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Schlesisches Museum Museumsveranstaltungen
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Veranstaltungen im Schlesischen Museum vom Mai bis Juli 2012
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Mai
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Mittwoch, 02.05.2012 15.00 Uhr Eintritt: € 8,00 (Kaffee und Kuchen inklusive), Reservierung unter Telefon +49 3581 87910
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Kaffee und Kultur - natürlich schlesisch Die Ausgrabungen am Töpferberg in Zgorzelec Der Name des Töpferberges geht auf die einst hier ansässigen Keramikwerkstätten zurück. Archäologin Ma³gorzata Zysnarska vom Muzeum £u¿yckie (Lausitzmuseum) Zgorzelec berichtet über die Ausgrabungen, bei denen vielzählige Fundstücke geborgen werden konnten.
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Freitag, 11.05.2012 17.00 Uhr
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Ausstellungseröffnung Poetische Orte. Bilder und Texte von Ivo und Gerhart Hauptmann Neue Sonderausstellung des Schlesischen Museums zu Ehren Gerhart Hauptmanns. In Textzitaten des Dichters und Bildern seines Maler-Sohnes Ivo Hauptmann begegnen die Besucher den Lieblingsorten Gerhart Hauptmanns im schlesischen Riesengebirge, an der Nord- und Ostseeküste sowie am Mittelmeer.
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Samstag, 12.05.2012 1100 und 14.00 Uhr
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Führungen Ausstellungskuratorin Dr. Johanna Brade führt durch die Sonderausstellung „Poetische Orte".
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Sonntag, 20.05.2012 14.00 Uhr
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Internationaler Museumstag Der Eintritt ins Museum ist frei. Wir laden um 14 Uhr zu einer Führung durch die Dauerausstellung ein.
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Donnerstag, 24.05.2012 19.00 Uhr Synagoge oder Museum
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Zeitzeugengespräch Acht Jahre war Evelyn Löwenberg alt, als sie 1937 mit ihren Eltern und Geschwistern aus Görlitz floh und in die USA emigrierte. Jetzt kehrt Evelyn Lowen Apte für einen Besuch zurück. Gemeinsam mit Aubrey Pomerance, dem Leiter des Archivs am Jüdischen Museum in Berlin, berichtet sie von ihrer Kindheit in einer zunehmend antisemitisch geprägten Umwelt und zeigt Fotos aus dem Leben einer gutbürgerlichen jüdischen Familie im Görlitz des frühen 20. Jahrhunderts.
Bei Bauarbeiten in der Synagoge findet die Veranstaltung im Schlesischen Museum statt. Förderkreis Görlitzer Synagoge in Zusammenarbeit mit dem Schlesischen Museum
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Juni
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Samstag, 02.06.2012 13.00 - 17.30 Uhr Treffpunkt: Museumskasse Kosten: € 8,00
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Schreibwerkstatt Die Kunst des Schreibens — Schreibwerkstatt mit Schriftstellerin Constanze John In Gedichten und Geschichten finden Erlebtes und Gefühle Ausdruck. Die Schreibwerkstatt mit Constanze John möchte Ihre Kreativität unterstützen und Inneren Bildern Ausdrucksstärke verleihen. Eingeladen sind alle, die sich schriftstellerisch ausprobieren möchte oder die ersten Schritte hierzu schon getan haben.
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Mittwoch, 06.06.2012 15.00 Uhr Eintritt: € 8,00 (Kaffee und Kuchen inklusive), Reservierung unter Telefon +49 3581 87910
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Kaffee und Kultur - natürlich schlesisch Geprägt durch Breslau — Elend und Privileg Gerhart Hauptmann In der 1937 bei S. Fischer erschienenen Autobiografie „Das Abenteuer meiner Jugend" blickt Gerhart Hauptmann zurück auf seine frühe Jahre — ein faktenreiches Dokument der Genese eines Künstlers, eines Dichters. Am Ende seines Lebens wird er in Breslau, wenn auch verhalten, von den Nationalsozialisten noch einmal gefeiert. Thomas Maruck lädt ein zu einem Rundgang durch die Oderstadt mit Bild, und Texten zum Leben und Werk Gerhart Hauptmanns.
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Samstag, 16.06.2011 14.00 - 16.30 Uhr Treffpunkt: Museumskasse Kosten: € 5,00 (Eintritt und Material)
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Malwerkstatt Wir laden zu einem Versuch im Aquarellmalen ein! Mit einer Einführung in diese Maltechnik möchten wir Interessierte jeden Alters ermuntern, ihr ästhetisches Empfinden durch Experimentierfreude und Improvisationsfähigkeit zu fördern.
→ Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen → Anmeldungen: Isabella Slawek, Telefon +49 3581 8791-128 oder kontakt@schlesisches-museum.de
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Freitag/Samstag, 22./23.06.2011
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Denksalon Revitalisierender Städtebau 2012 Städtische Resilienz — Zwischen Unsicherheit und Verläßlichkeit Beim achten Denksalon, zu dem das Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau der Technischen Universität Dresden einlädt, geht es um Resilienzstrategien für eine zukunftsgerichtete Stadtentwicklung. Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an ein Fachpublikum, sondern ist offen für alle am Thema Interessierten. Informationen und Anmeldung: → Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau www.denksalon-stadt.de goerlitz.kompetenzzentrumgmailbox.tu-dresden.de Telefon +49 3581 64 993-20
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Juli
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Mittwoch, 04.07.2012 15.00 Uhr Eintritt: € 8,00 (Kaffee und Kuchen inklusive), Reservierung unter Telefon +49 3581 87910
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Kaffee und Kultur - natürlich schlesisch Gerhart Hauptmann und Hiddensee Dr. Johanna Brade berichtet über Gerhart Hauptmanns Liebe zur Ostseeinsel Hiddensee und seine Bedeutung für die Entwicklung der Insel zum Künstertreff.
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AUSSTELLUNGEN
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Poetische Orte. Bilder und Texte von Ivo und Gerhart Hauptmann
12. Mai 2012 bis 17. Februar 2013
Eröffnung am 11. Mai 2012, 17.00 Uhr
Das Museum stellt in Zusammenarbeit mit der Urenkelin Harriet Hauptmann den künstlerischen Austausch zwischen dem Dichter und seinem ältesten Sohn, dem Maler Ivo Hauptmann (1886-1973), vor. Im Mittelpunkt stehen dabei die „poetischen Orte", die beide Künstler über Jahrzehnte hinweg inspirierten: das wildromantische Riesengebirge, die herbe Schönheit der Nord- und Ostseeküste und das Mittelmeer mit seinem südlichen Flair. Weltoffen und voller Entdeckerfreude ließen die Künstler diese ganz unterschiedlichen Landschaften auf sich wirken und arbeiteten vorzugsweise unmittelbar in der Natur. Immer wieder lud der Dichter seinen Sohn ein, ihn an seinen Lieblingsorten — im schlesischen Agnetendorf, auf der Insel Hiddensee oder an der italienischen Riviera — zu besuchen. 1907 reisten sie gemeinsam durch Griechenland. Reizvoll ist die unterschiedliche Sicht der Künstler auf die besondere Atmosphäre ihrer „poetischen Orte", deren Zauber sich im Dialog von Wort und Bild erneut entfaltet. Im Jahr 1912 erhielt Gerhart Hauptmann (1862-1946) den Nobelpreis für Literatur als Anerkennung für sein herausragendes literarisches Schaffen. Zugleich ist der 150. Geburtstag des großen schlesischen Dichters Anlaß für die neue Sonderausstellung des Schlesischen Museums. In Zusammenarbeit mit der Urenkelin Harriet Hauptmann wird der künstlerische Austausch zwischen dem Dichter und seinem ältesten Sohn, dem Maler Ivo Hauptmann (1886-1973), vorgestellt. Bilder und Texte vermitteln Eindrücke wichtiger Lebensschauplätze, die das Werk beider Künstler über Jahrzehnte hin gleichermaßen inspirierten. Sie teilten die Begeisterung für den Blick auf das wildromantische Riesengebirge, wo Gerhart Hauptmann in seinem imposanten Wohnsitz „Wiesenstein" herrschaftlich residierte. Schon früh lernte Ivo außerdem die herbe Schönheit der Ostseeinsel Hiddensee schätzen, die dem Dichter zur zweiten Heimat wurde. Südliches Flair vermittelten gemeinsame Reisen an die italienische Riviera und nach Griechenland. Immer wieder lud der Dichter seinen Sohn ein, ihn an seinen Lieblingsorten zu besuchen. Auf diese Weise entwickelte sich zwischen dem Maler und dem Dichter ein einzigartiger, von gegenseitiger Wertschätzung getragener künstlerischer Dialog. Reizvoll ist die unterschiedliche Sicht der Künstler auf die besondere Atmosphäre dieser „poetischen Orte", deren Zauber sich im Dialog von Wort und Bild erneut entfaltet.
Bunzlauer Keramik — Weit mehr als Pfauenauge und Schwämmeltechnik
„Das Moderne Museum", ein Projekt des Muzeum Ceramiki w Boles³awcu (Keramik-Museum Bunzlau) in Kooperation mit dem SMG
Gefäße mit Dekoren in Schwämmeltechnik sind zum Inbegriff der Bunzlauer Keramik geworden. Neueste archäologische Funde in der schlesischen Töpferstadt zeigen, daß hier schon gegen Ende des 16. Jahrhunderts hochwertige Keramiken produziert wurden. Sie wissenschaftlich aufzuarbeiten und mit den Produkten anderer sächsisch-niederschlesischer Töpferorte der Frühen Neuzeit zu vergleichen, ist Teil eines mehrjährigen Projektes. Es wird gefördert über das Operationelle Programm der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Sachsen/ Polen 2007-2013 aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. In einem zweiten Teilprojekt wird der künstlerische Einfluß der Bunzlauer Keramischen Fachschule auf die moderne Keramik zwischen 1890 und 1945 erforscht. Hier zeigt sich das hohe kunsthandwerkliche und künstlerische Niveau der Fachschule und zahlreicher Bunzlauer Töpfereien, die ihrerseits prägend für andere Töpferregionen Deutschlands waren. Besonders überraschend ist die Vielfalt der Formen und Dekore, die sich sehr deutlich von der traditionellen Bunzlauer Keramik abheben. Weitere Bestandteile des Projektes sind die Erarbeitung eines museumspädagogischen Programms sowie eine modernisierte Dauerausstellung im Muzeum Ceramiki. Die Ergebnisse der beiden Forschungsprojekte werden ab Oktober 2012 in zwei Ausstellungen und zwei Publikationen veröffentlicht; im Schlesischen Museum sind beide Ausstellungen ab Juli 2013 zu sehen.
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Neue Publikationen
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Zwei Neuerscheinungen über Migration in Görlitz und jüdische Schlesier in Israel Die Publikationen des Schlesischen Museums widmen sich zwei historischen Themenkreisen, die bisher nicht zusammenhängend erforscht und publiziert worden sind. Beide Neuerscheinungen sind im Museumsladen erhältlich. Mit der Publikation „Heimat und Fremde" gab Martina Pietsch fünfzehn Beiträge einer Tagung vom Februar 2009 heraus, die sich mit Migration, Bevölkerungswandel und Städtebau in Görlitz/Zgorzelec seit 1933 befaßten. Es ist ein Kompendium zur jüngsten Geschichte der deutsch-polnischen Doppelstadt entstanden. Kulturreferent Maximilian Eiden publizierte unter dem Titel „Von Schlesien nach Israel" eine Vortragsreihe, die in den Jahren 2008 bis 2009 am Schlesischen Museum stattfand. Acht Autoren gehen dem Schicksal jener jüdischen Schlesier nach, denen die Flucht vor dem Holocaust nach Israel gelang. Es wird ihr Beitrag zum sozialen und kulturellen Leben ihrer neuen Heimat, des Staates Israel sichtbar. - Martina Pietsch (Hg.): Heimat und Fremde. Migration und Stadtentwicklung in Görlitz und Zgorzelec seit 1933. 164 Seiten, Abbildungen und Diagramme, Preis: € 13,90 - Maximilian Eiden (Hg.): Von Schlesien nach Israel. Juden aus einer deutschen Provinz zwischen Verfolgung und Neuanfang. 112 Seiten, Abbildungen, Preis: € 12,80
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Neuerwerbungen
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Seltenes Frühwerk von Otto Mueller
In Kürze wird man im Schlesischen Museum eines der seltenen Jugendwerke von der Hand des Expressionisten Otto Mueller (1874-1930) sehen können. Die Ernst von Siemens Kunststiftung kaufte das Bild auf Vermittlung des Sc hlesischen Museums. Es wird dem Museum dauerhaft als Leihgabe zur Verfügung stehen. Das Porträt zeigt den 14-jährigen Ivo Hauptmann, den ältesten Sohn des großen schlesischen Dichters Gerhart Hauptmann. Hauptmann setzte sich früh für seinen zwar schwierigen, aber begabten Neffen ein und versuchte sein künstlerisches Talent zu fördern. Beide lernten sich vermutlich in Görlitz kennen, wo Mueller aufwuchs und die Eltern Gerhart Hauptmanns kurze Zeit lebten. Der Dichter erreichte, dass Mueller nach einer unbefriedigenden Lithographen-Lehre ein Studium an der Dresdener Kunstakademie aufnehmen konnte. Dort erhielt er viel Hilfe durch Hauptmanns geschiedene Frau Marie, die ihn häufig „durchfütterte" und mit kleinen Porträtaufträgen versorgte. Bereits 1895 malte er für Marie Hauptmann Porträts ihrer in Görlitz lebenden Schwiegereltern. Otto Muellers enger Kontakt zur Familie beeinflusste sicherlich Ivo Hauptmanns eigene Hinwendung zur Kunst, denn Muellers charismatische Ausstrahlung beeindruckte den Jüngeren nachhaltig. Noch zwei Jahrzehnte lang bestand ein enger Kontakt zwischen den beiden Künstlerfreunden. Das Porträt befand sich bisher immer im Besitz der Familie.
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in Kruzifix kehrt nach Schlesien zurück
 Viele Exponate des Schlesischen Museums haben eine bewegte und meist auch bewegende Geschichte hinter sich. Das gilt auch für ein Kruzifix, das jüngst aus dem fernen Ohio wieder nach Schlesien zurückkehrte. Es handelt sich um eine Arbeit des Holzbildhauers Cyrillo dell'Antonio (1876-1971), der seit 1903 an der Holzschnitzschule in Bad Warmbrunn lehrte und sie ab 1922 bis zu seiner Pensionierung 1940 leitete. Das Kreuz gelangte 1945 in den Besitz des Pfarrers Werner Schmauch (1905-1964), der kurz vor Kriegsende die evangelische Gemeinde seines Heimatortes Bad Warmbrunn übernahm. Nach der Vertreibung brachte ein Bekannter das Kreuz heimlich über die Neiße nach Görlitz, wo Pfarrer Schmauch bis 1950 Mitglied der schlesischen Kirchenleitung war. Es zog mit ihm nach Berlin, als Schmauch dort eine Professur an der Berliner Humboldt-Universität erhielt, und hing dann bis zu seinem Tod 1964 in seinem Arbeitszimmer in Greifswald. Sein Sohn Christoph, der die DDR bereits 1953 verlassen hatte, nahm es noch vor der Wende mit nach Amerika. Nun brachte er es kürzlich per Flugzeug von Columbus/Ohio wieder nach Görlitz, um es dem Schlesischen Museum zu schenken. Dem gebürtigen Breslauer Schmauch liegt Schlesien noch immer sehr am Herzen. Er pflegt zahlreiche persönliche Kontakte diesseits und jenseits der Grenze und ist auch in der Görlitzer Öffentlichkeit kein Unbekannter mehr.
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Neu im Schlesischen Museum: ein barocker Meßkelch aus dem ehemaligen Prämonstratenserkloster St. Vinzenz in Breslau
Mit Hilfe der Ernst von Siemens Kunststiftung hat die Sammlung des Schlesischen Museums einen bedeutenden Zuwachs erfahren: ein prunkvoller barocker Meßkelch, 1693 datiert, aus dem ehemaligen Prämonstratenserkloster St. Vinzenz in Breslau, der dort noch bis in die 1930er Jahre nachgewiesen ist. Der Kelch ist von einem reichen, in Treibarbeit gefertigten Reliefdekor aus Akanthus- und Weinranken, Trauben und Granatäpfeln fast flächendeckend überzogen. Auffällig sind die geschnittenen roten und blauen Glassteine, die Kuppa und Nodus zieren, vor allem aber vier große, figürlich gestaltete und in Tiefschnitt ausgeführte Glasmedaillons am Fuß. Vor allem diese sehr qualitätvollen Glasschnitte machen die kulturgeschichtliche Bedeutung des Kelches aus. Der Tiefschnitt wurde ursprünglich bei der Bearbeitung edler Steine angewandt. Seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts übertrugen schlesische Glasschneider die Technik auf Glas und begründeten damit die europäische Vorrangstellung schlesischen Glases in den folgenden Jahrzehnten. Eine Widmung am Fußrand erläutert die Entstehung und Bestimmung des Kelches. Pater Gottfried Hübner, Mönch bei St. Vinzenz, erhielt ihn als Geschenk von seinen Eltern zur Feier seiner Primiz. Eine Familie Hübner, die als „Juweliere" bezeichnet werden und in der der Name Gottfried vorkommt, ist im Breslau des 17. Jahrhunderts nachzuweisen. Juweliere sind in dieser Zeit spezialisierte Gold- und Silberschmiede, die sich mit der Fassung edler Steine beschäftigen. Es ist zu vermuten, daß der ungemarkte Kelch im Umkreis dieser Familie entstanden ist.
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Mitarbeiter
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Für 12 Monate im Museumsteam: Romana Roszak und Jessica Sobotta
Im September 2011 begann der bereits fünfte Jahrgang des Freiwilligendienstes im Schlesischen Museum. Hier möchte man die ideenreichen und engagierten jungen Mitarbeiter nicht mehr missen. Romana Roszak hat Germanistik in Posen sowie Europäische Studien und Judaistik in Breslau studiert. Durch das Programm „Partner - Freiwilligentandem International" ist sie auf das Schlesische Museum au fmerksam geworden. Damit ermöglicht der Paritätische Wohlfahrtsverband jeweils zehn jungen Leuten aus Deutschland und Polen, einen Freiwilligendienst im Nachbarland zu leisten. So kann Romana Erfahrungen im Bereich Kulturmanagement in Deutschland sammeln. Sie unterstützt den Kulturreferenten Maximilian Eiden und widmet sich einem geplanten Projekt zur Geschichte der Juden in Schlesien. Jessica Sobotta absolvierte das Stiftsgymnasium in Xanten und ist im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes am Museum tätig. Sie übernimmt Aufgaben in der Öffentlichkeitsarbeit und der Museumspädagogik. Der Wechsel von der Schule in den Berufsalltag war für Jessica mit dem Umzug ihrer Familie nach Görlitz verbunden. Ihre Eltern wollten ihrer polnischen Heimat wieder ein Stück näher rücken. Ein Jahr Arbeit am Schlesischen Museum - das bedeutet für Romana und Jessica Erfahrungen im Projektmanagement, neues Wissen über die Geschichte und Kultur Schlesiens und viel Übung in der deutschen bzw. polnischen Sprache. Aber beide freuen sich vor allem auch auf neue Freunde, die sie in Görlitz gewinnen möchten.
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Exkursion
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EXKURSIONEN ZU „POETISCHEN ORTEN"
Schauplätze der Werke und Lebensorte von Gerhart und Ivo Hauptmann
Wochenendexkursion vom 23. bis 24. Juni 2012
Ein Angebot des Schlesischen Museums und des Kulturreferenten
Die erste S tation unserer Reise ist Breslau, wo Gerhart Hauptmann die Realschule besuchte und erste Theatererfahrungen sammelte. Unsere Stadtbesichtigung auf Hauptmanns Spuren führt unter anderem zum ehemaligen Stadttheater (heute Oper) und zur Jahrhunderthalle, Inszenierungsort seines „Festspiels in deutschen Reimen" im Jahr 1913. Nach einem Imbiss geht die Fahrt weiter zu den Weberdörfern Langenbielau/Bielawa und Peterswaldau/Pieszyce. Wir übernachten in einem ehemaligen Schloss bei Waldenburg. Am Sonntag fahren wir durch den Geburtsort Bad Salzbrunn und zu dem heute für seine radikalen, kritischen Inszenierungen berühmten Waldenburger. Theater. Nach dem Mittagessen geht es ins Gebirge, wo wir die historischen Weberhäuser „zwölf Apostel" in Schömberg, das Haus Wiesenstein (Gerhart-Hauptmann-Haus) in Agnetendorf mit den Fresken von Johannes Maximilian Avenarius und das Carl- und Gerhart-Hauptmann-Haus in Schreiberhau besuchen.
→ Leitung: Dr. Johanna Brade und Dr. Maximilian Eiden → Kosten: ca. € 150,00 pro Person (Busreise, Übernachtung, Mahlzeiten, Eintritte, Führungen) → Programmänderungen vorbehalten, Informationen auf Anfrage →Anmeldeschluss: 1. Juni 2012 islawe@gschlesisches-museum.deInformation und Anmeldung: Dr. Maximilian Eiden, meidengschlesisches-museum.de, oder per Post an das Schlesische Museum, z. H. Dr. Maximilian Eiden
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Auf den Spuren von Ivo und Gerhart Hauptmann
Mal-Exkursion nach Schreiberhau vom 6. bis 8. Juli 2012
Ein Angebot des Schlesischen Museums
Ausstellungskuratorin Dr. Johanna Brade und Museologin Isabella Slawek laden zu einer Wochenendreise nach Schreiberhau ein. In diesem Ort am Fuße des Riesengebirges entwickelte sich um 1900 eine lebhafte Künstlerkolonie. Von zentraler Bedeutung war dabei das Schreiberhauer Haus der Dichterbrüder Carl und Gerhart Hauptmann. Begleiten Sie uns auf eine Entdeckungsreise und lassen Sie sich von diesem Ort und seiner überaus reizvollen landschaftlichen Kulisse zu eigener Malerei inspirieren. Dabei sind besondere künstlerische Vorkenntnisse keine Voraussetzung. Es wird Gelegenheit sein, die Hauptmann-Museen in Schreiberhau und Agnetendorf sowie das Haus des Malers Vlastimil Hofmann in Schreiberhau zu besuchen.
→ Abreise: 6. Juli, 14.00 Uhr, auf der polnischen Seite der Altstadtbrücke → Kosten: ca. € 100,00 (Busreise, 2 Übernachtungen DZ/HP im Hotel Szklarka, EZ-Zuschlag € 10,00 ), Eintritte übernimmt das SMG → Begrenzte Teilnehmerzahl: 15 Personen → Anmeldung bis 31. Mai: Jessica Sobotta, Telefon +49 3581 8791-134, jsobotta@schlesisches-museum.de, oder Isabella Slawek, Telefon +49 3581 8791-128, islawe@gschlesisches-museum.de
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Angebote des Kulturreferenten für Schlesien in Kooperation mit der Stiftung Evangelisches Schlesien
Benjamin Schmolck und barocke Musikkultur
Tagesexkursion nach Schweidnitz/Œwidnica am Samstag, 9. Juni 2012
Vor 275 Jahren starb Benjamin Schmolck, ein bedeutender Liederdichter, Erbauungsschriftsteller und wohl der bekannteste Pfarrer an der Friedenskirche Schweidnitz. Nach der Besichtigung des Weltkulturerbes Friedenskirche erwartet uns ein Vortrag des Musikhistorikers Dr. Stefan Aderhold. Dann unternehmen wir einen Spaziergang durch Schweidnitz, wo viel Neues zu entdecken ist. Den Abschluss bildet eine musikalische Vesper in der Friedenskirche mit Liedern von Benjamin Schmolck. Ein Seh- und Hörgenuß!
→ Kosten: ca. € 40,00 pro Person
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Der Kahn der fröhlichen Leute
Exkursionen nach Beuthen an der Oder/Bytom Odrzañski, Neusalz/Nowa Sól und Carolath/Siedlisko am Freitag,13. Juli 2012, und Samstag, 25. August 2012
„Der Kahn der fröhlichen Leute" heißt ein Buch von Jochen Klepper, dem wohl bekanntesten Sohn Beuthens an der Oder. Die Stadt, im Unterschied zum oberschlesischen Beuthen auch Kuh-Beuthen genannt, hat eine erstaunliche Geschichte. Auf unserem Rundgang durch die Stadt mit bedeutenden Renaissance-Bauten hören wir insbesondere von der Familie von Schoenaich. Georg von Schoenaich gründete hier 1601 das „Gymnasium Academicum" mit 12 Lehrstühlen, das in enger Beziehung zu Görlitz stand. Mit dieser Schul- und mehreren Kirchenstiftungen schuf er ein Zentrum evangelisch-reformierten Lebens in Schlesien. Am rechten Ufer der Oder liegt Carolath, die Residenz des früheren Fürstentums Carolath-Beuthen-Schoenaich mit den Resten des Schlosses. Weiter stromab kommen wir nach Neusalz, das seine Entstehung den Salzsiedepfannen verdankt. Bekannt wurde es auch durch die Herrnhuter Brüdergemeine, die mit dem Handels-und Bankhaus Meyerotto, den Textilwerken der Brüder Gruschwitz und weiteren Fabriken lange die Wirtschaft des Umlandes prägten.
→ Kosten: ca. € 40,00 pro Person (Restplätze an beiden Terminen vorhanden) → Exkursionsleitung: Margrit Kempgen, Dr. Maximilian Eiden → Information und Anmeldung: Stiftung Evangelisches Schlesien, evschlesien@kkvsol.net, Telefon +49 3581 74 42 05
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Museum für Kinder und Jugendliche
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Veranstaltungsangebote zur Sonderausstellung
Malwerkstatt
Samstag,16. Juni,1400 - 16.30 Uhr
Wir laden zu einem Versuch im Aquarellmalen ein! Mit einer Einführung in diese Maltechnik möchten wir Euch ermuntern, Euer ästhetisches Empfinden durch Experimentierfreude und Improvisationsfähigkeit zu fördern. → Beitrag: € 5,00 (Eintritt und Material) → Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen → Treff: Museumskasse Schönhof
„Mit Bildern beschreiben — mit Gedichten malen"
Werdet selbst zu Sprach- und Farbkünstlern! Gemeinsam suchen wir nach Worten, um die gemalten Landschaften Ivo Hauptmanns zu beschreiben. Wir entwerfen Bilder zu den Vertonungen von Gedichten und Landschaftsbeschreibungen Gerhart Hauptmanns und lassen eine Collage aus Klängen und Farben entstehen.
→ für Schulklassen und Hortgruppen, Termine nach Absprache
Schreibwerkstatt „Ein Ort so schön wie ein Gedicht" Landschaften und Orte wecken in uns Gedanken und Gefühle. Gerhart Hauptmann hat das in Gedichten zum Ausdruck gebracht, Ivo Hauptmann in seinen Bildern. Kennt ihr auch solche poetischen Orte? Wo kann man sie finden? Mit kreativen, selbst verfassten Versformen machen wir uns auf den Weg. → für Schüler ab Klasse 3, Termine nach Absprache → Anmeldungen: Isabella Slawek, Telefon +49 3581 8791-128 oder kontakt@schlesisches-museum.de
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Theater
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„Vor Sonnenaufgang" 7. Sächsisches Theatertreffen ehrt Gerhart Hauptmann
6. bis 13. Mai 2012 in Görlitz und Zittau
 Das alle zwei Jahre stattfindende Theatertreffen würdigt anläßlich des Jubiläumsjahres 2012 den Dichter Gerhart Hauptmann am gleichnamigen Theater Görlitz-Zittau. Der Schwerpunkt der Inszenierungen liegt auf dem sozialen Drama im Spannungsfeld von Tradition und Moderne. Vom 6. bis 13. Mai 2012 stellen elf sächsische und drei polnische Theaterensembles ihren Beitrag in insgesamt über 20 Aufführungen vor - mit meist eigens zum Thema erschaffenen Inszenierungen. So auch das Gerhart-Hauptmann-Theater mit der „Winterballade", die am 12. Mai Premiere hat. Zahlreiche Begleitveranstaltungen wie Kolloquien und Partys laden zu einer außergewöhnlichen und vielfältigen Theaterwoche nach Görlitz und Zittau ein. Die Auseinandersetzung mit dem großen Dramatiker verspricht - sowohl von deutscher als auch von polnischer Seite aus - neue Impulse für eine lebendige Erinnerung und eine moderne, grenzübergreifende Kulturpolitik zu liefern. → Informationen: www.g-h-t.de/de/Theatertreffen, → Anne Mechling-Stier: theatertreffeng@g-h-t.de, Telefon 0173 5881460
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Texte und Abbildungen aus Info-Blättern des Schlesischen Museums
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Kulturreferent am Schlesischen Museum
Zum 1. Mai 2009 hat der bisherige Kulturreferent am Schlesischen Museum, Dr. Michael Parak, seine Görlitzer Tätigkeit beendet, um als Geschäftsführer zum Verein “Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V.” in Berlin zu wechseln. Sein Nachfolger ist Dr. Maximilian Eiden. Herr Eiden hat bei Professor Joachim Bahlcke in Stuttgart promoviert.
Nachstehend die persönliche Vorstellung von Dr. Maximilian Eiden:
Am 2. Juni 2009 habe ich die Stelle des Kulturreferenten für Schlesier angetreten. Ich freue mich über die freundliche Aufnahme in Görlitz und das neue berufliche Wirkungsfeld. Als Polonist und Historiker beschäftige ich mich seit zwölf Jahren mit der Geschichte und Kultur Schlesiens. Im Zentrum meiner neuen Tätigkeit steht die kulturelle Breitenarbeit. Gern knüpfe ich dabei an die Arbeit meiner eng agierten und kompetenten Vorgänger, Dr. Tobias Weger und Dr. Michael Parak, an. Ich möchte Einblicke in die vielen Facetten schlesischer Kultur in Vergangenheit und Gegenwart bieten. Dabei sollen weder die bitteren noch die hoffnungsvollen Kapitel vergessen werden. Wichtige Partner werden Schulen, Bildungseinrichtungen und Museen sein. Ich plane Vorträge, Exkursionen und Veröffentlichungen sowie Fortbildungen für Lehrer und Journalisten. Der monatliche „Silesia-Newsletter" wird weiterhin erscheinen. Schlesische Heimatvereinigungen können an mich ihre Anträge auf Projektförderung auf Bundesmitteln richten. Mit meinen Initiativen möchte ich die ehemaligen Bewohner Schlesiens, deren Kinder und Enkel, aber auch andere Interessierte mit den heutigen Bewohnern ins Gespräch bringen. Mir macht es Hoffnung, daß Deutsche, Polen, Tschechen und andere die vielfältige Kultur Schlesiens zunehmend gemeinsam entdecken und ihr neue Anstöße geben. Dazu will ich beitragen.
Von dieser Stelle Glück und Erfolg für die nicht leichte Arbeit des Kulturreferenten!
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Der Förderverein des Museums
Verein der Freunde und Förderer des Schlesischen Museums zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e. V.
In Deutschland wächst das Interesse an Kultur und Geschichte Schlesiens. Schlesien war und ist eine Kulturregion von hohem Rang. Dies überzeugend darzustellen und zur Geltung zu bringen, ist im Schlesischen Museum zu Görlitz gelungen. Das Museum will außer den heimatvertriebenen Schlesiern und deren Nachkommen selbstverständlich auch Menschen ansprechen, die keinen persönlichen Bezug zu Schlesien haben. Der Verein der Freunde und Förderer möchte das Museum weithin bekannt machen, um viele Menschen auf dieses, wie Johann Wolfgang von Goethe sich ausdrückte, „zehnfach interessante Land” hinzuweisen. Die Mitglieder des Vereins, gleichsam die Botschafter des Museums, erhalten durch die „Mitteilungen aus dem Schlesischen Museum zu Görlitz” Informationen über das Geschehen im Museum. Der Verein veranstaltet in Görlitz Vortragsabende unter dem Titel „Das besondere Objekt”. Durch Spenden ermöglicht er dem Museum das Erwerben weiterer interessanter Objekte. Das Museum mit finanziellen Mitteln beim Erwerb von dinglichem Kulturgut zu unterstützen, ist eine besonders wichtige Aufgabe des Fördervereins. Schon jetzt sind die Mittel der öffentlichen Hand zum Ankauf von Exponaten zur Verfügung stellt, äußerst gering. Die Haushaltslage macht es nicht wahrscheinlich, daß ich an dieser Situation mittelfristig etwas ändert. Vielmehr steht zu befürchten, daß in den kommenden Jahren keine investiven Mittel mehr bereitgestellt werden. Um so wichtiger ist die Hilfe, die die Freunde des Museums über ihren Förderverein ihrem Schlesischen Museum geben können.
Verstärken auch Sie die Wirksamkeit des Fördervereins mit Ihrer Mitgliedschaft und Ihren Spenden. Jeder noch so kleine Betrag ist willkommen.
Der Verein bemüht sich ferner darum, Freunde für das Museum im heute polnischen Schlesien zu gewinnen, etwa durch Vorlesewettbewerbe für Schüler mit dem Fach Deutsch und eine Einladung der Wettbewerbsteilnehmer nach Görlitz. Der Verein der Freunde und Förderer lädt jeden an der weiteren Entwicklung des Schlesischen Museums Interessierten ein, Mitglied zu werden. Die Mitgliedschaft kann über die Postanschrift
Schlesisches Museum zu Görlitz Postfach 300 461 02809 Görlitz
beantragt werden.
Bankverbindung für Spenden
Kontonummer: 40 550 BLZ: 850 501 00 Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien
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Was wäre das Schlesische Museum ohne seinen Förderverein? In der Beilage der Mitteilungen aus dem Schlesischen Museum zu Görlitz 12/2009 präsentiert der Vereinsvorsitzende Dr. Klaus Schneider einen “Bildfund”. Es handelt sich um ein Gemälde von Max Wislicenus, das der Förderverein mit Spendenmitteln seiner Mitglieder für das Museum anzukaufen gedenkt. Doch lesen Sie selbst den Beitrag von Klaus Schneider zu diesem Bild:
Ein schöner Fund nach Redaktionsschluß Im Spendenaufruf ist davon die Rede, daß das Schlesische Museum einige interessante Objekte im Visier habe, die es gerne erwerben würde. Nun hat sich ganz überraschend kurz vor dem Versand dieser Ausgabe der „Mitteilungen" ein Angebot konkretisiert: Das nebenstehend abgebildete Gemälde von Max Wislicenus, „Der Zackelfall in Schreiberhau", ist für 4000 Euro zu haben. Wir haben den Versand der „Mitteilungen" verschoben und noch rasch dieses Blatt als Einlage herstellen lassen, damit Sie einen Eindruck davon erhalten, für welches Objekt die Spenden verwendet werden sollen. Dr. Johanna Brade, Kunsthistorikerin des Schlesischen Museums, beurteilt das Bild wie folgt: Das Gemälde „Der Zackelfall in Schreiberhau" (Öl/Pappe, 29,8 x 59 cm) gehört zu den Entwürfen für einen Bilderzyklus, den der Breslauer Akademieprofessor Max Wislicenus (1861 — 1957) im Jahr 1918 für die Halle des Riesengebirgsmuseums in Hirschberg im Auftrag des Preußischen Kultusministeriums entwarf. Von den fünf Wandgemälden, die damals als Attraktion in Reiseführern erwähnt wurden, ist heute nur noch eines erhalten. Das Gemälde ist daher ein wichtiges historisches Dokument zu den ehemaligen Sammlungen des Riesengebirgsvereins und darüber hinaus ein hochwertiges Beispiel für die Kunst des Jugendstils in Schlesien. Ich hoffe, daß Ihnen das Bild gefällt, und daß Sie es für eine gute Sache halten, wenn das Schlesische Museum das Gemälde durch Ihre Mithilfe erwerben kann. K Schneider
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