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Jahresbericht 2008   Jahresbericht 2009   Jahresbericht 2010

Regionalmuseum Krockow/Krokowa

Die
Aktivitäten des Regionalmuseums Krockow werden in den
Jahresberichten 2008, 2009 und 2010 ausführlich beschrieben. Vom  4. bis zum 6. August 2010 fand im Museum ein Workshop mit der Künsterin Marie-Luise Salden  statt. Viele Schülerder Krockower Gymnasiums nahmen an dem von der Museumsleiterin Anja Koziróg initiierten Workshop teil. Ein großer Museumserfolg! Vor allem dieJugendlichen hatten - wie die Museuseumsletierin berichtete - viel Spaß.
Nach dem Saldenworkshop fand am 21. August ein Konzert mit Marlene-Dietrich- Liedern vor etwa 130 Besuchern statt.
Der September war dann reserviert für einen Schüleraustausch, und direkt im Anschluß veranstaltete das Museum noch mehrere Vernissagen.

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Neues aus Krockow und vom Regionalmuseums in der Präsentationssaison 2011

Die Ausstellungssaison 2011, die am 12. Mai mit einer Neugestaltung der bereits früherparon gezeigten Ausstellung „Krockower Gegend damals und heute“ begann und zugleich eine Reihe von Bildern zeigte, die gleichsam als Nachlese zu einem wissenschaftlichen Symposion zur kaschubischen Mythologie entstanden waren. Die mystische Geisterwelt der Kaschuben war von verschiedenen Künstlern auf die Leinwand gebannt wordpatriciaen. Eine für viele Besucher des Museums unbekannte Welt! In die Ausstellung führte die neue Museumsleiterin Patrycja Szczerba ein. Sie spricht genauso wie ihre Vorgängerinnen ein hervorragendes Deutsch – eine Grundvoraussetzung für das Krockower Regionalmuseum.
Am Abend des 11. Mai verabschiedete sich unsere bisherige Museumsleiterin Anna Koziróg M. A. in den geheimnisumrankten Kellergewölben des Schlosses mit der von ihr konzipierten Buchvorstellung und Lesung der polnischen Autorin Kornelia Stepan. Der Titel des Buches lautet „Die Frau des Astronomen Johannes Hevelius“. Der Danziger Astronom Johannes Hevelius – deutscher Name Johannes Hevel oder auch Johann Hewelcke (1611-1687) - gilt als Begründer der Mondkartographie und ist leider in Deutschland mehr oder weniger vergessen, in Polen hingegen erlebt er eine Renaissance
.
Mit Anna Koziróg verliert die Krockower Museaussteröffngumseinrichtung eine sehr tüchtige Leiterin, die sich immer wieder mit innovativen Ideen und damit auch Ausstellungen hervorgetan hat. Für ihr Wirken in Krockow gilt ihr unser herzlicher Dank verbunden mit den besten Wünschen für einen beruflichen Neuanfang in Danzig. 
Den Abschluß  der Eröffnungsveranstaltungen bot dann das wissenschaftliche Symposion zur Geschichte der Kreise Neustadt und Putzig. Unter anderem referierte der Danziger Historiker Prof. Dr.  habil. Andrzej Groth über den Kulmer Franz Schultz und stellte den Nachdruck von dessen „Geschichte der Kreise Neustadt und Putzig“ aus dem Jahre 1907 vor. Ganz besonders ist zu begrüßen, daß es der Initiative von Magdalena Oxford, der Kulturreferentin am Westpreußischen Landesmuseum für Westpreußen, Posener Land, Mittelpolen, Wolhynien und Galizien zu verdanken ist, daß dieser wichtige Nachdruck erfolgen konnte. Ohne die Bereitstellung wesentlicher Mittel aus dem Kulturreferat wäre diese Neuerscheinung unmöglich gewesen. Zu hoffen ist, daß in Kürze auch eine polnische Übersetzung dieses für die Regionalgeschichte immer noch unentbehrlichen Werkes von Franz Schultz erscheint.

Jubiläum in Krockow - Juli 2010

Am 17. Juli 2010 eröffnete das Krockower Regionalmuseum - Außenstelle des Westpreußischen Landesmuseums - offiziell seine diesjährige Ausstellung. Gezeigt werden in einem Modell die bis 1960 durch Krockow führende Eisenbahnlinie und eine Grafikausstellung aus Beständen des Westpreußischen Landesmuseums. Die bekannte Präsentation von Gebrauchsgegenständen aus der Region zeigte sich in einem neuen Gewande. Für die Gesamtpräsentation zeigte sich die neue Leiterin des Museums - Frau Anja Koziróg M. A. - verantwortlich. Es gelang ihr hervorragend, ihre museumspädagogischen Kenntnisse in die Ausstellung einzubeziehen. Die Ausstellungseröffnung war der Anfang der Krockower “Sommertage”, die zugleich ein dreifaches Jubiläum darstellten:

  • 10 Jahre Museum mit neuer Leitung
  • 15 Jahre Bestehen der Partnerschaft der Gemeinden Krokowa - Schweich und Wiederherstellung des
    Schlosses Krockow
  • 20 Jahre Bestehen der Stiftung Europäische Begegnung/Kaschubisches Kulturzentrum Krokowa.

Daß diese Ereignisse gebührend gefeiert wurden, und zwar mit großer Beteiligung der deutschen Gemeinde Schweich, versteht sich von selbst. Großen Anklang fand die deutsche Bigband, die die Schweicher mitgebracht hatten. Zuhörer und Musiker lioeßen sich dabei auch von heftigen Regengüssen, die spürbare Abkühlung brachten, nicht aus der Ruhe bringen: Man feierte!

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Das Regionalmuseum Krockow im Jahre 2010

Nachdem Frau Dr. Sacha nach 10jähriger verantwortlicher Tätigkeit am Regionalmuseum Krockow diese Wirkungsstätte verlakrockow22010ssen hat, um sich ganz ihrer akademischen Lehrtätigkeit an der Universität Danzig zu  widmen, bereitet man sich in Krockow intensiv auf die neue Saison, beginnend im April 2010, vor. Erstmals wird die Nachfolgerin im Museum, Frau Anja Koziróg, hauptamtlich als Lehrerin für deutsche Sprache am Gymnasium Krockow tätig, verantwortlich die Ausstellungen vorbereiten. Sie wird dabei auch intensive Unterstützung aus dem Westpreußischen Landesmuseum in Münster- Wolbeck erhalten. Gezeigt werden soll “Grafik aus den Beständen des Westpreußischen Landesmuseums”. Außerdem werden die Ausstellungen “Die Krockower Gegend damals und heute” und “Vor Vergessenheit bewahren” präsentiert. Diese waskowskiExpositionen hatten bereits großen Anklang im letzten Jahr gefunden und werden daher wiederum  - z. T. mit ergänzenden Ausstellungsstücken - gezeigt. Gedacht ist überdies daran, kaschubische, aktuelle Volkskunst zu  präsentieren. Wieweit dies gelingt, ist abhängig von den noch zu führenden Gesprächen mit kaschubischen Künstlern.
Das Interesse an diesem Sujet ist jedenfalls sehr, sehr groß. Daneben stehen Ende März, Anfang April des Jahres wichtige, abschließende Verhandlungen zwischen der Stiftung Europäische Begegnung/Kaschubisches Kulturzentrum Krokowa, der Trägerin des Regionalmuseums, mit dem Nationalmuseum Danzig und der Gemeinde Krockow an, um sie enger als bisher in die Krockower Stiftung und ihr Museum einzubinden. Dann gewinnt die bisherige Bindung des Westpreußischen Landesmuseums an das Regionalmuseum Krockow an zusätzlicher Bedeutung. Es liegt im Interesse aller Beteiligter, dieses völkerverbindende, grenzüberschreitende Museumsmodell in seiner Arbeit auf Dauer zu sichern. Den Museumsbesucher erwarten in Krockow nicht nur spannenden Ausstellungen mit informativen Begleitkatalogen (die “Grüne Reihe” des Museums), er findet außerdem in unmittelbarer Nähe des Ortes einen phantastischen Ostseestrand vor. Und ein besonderer Anziehungspunkt ist überdies das Schloß Krockow. Denn es bietet dem Besucher nicht nur ein sehr familiäres Hotelangebot in historischen Räumlichkeiten, sondern auch eine ungeahnt reichhaltige Küche mit immer neuen, überraschenden Speiseangeboten, für die der Starkoch des Schlosses, Herr Jerzy Waskowski mit seinen ausgesprochen freundlichen Helfern, verantwortlich zeichnet.

Neues aus Krockow

Geht es nunmehr endlich voran mit der vertraglichen Einbindung der Gemeinde Krockow/Krokowa in die Geschicke des dortigen Regionalmuseums einerseits und die des Danziger Nationalmuseums in seinem Bestreben, in Krockow eine museale Abteilung zu etablieren, andererseits? Jedenfalls sind die Ergebnisse der letzten Stiftungsratssitzung der Stiftung Europäische Begegnung/Kaschubisches Kulturzentrum Krokowa vom 15. April recht ermutigend. Der Vorstand der Stiftung wurde einstimmig vom Rat gebeten, die Vertragsentwürfe mit der Gemeinde und dem Danziger Nationalmuseum bis zur Mitte des Jahres soweit danzigzimmervoranzutreiben, daß sie bei den Jubiläumsfeierlichkeiten am 17./18. Juli des Jahres unterzeichnet werden können. Das Krockower Jubiläum bietet dafür besondere Anlässe: Die Stiftung Europäische Begegnung/Kaschubisches Kulturzentrum Krokowa feiert ihren 20. Geburtstag und 15 Jahre ist es her, daß das Schloß Krockow im alten Glanz wiederhergestellt werden konnte.  Vor 10 Jahren öffnete das Regionalmuseum, das zugleich eine Außenstelle des Westpreußischen Landesmuseums in Münster-Wolbeck ist, seine Pforten für die ersten interessierten Besucher. Bis zum letzten Jahr leitete Dr. Magdalena Sacha den Museumsbetrieb sehr erfolgreich trotz aller Probleme, die auf sie im Laufe der Jahre einstürmten.
Nochmals sei ihr für ihre fruchtbare Arbeit, die nicht zuletzt der Begegnung von Deutschen und Polen vor Ort dienten, sehr herzlich gedankt.
Bevor sie sich endgültig an die Universität Danzig verabschiedete, gab sie die zweisprachige Publikation „krockowergegendKrockower Gegend – 1939-1945“ heraus, zweifelsohne die bislang bedeutendste Schrift in der „Grünen Reihe“ des Regionalmuseums Krockow. Dem ersten Teil der Schrift sind   Erinnerungen von Zeitzeugen aus der Gemeinde Krockow gewidmet. So unterschiedlich diese Zeugnisse von Zeitzeugen von der Zeit des Zweiten Weltkrieges und der Geschehnisse unmittelbar nach Kriegsende sind, gemeinsam ist ihnen, daß sie vor Nationalismus und Totalitarismus warnen wollen. Der zweite Teil der Schrift publiziert einen Bericht von Doering Graf von Krockow, dem letzten deutschen Eigentümer des Gutes und Schlosses Krockow, wie er 1945 zum Verlassen seiner nordkaschubischen Heimat veranlaßt wurde. Den dritten und abschließenden Teil bildet eine Zusammenstellung der Geschehnisse in Krockow und Umgebung vom 1. September 1939, dem Tage des Kriegsbeginns, bis zum 29. April 1948. An diesem Tage wurde Gauleiter Albert Forster zum Tode verurteilt.
Die Herausgeberin der Publikation, Magdalena Sacha, sollte sich für den Fall, eine überarbeitete Ausgabe zu veröffentlichen, vielleicht überlegen, einen vierten Teil anzuhängen. Er könnte lauten: Wiederbegegnung von Kaschuben, Polen und Deutschen in Krockow seit 1990. Thematisch ließe sich nicht zuletzt die von ihr verantwortete, überaus erfolgreiche Museumsarbeit darstellen.Abschließend noch ein Blick auf das für das Jubiläum vom Regionalmuseum unter der Verantwortung seiner neuen Leiterin Anna Koziróg Geplante:
Zusätzlich zu den Ausstellungen “Die Krockower Gegend damals und heute” und “Vor Vergessenheit bewahren” zeigt das Regionalmuseum Krockow eine Präsentation zur einstigen Verkehrsinfrastruktur (u. a. Eisenbahnen) der Region und eine Exposition von Graphiken des Westpreußischen Landesmuseums.

Eintragungen im Gästebuch der Ausstellung DIE VERGÄNGLICHKEIT DES ALLTAGS - AUS DEM TAGEBUCH EINES BAUERNHAUSES (deutsche Besucher)

Die Ausstellung hat mir gut gefallen. Die gezeigten Exponate sind sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder interessant. Ursula Wirtz aus Oberhausen, 6.7. 07.

Ausgezeichnet! So viele Anregungen zum Weiterdenken und „In-Frage-Stellen“ von alten Denkmustern! Ein Kompliment an die Ausstellungsmacher! Dr. Luchinelli, Wien.

Kompliment an die Ausstellung. Durch ihre Anregungen kommen jetzt die Fragen, wo die „Antwort“ bei unseren Grosseltern, Eltern geben wird. Sehr schön. (Unlesbar)

Herzlichen Dank zu diesem schönen feinen Museum! Vielen dank für die zweisprachigen Texte in diesem doch lange Zeit zweisprachigen Land und im künftigen gemeinsamen Europa! Dorothea Rednan aus Köln am Rhein

Das Suchen der Marienkäfer hat mir und uns viel Spaß gemacht. Die Bilder fanden wir auch sehr schön.
(mehrere Kinderunterschriften)

Heute hatten wir eine gute Führung hier im Museum. Es ist eine schöne Tradition, dass in der Ausstellung die Geschichte gezeigt wird. H. Reis, Ortsbürgermeister Mehring/ Mosel, Kreisabgeordneter

Aus der Schweiz hat es uns per Zufall hier verschlagen. Ich finde es sehr interessant und schön. Gerne möchte ich wieder einmal herkommen. (Unlesbar)

Wieder hat Frau Dr. Magdalena Sacha es fertig gebracht eine schöne und informative Ausstellung zusammenzustellen. Sie erinnert mich auch etwas an meine Heimat an der Mosel. Hans Malburg, Schweich

Eine faszinierende Reise in die Vergangenheit, außergewöhnlich kluge Texte, nicht floskelhaft und – tümelnd, sondern nachdenklich machend… Nachdem man die Gegend hier ein wenig erkundet hat, öffnen sich noch einmal viele Fenster. B. Krauefor

Eine liebevoll konzipierte Ausstellung zum bäuerlichen Leben der Region vom Beginn des 20. Jahrhunderts! Ein besonderer Dank gilt der Initiatorin der Ausstellung Frau Dr. M. Sacha und ihrer Mitstreiterin Frau Kulikowska vom Nationalmuseum Danzig. Hoffentlich werden noch viele weitere, so interessant gestaltete Ausstellungen in Krockow/ Krokowa zu sehen sein. Jürgen Martens, Königswinter.

Diese Ausstellung war für uns sehr interessant. Besonderer Dank gilt Ania Koziróg. Jörg, Ramona und Toni aus Oppin bei Halle / Saale in Sachsen-Anhalt

Die Ausstellung hat mir sehr gut gefallen!!!! Besonders da wo man fühlen muß was im Kästchen drin ist!!!! Alles liebe, Katrin und David (Kinderschrift)

Darüber hinaus gab es mehrere hundert Eintragungen auf Polnisch, einzelne auf Kaschubisch, Ukrainisch, Weißrussisch, Litauisch und in skandinavischen Sprachen.