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Neue Perspektive für das Westpreußische Landesmuseum - ab 2013 neuer Museumsstandort im ehemaligen Franzikanerkloster in Warendorf

 

Nachdem Musefranzikanerklo2um und Trägerstiftung keine Perspektive für ein Weiterbestehen in Wolbeck sahen, gelang es, einen neuen Museumsstandort zu finden. Dieser Schritt war notwendig geworden, weil letztlich kein Einvernehmen mit dem Eigentümer des Wolbecker Drostenhofs – Sitz des Wetspreußischen Landesmuseums seit mehr als 35 Jahren – erzielt werden konnte hinsichtlich eines Um- und Ausbaus  des Gebäudes, der den Minimalstandards  von ICOM und damit auch des Deutschen Museumsbundes entspricht.
Musuemsdirektor Dr. Lothar Hyss unterschrieb mit Kai Horstmann, Geschäftsführer der Horstmann GmbH in Münster am 22. Dezember 2011 einen langfristigen Mietvertrag für das Franziskanerkloster in Warendorf. In diesem  ehemaligen Klostergebäude in Warendorf wird das Westpreußische Landesmuseum spätestens Mitte 2013 neu eröffnen und seine reichen Bestände zur Geschichte und Kultur Werstpreußens der Öffentlichkeit präsentieren. Damit geht zugleich die Ära in Wolbeck zu Ende, die die Geschicke des Museums über Jahrzehnte  geprägt hat.

Ostpreußisches Landesmuseum erfolgreich aufgenommen in das niedersächsischen Museumsregister


In einer Feierstunde erhielt am 12. Dezember 2011 das Ostpreußische Landesmuseum als eines von vier Museen Plakette und Urkunde für die erfolgreiche diesjährige Aufnahme in das niedersächsische Museumsregister. Damit ist das Ostpreußische Landesmuseum das erste Museum der Region in und um Lüneburg, welches das begehrte Qualitätssiegel des niedersächsischen Museumsverbandes für nachweislich professionelle Museumsarbeit erhält.

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Pressemitteilung zur erfolgreichen Zertifizierung des Ostpreußischen Landesmuseums

Lüneburg, den 12. Dezember 2011

Das Ostpreußische Landesmuseum ist erfolgreich zertifiziert!

Feierliche Übergabe in der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Hannover


In einer Feierstunde erhielt heute das Ostpreußische Landesmuseum als eines von vier Museen Plakette und Urkunde für die erfolgreiche diesjährige Aufnahme in das niedersächsische Museumsregister. Damit ist das Ostpreußische Landesmuseum das erste Museum der Region in und um Lüneburg, welches das begehrte Qualitätssiegel des niedersächsischen Museumsverbandes für nachweislich professionelle Museumsarbeit erhält.
Auch in der Reihe der Museen für die ehemaligen deutschen Ostgebiete, finanziert auf Grundlage des § 96  BVFG, ist das Ostpreußische Landesmuseum das erste, das sich einer solchen Qualitätsprüfung durch unabhängige Museumsexperten unterzog.
Im Sommer 2010 hatten sich 11 Museen für den diesjährigen Zyklus beim Museumsverband Niedersachsen/Bremen angemeldet. Vier von ihnen zogen ihre Bewerbung später wieder zurück, da sie mehr Zeit für die Unterlagen benötigten. Tatsächlich gelang schließlich nur vieren die erfolgreiche Zertifizierung:
Neben dem Ostpreußischen Landesmuseum waren das:
a) das Schiffahrtsmuseum der oldenburgischen Unterweser in Brake;
b) das Nationalparkhaus/Museum Butjadingen-Fedderwardersiel und
c) das Deutsche Marinemuseum in Wilhelmshaven.
Vorläufig registriert sind das Bachmann-Museum in Bremervörde und der Winser Museumshof in Winsen (Aller).
Seit 2006 existiert dieses anspruchsvolle Instrument der Qualitätssicherung des Niedersächsischen Museumsverbandes mit Unterstützung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.
Den Museumsbesuchern, den Trägern und nicht zuletzt auch potentiellen Förderern, Stiftungen und sonstigen Spendern eines zertifizierten Museums wird so dank der umfangreichen Evaluierung durch eine unabhängige Expertenkommission ein hohes Niveau der Arbeitsqualität und die Einhaltung der vom Deutschen Museumsbund festgelegten „Standards für Museen“ bestätigt. Hierzu zählen
a) eine dauerhafte finanzielle und institutionelle Basis;
b) ein Leitbild und Museumskonzept;
c) modernes Museumsmanagement;
d) qualifiziertes Personal als Grundlage  professionellen Arbeitens (das durchaus auch ehrenamtlich wirken kann);
e) Sammlungsaufbau gemäß fixierter und wissenschaftlich abgeleiteter Kriterien;
f) das Bewahren der Originale als Kulturerbe der Menschheit auf Grundlage ihrer konservatorischer Anforderungen;
g) Forschen und Dokumentieren an der Sammlung und nicht zuletzt
h) das Ausstellen und Vermitteln.
Seither haben 106 der ca. 650 niedersächsischen Museen einen Anlauf zur Registrierung gewagt, erst 54 sind wie jetzt das Ostpreußische Landesmuseum uneingeschränkt zertifiziert worden. Hierzu mußte ein umfangreicher Fragebogen ausgefüllt und zahlreiche Konzepte wie das Museumsstatut, das Leitbild, ein Sammlungs- ebenso wie ein Sammlungsbewahrungskonzept sowie ein Dokumentationsplan vorgelegt werden. Die konservatorischen Bedingungen und die Depotsituation wurden in Augenschein genommen. Die Zertifizierung gilt für 7 Jahre.
Beim Ostpreußischen Landesmuseum fielen der Kommission von Museumsexperten aus ganz Deutschland u. a. folgende Punkte besonders positiv auf:
1. Hohe Ansprüche beim Thema „Bewahren“ und „Dokumentation“ 
2. Die rege Ausstellungstätigkeit
3. Gute Bildungsarbeit.
Als noch verbesserungsfähig wurden Positionen benannt, die mit der für die kommenden Jahre  geplanten Erweiterung ohnehin im Mittelpunkt unsrer Modernisierungsmaßnahmen stehen: Die stärkere Einbindung der Deutschbalten ebenso wie die bessere Eingliederung in die derzeit gerade im Entstehen befindliche „Museumslandschaft Lüneburg“; ein Ausbau des Marketings; die Integration der Vertriebenen soll stärker berücksichtigt werden und ebenso gilt es, die grenzüberschreitende Kulturarbeit als Beitrag der Völkerverständigung weiter auszubauen; auch die Rolle als „Auffangstätte“ ostdeutscher Heimatsammlungen soll weiter entwickelt werden.
Letztendlich wurden durch die Kommission die umfangreichen Aktivitäten des Museums angemessen gewürdigt. Immerhin zeigte das Ostpreußische Landesmuseum neben der 1.500 qm großen Dauerausstellung auch 2011 wieder acht Wechselausstellungen in den eigenen Räumlichkeiten. Darüber hinaus wurden ebenfalls acht Leihausstellungen außerhalb Lüneburgs gezeigt, nicht nur in Deutschland, sondern besonders auch in den Ländern des ehemaligen Ostpreußens, also Polen, Rußland und Litauen. Über 60 Kulturveranstaltungen, Lesungen, Konzerte, Workshops und Studienreisen wurden 2011 organisiert und stießen wieder auf große Nachfrage. Nicht zuletzt wurde die Zusammenarbeit mit Schulen ausgebaut und insbesondere auch länderübergreifende Schulbegegnungen initiiert.
Das Ostpreußische Landesmuseum war auch das einzige Museum Norddeutschlands, das letztes Jahr an einem bundesweiten Forschungsprojekt zur frühkindlichen Bildung im Museum teilnahm und ein neues Format für die Arbeit mit Kindergartenkindern erarbeitete, um es anderen Museen zur Verfügung zu stellen. Dank der Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien konnten wir im Herbst 2011 einen „Kinderclub“ gründen, der zweimal im Monat den Kindern mit Clubmitgliedschaft  einen kreativen, unterhaltsamen, aber auch inhaltlich anspruchsvollen Nachmittag kostenfrei bietet. Er richtet sich besonders an Kinder aus eher bildungsfernen Schichten, die in der Regel nur selten die weitreichenden Bildungs- und Integrationspotentiale eines kulturhistorischen Museums nutzen können. Der Club war sofort ausgebucht, die Warteschlange ist lang.
Wir hoffen, bald eine zweite Gruppe eröffnen zu können. Insgesamt belegt das umfangreiche Angebot des Museums eine zukunftsorientierte Dynamik und zeigt, wie aktuell und gesellschaftlich relevant die Beschäftigung mit dem ostpreußischen Kulturerbe sein kann. Gleichwohl hat die niedersächsische Museumsregistrierung in ihrer Funktion als eine Art „Coaching“ dem Museum sehr geholfen, sich für seine vorgesehene Erweiterung und Modernisierung konzeptionell neu aufzustellen und diese Materialien wie auch seine bisherigen Aktivitäten durch externe, neutrale Experten überprüfen zu lassen. Das Museum dankt daher dem Museumsverband Niedersachsen/Bremen, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und dem Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur für diese Möglichkeit zur Qualifikation und Professionalisierung. Der Erfolg bei dieser Evaluierung ist uns eine willkommene Bestätigung und zugleich Ansporn, den eingeschlagenen Weg beizubehalten und auszubauen.
Das Ostpreußische Landesmuseum ……
thematisiert in Dauer- und Wechselausstellungen auf fünf Etagen Kultur und Historie einer Region von über 700 Jahren ostdeutscher Geschichte. Neben der historischen Abteilung werden Kunst, Kunsthandwerk und naturkundliche Aspekte von Ostpreußen mittels eindrucksvoller und seltener Objekte aus einer reichhaltigen und vielfältigen Sammlung vorgestellt.
Das Museum wird institutionell gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und aus Mitteln des Landes Niedersachsen.

presse@ostpreussisches-landesmuseum.de                                                             www.ostpreussisches-landesmuseum.de

Jubiläum im Westpreußischen Landesmuseum

Die erfolgreiche Wolbecker Museumsinstitution feiert ihren 35. Geburtstag im Frie-
denssaal des historischen Ratshauses in Münster.

pfeil_rechts. siehe Bericht:

Jubiläum in Krockow

Am 18. Juni 2009 feierte das deutsch-polnische Gemeinschaftsprojekt - das Regionalmuseum Krockow/Krokowa und zugleich Außenstelle des Westpreußischen Landesmuseums in Münster - sein 10jähriges, überaus erfolgreiches Bestehen. Der Schirmherr der Jubiläumsveranstaltung, der Münsteraner Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek, übermittelte den Festgästen ein Grußwort.

Sie können es lesen, wenn Sie “Grußwort” anklicken!


pfeil_rechts. Siehe Bericht unter Regionalmuseum Krockow

Die Landsmannschaft Westpreußen begeht ihr 60jähriges Jubiläum

Am Sonnabend, dem 6. Juni 2009, beging die Landsmannschaft ihr 60jähriges Jubiläum. Die Landsmannschaft Westpreußen ist über ihre Kulturstiftung Westpreußen die Trägerin des Westpreußischen Landesmuseums in Münster-Wolbeck. Wie der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft Siegfried Sieg in seiner Grußansprache betonte, sind die 60 Jahre des Bestehens der Landsmannschaft nicht unbedingt ein freudiger Anlaß zum Feiern. Zu groß sind einerseits die Probleme, die sich aus dem Schwinden der unmittelbar von Flucht und Vertreibung betroffenen Erlebnisgeration ergeben. Dazu treten die aktuellen Gefahren, die sich ab 2010 aus der nach wie vor ungeklärten Gesamtfinanzierung des Westpreußischen Landesmuseums durch die öffentlichen Hände ergeben. Daran ändern die am 6. Juni gehaltenen Festreden derzeit wenig.

pfeil_rechts. siehe BERICHT