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Projekt: Aufführung des Theaterstücks „Stolper Jungchen“ für Kinder im Regionalmuseum Krockow / Krockowa Termin: Januar 2012
Das Projekt hat zum Ziel den Kindern im Alter zwischen 4 und 10 Jahren (100 bis 200 Personen) zu ermöglichen, einer Theateraufführung beizuwohnen. Das ausgewählte Theaterstück „Stolper Jungchen“ vermittelt historisches Wissen, da es die Geschichte eines Stolper Käses erzählt, der in der Zwischenkriegszeit in Stolp hergestellt und europaweit bekannt war. Stolp wurde die Stadt des Stolper Jungchen genannt. Selbst auf Postkarten warb man mit dem Slogan und einem Bild des Käsejungen. Heute wird der Käse nach der Original-Rezeptur und in stilisierten Verpackungen in Bayern hergestellt. Ab 2007 wird er auch in Stolp produziert und gehört zu den zertifizierten Stolper Regionalprodukten. Seine Geschichte wurde von dem Stolper Puppentheater „W³adca lalek“ auf die Bühne gebracht. Die Kinder aus der Gemeinde Krockowa, insbesondere im Vorschulalter und in den ersten vier Schuljahren, haben selten die Möglichkeit, einer Theateraufführung beizuwohnen. Das Museum in Krockowa strebt die Aufhebung der Benachteiligung an, die aus dem Wohnort der Kinder resultiert. Die nächste Theaterbühne befindet sich in Gdynia (60 km entfernt). Die seltenen Besuche von Wandertheatergruppen weisen meistens ziemlich niedriges Niveau auf. Das Regionalmuseum als eine Filiale des Westpreußischen Landesmuseums in Münster möchte gemeinsam mit dem Kulturreferat für Westpreußen ostdeutsche kulturelle Werte an die junge Generation vermitteln. Unveröffentlichte Fotos aus dem zerstörten Danzig Termin: 12. Februar bis 15. April 2012
Ein gemeinsames Projekt des Historischen Museums der Stadt Danzig / Muzeum Historyczne Miasta Gdanska und des Kulturreferates.
Die Ausstellung des Historischen Museums der Stadt Danzig „Danzig 1945… Danzig in Dokumentationsbildern von Janusz Bogdan Uklejewski“ beinhaltet Negativ-Ausdrucke, die aus den Jahren 1945-1955 stammen und welche die im Zweiten Weltkrieg vernichtete Stadt Danzig und deren Wiederaufbau zeigen. Die Vergrößerungen wurden von den originalen Negativen, die zur Sammlung des Historischen Museums der Stadt Danzig sowie zur privaten Sammlung des Kunstfotografen Janusz Uklejewski gehören, hergestellt. Die Idee, die Ausstellung der Fotografiearbeiten von Janusz Uklejewski vorzubereiten, entstand im Jahre 2005. Damals nahm das Historische Museum der Stadt Danzig die Zusammenarbeit mit dem Kunstfotografen auf. Zu dieser Zeit schenkte Janusz Uklejewski einen großen Teil seines Archivs dem Museum in Danzig. Auf Grund der Verschiedenartigkeit der fotografischen Sammlung entschied man sich, für die Ausstellung ein Motiv aus seinem Schaffen zu wählen – die vernichtete Stadt Danzig und einige Stufen ihres Wiederaufbaus. Die Ausstellung beinhaltet 62 Ausdrucke, die in silberfarbene Fotorahmen mit Plexiglas eingerahmt wurden, einem Prospekt, das Muster des Ausstellungsplakats, sowie eine multimediale Präsentation mit originalen Bildausschnitten. Die Ausstellung wurde im Rathaus der Danziger Rechtstadt im Januar und Februar 2008 gezeigt. Am Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Ausstellung (vom 12. März bis 10. April 2009) im Museum des Schrifttums und der Kaschubischen Musik in Neustadt gezeigt. Ein Teil der Ausstellung wurde auch im Rathaus in Liverpool in Großbritannien von dem Verband Merseyside Polonia gezeigt.
Im Frühling 2012 werden im Westpreußischen Landesmuseum in Münster-Wolbeck die unveröffentlichten Fotos aus dem zerstörten Danzig als ein gemeinsames Projekt dem breiten Publikum und den Vertriebenenverbänden präsentiert.
Danziger Bürgerhäuser Termin: 27. April bis 3. Juni 2012
Als Besucher Danzigs steht man am Goldenen Tor, dem Eingang der Langgasse, Danzigs Prachtboulevard. Dem Verlauf dieser berühmten Straße der Rechtstadt folgend, fällt eines besonders schnell auf, wenn man sich aufmerksam umschaut: die prachtvollen Danziger Bürgerhäuser, der ganze Stolz der Stadt. Schmal und hoch, aber schlauchartig in die Tiefe gehend, wurden sie von den betuchtesten Patriziern der Stadt bewohnt, deren Familienwappen an den Eingangstüren prangten. Im Inneren dienten die opulent mit wertvollem Mobiliar ausgestatteten Gesellschaftsräume zur Repräsentation des gesamten Familienvermögens. Ganze Jahrhunderte hielt dies an, ehe der Glanz und Ruhm der Bürgerhäuser durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg in die Vergangenheit befördert wurden. Diesen Prachtbauten, welche heute in wieder aufgebauter Form zu bewundern sind, ist eine Ausstellung gewidmet, welche in Zusammenarbeit mit dem Uphagenhaus als Abteilung des Historischen Museum der Stadt Danzig und des Herder-Institutes realisiert wurde. Als Grundlage hierfür diente eine bis heute nicht publizierte Dissertation des Danziger Architekten Otto Rollenhagen (1886-1951) über die Danziger Bürgerhäuser mit zahlreichem Bildmaterial. Ziel der Ausstellung ist es, Kenntnisse über das Danziger Bürgerhaus vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert zu verbreiten. Gezeigt werden die wichtigsten Entwicklungsstufen mit Einzelthemen, sowie bisher noch nie veröffentlichtes Material. Die Ausstellung wird in Münster- Wolbeck in Westpreußischen Landesmuseum präsentiert. Samuel Thomas Soemmerring-Ausstellung in Thorn Termin: März- April 2012
Im Rahmen der vom Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land, Mittelpolen, Wolhynien und Galizien und dem Westpreußischen Landesmuseum in Münster-Wolbeck konzipierten Ausstellungsreihe „Persönlichkeiten aus Westpreußen“ wird im kommenden Jahr 2012 eine Wanderausstellung zu Ehren des Thorner Mediziners und Naturwissenschaftlers Samuel Thomas Soemmerring (1755 -1830) in Thorn gezeigt. Samuel Thomas Soemmerring wurde am 28. Januar 1755 in Thorn als Sohn des Stadtarztes geboren. Seit frühester Jugend mit anatomischen Sektionen vertraut, erhielt er am evangelischen Akademischen Gymnasium auch Anatomie- und Physiologielehrstunden. Er immatrikulierte sich 1774 an der Göttinger Georgia Augusta, der führenden deutschen Universität und studierte Medizin. Auf einer Studienreise durch Nordwesteuropa lernte Soemmerring 1778/79 die Koryphäen seines Faches kennen. Dazu zählten der niederländische Mediziner und Naturforscher Petrus Camper und in London der Naturforscher und Weltumsegler Georg Forster aus dem Danziger Werder, der sein engster Freund wurde. Den Schädel eines von ihm 1780 präparierten indischen Elefanten lieh er Johann Wolfgang Goethe - der Beginn einer lebenslangen Gelehrtenfreundschaft. Als Professor für Anatomie und Physiologie lehrte und forschte Soemmerring 1784-1797 an der Mainzer Hochschule. Dort entstanden seine wichtigsten medizinischen Publikationen, darunter die in mehrere Sprachen übersetzte, führende deutsche Anatomie-Enzyklopädie „Vom Baue des menschlichen Körpers“ (1791-1796). Daneben veröffentlichte er zahlreiche Schriften zur Anatomie und Physiologie und entdeckte 1791 den Gelben Fleck in der Augennetzhaut. 1805 wurde Soemmerring Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München und 1808 in den persönlichen Adelsstand erhoben. Zudem widmete er sich dort paläontologischen Studien. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Soemmerring ab 1820 in Frankfurt, wo er astronomische Forschungen durchführte. Soemmerring starb am 2. März 1830 in Frankfurt. Der universale Forscher stand in Kontakt mit den führenden Dichtern und Denkern um 1800, darunter Forster, Goethe, Blumenbach, Jacobi, Kant, Heinse, die Brüder von Humboldt, Lichtenberg und Fraunhofer. Gerade in unserer heutigen Zeit wird diese bedeutende Persönlichkeit der deutschen Kulturgeschichte zwischen Aufklärung, Französischer Revolution und Romantik durch Forschungsarbeiten für die Fachwelt wiederentdeckt. Daher ist es das Bestreben des Kulturreferates und des Westpreußischen Landesmuseums, durch die Eröffnung der Wanderausstellung in seiner Geburtsstadt Thorn, das Universalgenie Samuel Thomas Soemmerring der breiten Öffentlichkeit wieder bekannter zu machen.
Fotowettbewerb: Erkennen Sie Thorn wieder? Termin: Mai bis Oktober 2012
Im Rahmen Präsentation des Skizzenbuches des Hauptmannes Oskar Kausch aus der Dauerausstellung des Westpreußischen Landesmuseums in Thorn veranstaltet die Kulturreferentin für Westpreußen, Posener Land, Mittelpolen, Wolhynien und Galizien, Magdalena Oxfort M.A. ein gemeinsames Foto-Wettbewerb „Erkennen Sie Thorn wieder?“ mit dem Universitätsmuseum der Stadt Thorn. Hierbei sollen geschichts- und kulturinteressierte aus Thorn und Umgebung die Gebäude, Straßenzüge und Ansichten der 5 aus dem Buch entnommenen Skizzen erkennen und sie in Thorn wiederfinden. Der Hauptmann Oskar Kausch im 61. Infanterie-Regiment schuf in den Jahren 1869 / 1870 75 reizvolle und baulich sehr detaillierte Aquarelle und Tuschfederzeichnungen (je ca. 18 x 12 cm) von Motiven aus Thorn und Umgebung, die in das Skizzenbuch gezeichnet bzw. einmontiert und jeweils bezeichnet und datiert sind. Von einigen Motiven sind mehrere Darstellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln vorhanden. Die Gebäudeansichten geben mit ihrer Detailtreue einen guten Einblick in die damals erhaltene Bausubstanz der Altstadt von Thorn. Diese neu entdeckten Motive sollen fotografiert, benannt und an das Kulturreferat für Westpreußen gesendet werden. Die besten Fotomotive werden prämiert und in den Räumlichkeiten des Westpreußischen Landesmuseums folgend ausgestellt.
Robert Reinick, ein Kindermärchendichter? Termin : 22. Mai 2012 in Danzig
Robert Reinick ist am 22. Februar 1805 in Danzig in der Brotbänkengasse 45, der Rückseite des Artushofes gegenüber gelegen, geboren. Seine Eltern waren Daniel Fr. Reinick, Kaufmann in Danzig und Justine Unselt, Tochter des Predigers Samuel Friedrich Unselt, Pfarrer in Gütland. Sie starben leider sehr früh und Robert und sein kleiner Bruder kamen in die Familie des Predigers Diakon Blech von St. Marien. Schon in jungen Jahren fertigte er Tuschzeichnungen an, modellierte in Wachs, machte Scherenschnitte und als Vierzehnjähriger schrieb er Theaterstücke. Reinick studierte an der Kunstakademie in Berlin und Düsseldorf. Es zog ihn verschiedentlich nach Danzig zurück und als Krönung seiner Studien arbeitete er drei Jahre in Italien. In den Zeiten seiner Ausbildung traf er sich vielfach mit seinen Künstlerkollegen, mit denen er lustige Feste begleitet von humorigen Gedichten feierte. Er tat sich schwer mit der Malerei und es überwog sein dichterisches Talent. Aus Italien zurückgekommen, kränkelte er und begab sich nach Danzig, um sein Leiden auszukurieren. In der Heimat traf er seine Stiefnichte Marie Berendt. Sie heirateten und zogen nach Dresden. Hier wandte er sich endgültig der Dichtung zu. Er schrieb Kindermärchen, Gedichte, Reime und Sprüche. Bald steigerte sich sein Leiden und am 7. 2. 1852 starb er. Aus der Zeit seines malerischen Schaffens sind noch einige Bilder erhalten: Landschaftsmalereien in Italien, „Rahel und Jakob am Brunnen“, „Der erzählende Pilger“, „Saul und David in der Höhle“, Ein lebensgroßes Brustbild von Chamisso Einige der Bilder hängen im Museum in Danzig.
Ein Vortrag von Roswitha Möller, BdV NRW und Deutsche Minderheit in Danzig Stadtromantiker aus Westpreußen in der Malerei-Romantik in Danzig im 20. Jahrhundert Termin: 25. Mai 15.00 Uhr in Krockow
Dieser Vortrag bezieht sich auf das künstlerische Schaffen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Westpreußens ehemaligen Gebieten, vor allem in- und außerhalb von Danzig. Während der Studien und Reisen durch Europa kamen die Künstler dieses Zeitraums mit den neuesten Strömungen der Kunst in Berührung. Besonders schätzten sie den Impressionismus, aber auch die Voraussetzungen des Postimpressionismus und des Expressionismus waren ihnen nicht fremd. Reinhold Bahl, Alfred Scherres, Wilibald Werner, Theodor Urtnowsky oder Stanislaw Chlebowski unterschieden sich besonders von den Danziger Impressionisten. Arthur Bendrat, Fritz Heidingsfeld und Bruno Paetsch standen hingegen für die neuesten Trends in der Kunst. Der Vortrag wird sich einer oft vorkommenden Partie des Schaffens widmen: den Stadtpanoramen und den Landschaften, die nach den Jahren seit ihrer Entstehung vergangen sind, welche den Besuchern nicht nur ästhetische Empfindungen darbieten, sondern auch eine hervorragende Dokumentation des Abbilds der Städte bilden. Was diese Künstler verbindet, das ist die romantische Einstellung zum Thema. Die melancholische Stimmung wird im jedem Werk mit Hilfe der technischen künstlerischen Mittel sowie mit dem Einführen der Menschengestalten in die Landschaften betont. Alle Künstler behandelten die Schönheit der Städte und die Macht der Architektur mit außergewöhnlicher Ehrfurcht. Die Präsentation wird von einer multimedialen Präsentation begleitet.
Wioleta Kmiecik, die Referentin, ist Kunsthistorikerin und seit 15 Jahren Museologin. Gegenwärtig ist sie Leiterin des Museums in Zoppot /Sitz des Archäologischen Museums in Danzig.
Die Geschichte der Tempelritter Termin: 25. Mai 17.00 Uhr in Krockow
Slawomir Majoch, Kunsthistoriker, Museologe, Hochschuldozent und Kurator der zuvor erwähnten Ausstellung „Die Templer. Geschichte und Mythos“, wird in seinem Vortrag diesen und auch weiteren Fragen nachgehen und die Ergebnisse seiner jahrelangen Arbeit bezüglich der Geschichte der Tempelritter dem Publikum präsentieren. Die Geschichte der Tempelritter, auch Templer genannt, weckt nicht nachlassende Emotionen, was Widerspiegelung in den vielen Publikationen, die zu diesem Thema veröffentlicht werden, findet. Die wissenschaftlichen Untersuchungen über die Tätigkeit der Templer auf den Gebieten östlich der Oder wurden im 19. Jahrhundert von deutschen Historikern angestoßen. Hierbei beschäftigten sich einige polnische Wissenschaftler vor allem mit der Geschichte des Ordens und führten hauptsächlich Archivrecherchen durch. Dieser Stand der Dinge hat sich in der letzten Dekade verändert, aufgrund der archäologischen Arbeiten über zwei erhaltene Komtureien sowie der Ausstellung „Die Templer. Geschichte und Mythos“, welche im Jahr 2004 in Thorn zu sehen war. Sie summierte einerseits den aktuellen Stand der Untersuchungen, anderseits ermöglichte sie den Erfahrungsaustausch und vereinte die polnischen Wissenschaftler und Enthusiasten der Ordensgeschichte. Die letzten Jahre brachten neue Entdeckungen, die unser Wissen über den Tempelorden auf den Gebieten des heutigen Polens, in beachtlichem Maße bereicherten. Während des Vortrags erfahren wir wo genau die am weitesten östlich gelegene Komturei der Templer lag und was man während der archäologischen Arbeiten entdeckte. Welche Dokumente des Ordens blieben bis zur heutigen Zeit erhalten?
Ein Kooperationsprojekt mit dem Universitätsmuseum der Stadt Thorn/ Muzeum Uniwersytetu Torunskiego.
Konzertabend mit Klavichord und die ostdeutsche musikalische Tradition Termin: 20. Mai 2012 um 19.00 Uhr in Stettin 25. Mai 2012 um 19.00 Uhr in Krockow
Bei dem Klavichord handelt es sich um ein besonderes Musikinstrument. Im 13. Jahrhundert entstanden, zählt es zu den ältesten Tasteninstrumenten der Musikwelt. Einst war es im Altertum ein Mess- und Demonstrationsgerät. Johann Sebastian Bach liebte den zarten Klang des Klavichords sehr. Auch Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart besaßen Klavichorde und benutzten sie als Reiseinstrumente und zum Komponieren. In seiner Konstruktion ist das Klavichord ein einfaches Klavierinstrument, wobei es über einen äußerst feinen, subtilen aber leisen Klang verfügt. Ohne elektronische Verstärkung ist ein Klavichord in einem Konzertsaal kaum zu hören. Sein individueller Klang hat jedoch seinen eigenen Reiz. In diesem Zusammenhang verspricht es, ein Konzertabend in behaglicher Atmosphäre zu werden.
Dr. Ryszard Moroz, Restaurator und leidenschaftlicher Instrumentenbauer stellt sein Lieblingsinstrument vor, das Klavichord. Dr. Moroz, der schon mit vier Jahren erste Instrumente baute, bewies, dass seine Liebe zum Klavichord auch 50 Jahre später noch ungebrochen ist. Er demonstriert die erstaunliche klangliche Vielfalt des einstigen Übungs-Instruments großer Meister, indem er unter anderem Werke aus dem Notenbüchlein von Anna Magdalena Bach, von Johann Sebastian Bach aber auch des heute vergessenen Opernkomponisten Johann-Adolf Hasse erklingen lassen wird. Neben der musikalischen Seite gibt es für Dr. Moroz aber auch immer die Seite des Instrumentenbauers, deren Facetten er dem Publikum ebenfalls präsentiert wird. Er wird während dieses Projektes die technischen Feinheiten eines Instruments erklären, dass wegen seines klaren, direkten Klangs ohne jeden Nachhall keine Spielfehler zulässt. Der Experte und Künstler verdeutlicht seine Erläuterungen immer wieder durch entsprechende Musikbeispiele. Für diese benutzt er ein selbstgebautes und selbst bemaltes Instrument. Das Original dieses Klavichords wurde in Polen zerstört, nachdem Dr. Moroz 1986 in die Bundesrepublik geflüchtet war. Der gebürtige Allensteiner konnte nur wenige Teile des Instruments, das er einst als 19- Jähriger baute, retten. Darunter war auch das prächtige Seestück, mit dem der Klavichord-Kasten geschmückt ist. In seiner neuen Heimat baute er das Instrument nach. Heute stehen in seinem Zuhause fünf selbst gebaute Instrumente.
„Mein Traum war immer, Instrumente zu bauen und zu restaurieren“, sagt Dr. Moroz heute. Dieser Traum wurde für ihn – nach dem Umweg über ein Grafik- und Malerei-Studium an der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Thorn – auch in Deutschland wahr. Heute arbeitet er für den LWL und für das Westfälische Landesmuseum.
Geschichtsrallye in Krockow- auf gemeinsamer Spurensuche Termin: März bis September 2012
Das Projekt hat zum Ziel, den Entwurf einer Gemeinderallye in Krockow und Umgebung für Einheimische, Touristen und Partnergruppen ohne Alters- oder Anzahlbegrenzung in der deutschen und polnischen Sprache zu entwickeln. Die Idee der Rallye ist gerade in dem Bereich der kulturellen Breitenarbeit sehr verbreitet und beliebt. In Krockow wird der Inhalt vornehmlich historische Fakten, regionale Bräuche und Sagen und den sozialgeschichtlichen Hintergrund der Nordkaschubei umfassen, wobei unter anderem die interkulturelle Vergangenheit der Region und die komplizierte Geschichte ihrer Bevölkerung hervorgehoben werden. Das Projekt vermittelt historisches Wissen an die deutsch- polnischen Gäste in der Außenstelle des Westpreußischen Landesmuseum, dem Regionalmuseum in Krockow.
Stadt- und Landschaftsdarstellungen Westpreußens in der Grafik und Malerei Werke aus der Sammlung des Westpreußischen Landesmuseums in Zoppot und Thorn Termin: Mai bis September 2012
Diese Ausstellung präsentiert in einer Auswahl von 65 Exponaten bedeutende Werke der Grafik- und Gemäldesammlung des Westpreußischen Landesmuseums. Beginnend mit frühen Holz- und Kupferstichen aus dem 15. und 16. Jahrhundert bis hin zu Künstlerlithographien und Gemälden des 19. und frühen 20. Jahrhunderts vermittelt die Ausstellung eine Übersicht über die Entwicklung der Stadt- und Landschaftsdarstellungen Westpreußens in der Grafik und Malerei. Dabei werden beide Sammlungsbereiche des Westpreußischen Landesmuseums in einem eigenen Rundgang vorgestellt.
Bei der ältesten in der Sammlung befindlichen Grafik handelt es sich um einen einfach gezeichneten Holzschnitt mit einer fiktiven Stadt- und Landschaftsdarstellung der Provinz Preußen. Er stammt aus der sogenannten Schedelschen Weltchronik, die von Hartmann Schedel 1493 in Nürnberg herausgegeben wurde. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert entstanden zahlreiche Panoramadarstellungen europäischer Städte. Zu den frühesten westpreußischen Ansichten zählt der von Georg Braun und Franz Hogenberg 1577 veröffentlichte Kupferstich von Danzig. Einer der produktivsten Zeichner von Stadtansichten des 18. Jahrhunderts war der aus Schlesien stammende Künstler Friedrich Bernhard Werner (1660 Reichenau – 1776 Breslau), dessen Ansichten von Thorn und Marienburg in der Sammlung des Museums vorhanden sind. Neben den Panoramadarstellungen wurden vom 17. bis zum 19. Jahrhundert auch zunehmend Teilansichten bedeutender Städte in Kupfer gestochen, die städtische Plätze oder einzelne Gebäude abbilden. Hier sind vor allem Aegidius Dickmann (nachweisbar in Danzig um 1617 – 1625) und Matthäus Deisch (1718 Augsburg – 1789 Danzig) als bedeutende Kupferstecher des 17. und 18. Jahrhunderts zu nennen. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich eine Sonderform der Vedute, das sogenannte „Quodlibet“ oder Sammelbild, das eine zentrale Ansicht mit mehreren kleineren Ansichten vereint und häufig als Souvenir für Reisende gehandelt wurde. Der Schwerpunkt der Gemäldesammlung des Museums liegt auf Werken aus dem 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Es handelt sich um Arbeiten von Malern, die aus Westpreußen stammen, wie Friedrich Eduard Meyerheim (1808 Danzig – 1879 Berlin), Albert W. A. Juchanowitz (1817 Danzig – 1865 Schweiz), Wilhelm August Stryowski (1834 Danzig – 1917 Essen) und Paul Emil Gabel (1875 Elbing – 1938 Hamburg). Zudem befinden sich im Bestand des Museums auch zahlreiche Arbeiten von Künstlern, welche die Region auf ihren Studienreisen besuchten oder zeitweise hier lebten, darunter Otto Hamel (1866 Erfurt – 1950 Lohr am Main), Hanna Mehls (1867 Berlin – 1928 ebd.), Hans Brünner (1883 Basel – 1941 Karlsruhe) oder Erich Kips (1869 Berlin – 1945 ebd.). Die Ansichten von Danzig, Marienburg oder Graudenz, dem heutigen Gdañsk, Malbork und Grudzi¹dz, vermittelten den Besuchern der Ausstellung nicht nur einen Eindruck von der Vielfältigkeit der Kulturlandschaft Westpreußens sondern zeigten auch den unterschiedlichen Blick der Künstler auf diese Region und die Variationsbreite ihrer Ausdruckformen. Diese grenzüberschreitende Ausstellung wurde 2011 vom Kulturreferat an das Historische Museum der Stadt Danzig Rathaus / Muzeum Historyczne Miasta Gdanska-Ratusz mitvermittelt. In diesem Jahr wird sie dank der Breitenarbeit der Kulturreferentin Magdalena Oxfort M.A. dem breiten Publikum ab Mai bis August in Zoppot und ab September bis November in Thorn, durch die Partnermuseen in Polen präsentiert. Die Betreuung dieses herausragenden, grenzüberschreitenden Projektes und Übersetzungsinhalte werden weiterhin vom Kulturreferat übernommen.
Projektpartner: Das archäologische Museum der Stadt Danzig, Das Universitätsmuseum in Thorn und das Westpreußische Landesmuseum
Studienreise: Westpreußen und Posener Land im Krieg und Frieden Termin: 25. bis 31. Mai 2012
Nach der großen Wende in Polen in den Jahren 1989/91 konnte erstmals offen und offiziell über das Kriegsende und gleichzeitig auch der Beginn einer neuen Okkupation Polens durch die Sowjetunion geschrieben und gesprochen werden. Sowohl in Polen als auch in Deutschland beschränken sich oft die Fachwissenschaftler auf die Themen des Stalinismus oder des Nationalismus und dessen Folgen und über die Verstrickung der polnischen Bevölkerung in die Kriegshandlungen, diese Diskussionen spalteten die deutsch – polnische Gesellschaft. Darüber diskutierten mit ihnen die breite Öffentlichkeit und die internationale Presse. Somit sind diese Dialoge bis heute von politischer Relevanz. Im Laufe der Jahre, nach dem Zweiten Weltkrieg in den West- und Ostgebieten Polens wurde das deutsche Kulturerbe anerkannt, größtenteils restauriert, neu aufgebaut und definitiv neu bewertet. In Deutschland ging es bei der Debatte um das Jahr 1945 lange um die Frage „Niederlage oder Befreiung?“. Deren hohe Bedeutung lässt sich unter anderem daran erkennen, dass das Deutsche Historische Museum in Berlin seine Dauerausstellung mit dieser Frage beginnen lässt. Aktuelle Diskussionen über die deutschen Kriegsopfer und über Flucht und Vertreibung, sind keine neuen Themen oder Antithemen. Sie sind und bleiben ein Teil der Geschichte als Tatsache und sollen stets beim Aufeinandertreffen der Erlebnisgeneration als Austausch von Informationen, Sichtweisen und aktiven Diskussionen stattfinden.
Projektpartner: Landsmannschaft Westpreußen und die Deutsche Minderheit aus Danzig, Marienwerder, Graudenz und Thorn.
Die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in der Posener Provinz Termin: 12. bis16. September 2012
Die Anfänge der Anwesenheit der Juden in Polen reichen bis in das 11. Jahrhundert hinein. Seit dieser Zeit bis zur Schoah konnten sie sich auf diesen Gebieten sowohl materiell als auch geistig entwickeln. Die Fürsorge der Könige ermöglichte den Ankömmlingen den Schutz vor den Verfolgungen zu finden, die sich in anderen Staaten Europas ereigneten und was wichtig ist, trug sie zum Erlangen einer starken ökonomischen Stellung bei. Auf den polnischen Gebieten konnte die jüdische Gemeinschaft nicht nur ihre eigene Religion und Kultur beibehalten, sondern sie auch besonders bereichern. Jedoch änderte sich die politische und sozialgeschichtliche Stellung der Juden im Verlauf der Jahrhunderte, sodass durch deren Verfolgung und in Zusammenhang mit den Polnischen Teilungen eine enorme Abwanderungswelle stattfand. Der Anteil der jüdischen Bevölkerung und deren Existenz verschwand nahezu gänzlich aus der Posener Provinz. Die Studienreise soll demnach ein Versuch sein, den jungen Teilnehmern der Reise die Geschichte der Juden in der Posener Provinz mithilfe von Zeitzeugen und Wissenschaftlern in Form von Seminaren, Workshops und Vorträgen näher zu bringen.
Hier der Verlauf der Studienreise:
1.Tag ( 12. September 2012)
Nach der Ankunft in Posen erfolgt die Fahrt nach Schildberg, einer Stadt im südlich-östlichen Teil der ehemaligen Provinz Posen. Dort werden von Prof. Roman Dziergowy von der Adam Mickiewicz Universität Posen zwei Vorträge über namhafte Persönlichkeiten der jüdischen und evangelischen Glaubensgemeinschaft gehalten. Zudem steht die Besichtigung der evangelischen Kirche auf dem Tagesplan. Hiernach ist die Fahrt nach Kempen geplant. Die Stadt war eine der größten Ballungszentren der jüdischen Bevölkerung in der Provinz Posen. Hier treffen wir den Autoren des Buches „Die Juden aus der polnischen Stadt Kempen“. Wir werden über die Vergangenheit der Stadt und der jüdischen Gemeinschaft in Kempen diskutieren. Dort hören wir uns die Vorträge von Herrn Gruszka und vom Chefredakteur der lokalen Zeitung Herrn Lapa an. Im Anschluss daran steht für die deutsch-polnische Reisegruppe eine Führung durch das jüdische Viertel in Kempen mit Besichtigung der Synagoge an, in der man auch einiges über die hier lebende Gesellschaft erfahren kann. Auf dem Weg nach Wielun biegen wir ca. 1 km von dem eigentlichen Weg ab, um die Kirche in dem Ort Wieruszowo zu sehen. Dort wurde der Pfarrer A. Rohde getauft, sein Vater arbeitete dort als Beamter.
2.Tag: Wielun (13. September 2012)
Wir besichtigen das Museum in Wielun (die Ausstellung über den Zweiten Weltkrieg mit den Aspekten des Martyriums der Juden), bevor wir einen Spaziergang an den Stadtmauern machen. Der Museumsdirektor wird gerne über die Erfahrungen der jüdischen Gemeinschaft erzählen. Danach besuchen wir die evangelisch-augsburgische Kirche, mit anschließender Begehung des jüdischen Friedhofs.
3.Tag: Wielun (14. September 2012)
Erneuter Besuch des Friedhofs. Dort brachte man die einheimischen Juden im Zweiten Weltkrieg hin und anschließend um. An diesem Tag soll der Friedhof „aufgeräumt“ und gepflegt werden. Außerdem sollen die Buchstaben auf einem Stein erneuert werden. Über diese Geschichten werden die Teilnehmer der Studienreise in Rahmen eines Vortrags informiert. Während der Aufräumarbeiten schließt sich uns der örtliche dem Bürgermeister von Wielun an. Auch die lokalen Medien werden von den Aufräumarbeiten frühzeitig informiert: einige Zeitungen, Fernsehen und das Radio. Ein Besuch des Rabbiners aus Lodz ist dabei ein sehr großes Ereignis.
4.Tag (15. September 2012)
Am vierten Tag besichtigen wir die Synagogenruinen im Ort Krzepice des örtlichen jüdischen Friedhofs. Es steht das gleiche Programm im Ort Praszka an. Hier erzählt Dr. Szczerbik einiges über die Gemeinschaft in dieser Stadt. In der ehemaligen Synagoge befindet sich jetzt ein Kulturzentrum.
Buch mit CD aus der Reihe „Landschaft und Musik“ – „Pelplin – Pracht der Architektur und der Musik“ Termin: Januar bis Dezember 2012
Die landschaftlich-musikalische Bedeutung des Ortes Pelplin verkörpert sich einerseits in der imposanten gotischen Klosterkirche und andererseits in der umfangreichsten erhaltenen Orgeltabulatur Europas. Pelplin ist eine Kleinstadt im Norden Polens in der Nähe von Danzig. Historisch bedeutsam ist Pelplin als Standort des 1258 als eines der ersten und wichtigsten gegründeten Zisterzienserklöster des östlichen Ostseeraumes. 1309 gelangte Pelplin mit Pomerellen, welches damals seine - wenn auch begrenzte - Unabhängigkeit verlor, in den Besitz des Deutschordensstaates Preußen. Dieses Gebiet stellte sich 1454 im Rahmen des Preußischen Bundes unter die Hoheit der polnischen Krone, was im Zweiten Thorner Frieden 1466 besiegelt wurde. Im „Königlichen Preußen“ (im polnischen Anteil Preußens) liegend, war das Pelpliner Kloster ein wichtiger Ort des Widerstandes gegen die Reformation in Polen. So entstand 1557 ein prachtvolles Sterngewölbe, welches zu den Spitzenleistungen des spätmittelalterlichen Kirchenbaus gehört. Zwar kommt der eigentliche Kirchenbau weitgehend ohne Verzierungen aus, jedoch beherbergt er in dem sehr beachtliche 29 Meter hohen Mittelschiff neben dem größten in Polen erhaltenen gotischen Chorgestühl auch 20 barocke Altäre aus Marmor, Stuckmarmor oder gefasstem Holz, unter anderem den höchsten (28m) freistehenden Altar in Europa. Zu den von Königen (u.a. Gustav Wasa von Schweden und Wiener Sieger von 1683 Jan III. Sobieski) bestaunten Werken gehört das Gemälde „Himmelfahrt Mariae“ im Hauptaltar von dem in Danzig tätigen Maler Hermann Hahn (1574-1626). Hohe künstlerische Qualität besitzen ebenfalls Werke des Danziger Malers Andreas Stech (1635-1697). Das Pelpliner Diözesanmuseum bewahrt exzellente Werke der gotischen Malerei und Bildhauerkunst auf und in der Bibliothek befinden sich mehrere Handschriften, die ältesten aus dem 12. und 13. Jh., und eins der wertvollsten Exemplare der Gutenbergbibel von 1453. Auf dem musikalischen Gebiet von höchster Bedeutung sind eine dynamisch-kunstvoll gestaltete Orgel mit drei Manualen und Pedalen und die dazugehörige größte Orgeltabulatur der Welt mit knapp 900 Orgelbearbeitungen der Werke aus unterschiedlichen Bereichen der Musik. Die Pelpliner Tabulatur, gefasst von Mönch Trzciñski ab 1620, beinhaltet 797 Vokalwerke diversen Komponisten, 91 Kompositionen aus Polen, Italien, Deutschland, den Niederlanden, Spanien und England. In der zweiten Hälfte des 17. Jh. wurden zwölf Choräle hinzugefügt. Damit gehört die Pelpliner Orgeltabulatur zu den wichtigsten Monumenten der europäischen Musik des 17. Jh. Das Buch der Serie „Landschaft und Musik“ soll aus zwei Teilen bestehen: dem eigentlichen Bild- und Textbuch und einer eingelegten CD mit Musik der im Buch dargestellten Landschaft. 2012 sollen die entscheidenden Vorbereitungen zu diesem Projekt stattfinden.
Ostdeutsche Musik im Grünen Termin: Januar bis Dezember 2012
Vor sechs Jahren tobte der Sturm Kyrill über große Teile Europas. Er fügte der Natur schweren Schaden zu, Wälder, Bäume und Parkanlagen wurden zerstört. Der bekannte Stuttgarter Aktionskünstler Thomas Alexander Nufer war betroffen vom Ausmaß der Zerstörung, die der Sturm in seiner Wahlheimat Münster hinterließ, besonders entlang der Promenade, dem Grüngürtel und Erholungsgebiet der Stadt. Weil ihm bewusst war, dass Pflanzen auf emotionale Zuwendung und vor allem auf Musik reagieren, brachte er hunderte Musiker zusammen, die kostenlos an drei Tagen im Juni 2007 für das Wachstum der geschundenen Natur spielten. Nach einem Begriff aus dem deutschen Verwaltungswesen nannte er die Aktion „Grünflächenunterhaltung”. Nicht nur das Grün zeigte sich empfänglich für diesen Liebesbeweis und begann wieder zu wachsen, auch die Menschen in Münster waren begeistert von dieser ungewöhnlichen und ökologischen Veranstaltung, die vollständig ohne Strom, Bühnenaufbauten und Konsum auskommt - und daher auch keinen Abfall produziert!
Im gleichen Jahr war die „Grünflächenunterhaltung” auch ein entscheidender Faktor für die Teilnahme Münsters an der europäischen Entente florale, welche die Stadt mit Gold gewann. Seitdem wird diese Aktion jedes Jahr mit wachsendem Erfolg wiederholt. Das Programm ist stets abwechslungsreich dank der Teilnahme von Blechbläsern, Streichern, Rockmusikern, Jazzern und Gesangsformationen. Alle legen sich zeitversetzt und verstärkt ins Zeug – für eine ungewöhnliche Open-Air-Performance, die nicht viel kostet, den Zuhörern aber umso größeres Vergnügen beschert. Und dass Bürger einer Stadt für ihre Bäume und Blumen Musik produzieren, ist weltweit bisher ohne Beispiel geblieben.
Deshalb möchte ich den polnischen Partnern das oben beschriebene Projekt als deutsch-polnische Kooperation ans Herz legen. Vielleicht schon für den Sommer des Jahres 2013? Die Oberbürgermeister sowohl der Hansestadt Danzig, als auch der Königlichen Burg Krakau zeigten bereits ein Interesse an der Verwirklichung des gemeinsamen musikalischen ostdeutschen Events. Der besondere Reiz der Veranstaltung liegt nicht zuletzt darin, dass sie vollkommen basisdemokratisch ist - jeder kann sich beteiligen. Für Chöre und Musiker jeder Art, für Professionelle wie für Laien, für Konservatorien wie Musikschulen, eröffnet sich hier die einmalige Chance, sich in Danzig und Krakau der Weltöffentlichkeit zu präsentieren - und zugleich das Wachstum der Pflanzen zu stimulieren.
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