kulturschätzen Warendorfs. Mit dem Museum bleibt es öffentlich zugänglich. “Unsere Möglichkeiten, als Kulturbotschafter zwischen Deutschland und Polen zu wirken, werden sich in Warendorf deutlich verbessern”, freute sich Museumsleiter Dr. Hyss
.

Das Westpreußische Landesmuseum feiert seinen 35. Geburtstag

Am 26. November 2010 feierte das Westpreußische Landesmuseum seinen 35. Geburtstag.
Das Museum setzt die Tradition des 1927 (bis 1945) in Oliva gegründeten Westpreußischen Landesmuseums fort und präsentiert in Wolbeck die Kultur und Geschichte der Menschen und der Region an der unteren Weichsel.
Den Geburtstag feierte des Westpreußische Landesmuseum auf Einladung von Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe im Friedenssaal des Historischen Rathauses. Mit seiner launigen Festansprache wußte der Oberbürgermeister seine Gäste zu begeistern. Er hob das in 35 Jahren gezeigte Engagement der “Museumsleute” für Westpreußen hervor, verband seine Hymne für das Westpreußische Landesmuseum jedoch zugleich mit dem besonderen Einsatz Münsters für dieses Museum und für die Westpreußen.münster261110
Ministerialrat Dr. Thomas Lindner vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien stellte in seinem Grußwort - daß er im Friedenssaal sprechen durfte, wo sonst nur der Oberbürgermeister Münsters redet, hebt die Bedeutung dieser Geburtstagsfeier besonders hervor - auf die 35jährige Erfolgsgeschichte des Westpreußischen Landesmuseums ab. Er sah sie gegeben in der Fülle seiner Ausstellungen, seiner wissenschaftlichen Aktivitäten und nicht zuletzt in seiner grenzüberschreitenden Arbeit. Lindner verband seine Grüße mit dem Wunsch auf einer weitere erfolgreiche Zukunft des Museums. Die Zuhören mochten in diesen Glückwünschen erkennen, daß der Bund auch weiterhin zu der Verpflichtung steht, die Arbeit des Museums maßgeblich zu unterstützen.
Nachfolgend der Text des Grußwortes:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Lewe,
sehr geehrter Herr Abgeordneter Prof. Sternberg,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter des Rates und der Stadt Münster,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Kulturstiftung Westpreußen und der Landsmannschaft Westpreußen,
meine Damen und Herren,

ich freue mich, heute mit Ihnen gemeinsam das 35jährige Bestehen des Westpreußischen Landesmuseums hier in Münster feiern zu können. Zugleich übermittle ich Ihnen herzliche Grüße von Herrn Staatsminister Neumann, der als gebürtiger Elbinger eine besondere Verbundenheit mit dem westpreußischen Kulturerbe empfindet.
Ein ganz besonderer Dank gilt vorab der Stadt Münster und ihrem Oberbürgermeister Markus Lewe für die
Gelegenheit, diesen kleinen Festakt hier im Friedenssaal des Rathauses begehen zu können. An diesem
geschichtsträchtigen Ort den Geburtstag des Westpreußischen Landesmuseums feiern zu dürfen, ehrt die
Einrichtung ebenso wie den Gastgeber.
Seit 1975 besteht das Westpreußische Landesmuseum im Drostenhof zu Münster-Wolbeck, einem der schönsten erhaltenen Herrenhäuser des Münsterlandes. Seitdem schreibt das Haus eine Erfolgsgeschichte, die durch eine Vielzahl beachtlicher Ausstellungen, eine Fülle wissenschaftlicher Aktivitäten und ein reges Besucherinteresse gekennzeichnet ist. Nicht zuletzt fanden und finden die Menschen aus dem Land am Unterlauf der Weichsel in ihrem Museum einen ideellen Bezugspunkt. Die deutsche Siedlungs- und Kulturgeschichte im östlichen und südöstlichen Europa ist Teil des geschichtlichen Erbes aller Deutschen.
Zugleich wirkt sie bis in die Gegenwart in den ehemals deutsch mitgeprägten Herkunftsländern fort. Wenn wir uns also heute mit dem deutschen Kulturerbe der historischen Ost- und Siedlungsgebiete befassen, geht es dabei in erster Linie um einen Brückenschlag zwischen nationaler Identität und europäischem Bewußtsein. Heute leben nur noch Wenige, die eigene Erinnerungen an ihre ehemals deutsch geprägten Herkunftsgebiete haben. Ohne bewußte Förderung und Pflege droht der Erinnerungsschatz der Erlebnisgeneration verloren zu gehen. Deshalb müssen wir die „gelebte Erinnerung“ in dauerhafte Formen der gesellschaftlichen Erinnerung und Wahrnehmung überführen.
Für diesen Erinnerungstransfer sind die vom Bund und den Ländern gemeinsam mit Partnern geförderten Landesmuseen wichtige Katalysatoren. Bei dieser notwendigen geschichtspolitischen Aufgabe kommt dem Westpreußischen Landesmuseum eine bedeutende Rolle zu. Das Museum bewahrt auf wissenschaftlicher
Grundlage das Erbe Westpreußens und schlägt gleichzeitig mit vielfältigen Aktivitäten die Brücke zu unseren
polnischen Nachbarn und in die gemeinsame europäische Gegenwart und Zukunft.
Seit 1999 unterhält das Westpreußische Landesmuseum eine Außenstelle in Krockow unweit von Danzig. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und ein zukunftsgewandtes europäisches Konzept werden hier mit Händen greifbar. Als modernes Museum bewahrt das Westpreußische Landesmuseum Sachzeugen aus der Vergangenheit, wirkt lebendig in der Gegenwart und gestaltet aktiv die Zukunft mit.
Mit einem vielfältigen und erfolgreichen Kulturprogramm nehmen das Museum und die hier beheimatete Kulturreferentin für Westpreußen, das Posener Land, Mittelpolen, Wolhynien und Galizien wichtige Aufgaben im Bereich der kulturellen Bildung und der Information über Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa wahr.
Eine Grundlage des grenzüberschreitenden Wirkens des Museums bilden die partnerschaftlichen Beziehungen mit Museen und Kultureinrichtungen in Polen. Allen Akteuren, die sich für das erfolgreiche Wirken des Westpreußischen Landesmuseums einsetzen – insbesondere dem Museumsteam unter Leitung von Herrn Dr. Lothar Hyss – danke ich für die geleistete Arbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt Herrn Hans- Jürgen Schuch, dem Gründungsdirektor des Museums. Er hat – so darf man ohne Einschränkung formulieren – in vielfältigster Weise sein Leben in den Dienst der westpreußischen Sache gestellt.
Dem Land Nordrhein-Westfalen, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Stadt Münster danke ich für ihr Engagement bei der gemeinsamen Förderung des Museums. Nicht vergessen möchte ich aber auch die Kulturstiftung Westpreußen sowie die vielen ehrenamtlichen Helfer und Interessierten aus der Region, die immer wieder aktiv ihren Beitrag geleistet haben und weiterhin leisten. Auch Ihnen gilt mein herzlicher Dank.
Wir alle wissen, daß die anstehende Modernisierung des Westpreußischen Landesmuseums alle Beteiligten vor eine große Herausforderung stellt.
Es gilt, die Einrichtung museal, räumlich und technisch fit für die Zukunft zu machen, damit sie in einer multimedial geprägten Informationsgesellschaft mit ihrem wichtigen Anliegen bestehen kann. Ich zähle darauf, daß das Westpreußische Landesmuseum bei dieser anspruchsvollen Aufgabe tatkräftige Unterstützung von möglichst vielen Seiten erfährt.
Bereits heute aber ist das Westpreußische Landesmuseum eine aktive und lebendige Kultureinrichtung, die Geschichte, Kultur,  Landschaft und Lebenswelt der Menschen aus dem Land am Unterlauf der Weichsel im Wortsinne anschaulich werden läßt. Darauf können wir mit Recht stolz sein. Ich gratuliere dem Museum zum 35jährigen Bestehen und wünsche ihm eine erfolgreiche Zukunft und weiterhin zahlreiche Besucher.
Vielen Dank!

Das Westpreußische Landesmuseum in Münster-Wolbeck wird getragen von der Kulturstiftung Westpreußen, einer öffentlichen Stiftung des privaten Rechts. Zu den satzungsmäßigen Aufgaben der Stiftung und somit des Museums gehören Sammeln, Präsentation, Sicherung und Auswertung altpreußischen Kulturgutes, insbesondere aus dem unteren Weichselland, und die Bewahrung dieses Kulturguts im Bewußtsein des deutschen Volkes einschließlich der deutschen Minderheit in diesem Gebiet und des Auslands. Das Verständnis für die Zusammenhänge altpreußischer Geschichte mit der deutschen Kulturentwicklung insgesamt zu wecken und zu pflegen. Förderung von Begegnungen westpreußischer Persönlichkeiten, insbesondere aus Wissenschaft, Bildung, Kunst und Literatur miteinander und mit interessierten Dritten. Durchführung und Förderung wissenschaftlicher Veranstaltungen und Forschungsvorhaben sowie Vergabe von Forschungsaufträgen, soweit sie das westpreußische untere Weichselland einbeziehen. Förderung europäischer Gesinnung im Zeichen von Toleranz auf allen Gebieten der Kultur. Ständige Pflege von Verbindungen und Zusammenarbeit mit kulturellen Institutionen der östlichen Nachbarvölker, insbesondere mit den polnischen im unteren Weichselland. Förderung des Aufbaus und Pflege des Erhalts deutscher Kulturdenkmäler sowie Zusammenarbeit mit den Vereinigungen der deutschen Minderheit in diesem Gebiet. Förderung der Zusammenarbeit mit Vereinigungen und Institutionen ähnlicher Zielsetzungen insbesondere entsprechend dem § 96 des Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetzes. Förderung der Volksbildung, der Jugendpflege und der Völkerverständigung.

Aktuelle Impressionen aus Westpreußen

Am 19. April 2016 berichtete DIE WELT darüber, daß das berühmte, nach Osten gewandte Marienmosaik in der Außenwand der Apsis der Marienburger Schloßkirche (der Marienkirche) wieder in alter Pracht leuchtet. Dieses Marienbildnis, von dem das Westpreußische Landesmuseum einige Mosaiksteinne bewahrt, war am Ende des Zweiten Weltkrieges vollständig zerstört worden.

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Bild links zeigt die Zerstörung der Marienburg im Jahre 1945 von Osten her. Die rote Markierung zeigt die Marienkirche (aus dem Fotoarchiv des Schloßmuseums Marienburg/Malbork). Das Bild rechts zeigt die wieder hergestellte Marienkirche mit Madonna. Bei der Einweihung des Marienbildnisses am 17. April 2016 nahm auch der Hochmeister des Deutschen Ordens, Bruno Plattner O. T., teil. Bei seinem Besuch konnte er zudem die neu erbauten Gewölbe der Marienkirche im Hochschloß bewundern. Lange Zeit war offen, ob es zu einer Rekonstruktion der Gewölbe kommen oder ob man sich für eine Betondecke entscheiden würde. Glücklicherweise fiel die Entscheidung für eine Gewölbekonstruktion.
Das linke untere Bild zeigt die neue Madonna. (Aufnahmen: Tomasz Agejczyk, Malbork)

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Deutschordensburg in Mewe; neben der Marienburg ist die Burg in Mewe die am besten erhaltene Anlage des Deutschen Ordens in Westpreußen

 

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Pfarrkirche St. Nikolaus und Ordensburg in Mewe

 

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Eingang zum Kapitelsaal der Marienburg

 

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Brunnenanlage im Innenhof des Hochmeisterpalais (Marienburg)

 

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Detail der Nikolaus-Kopernikus-Statue am Rathaus in Thorn; Entwurf: F. Tieck, Guß: C. Fischer, 1857

 

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Blick auf die mittelalterliche Thorner Marienkirche

 

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Ruinen der 1454 von den Bürgern zerstörten Ordensburg in Thorn