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Ostpreußisches Landesmuseum
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DIE DAUERAUSSTELLUNGflugmodell

In seiner Dauerausstellung zeigt das Ostpreußische Landesmuseum in mehreren fachmännisch gestalteten Dioramen ostpreußischen Landschaften mit Jagd- und Forstgeschichte. Die Landesgeschichte wird vom 13. Jahrhundert bis zum Jahr 1945 dargestellt. Dazu gehören Landwirtschaft, Tierzucht und Fischerei genauso wie Wißenschaft, Bildung und Literatur. Ein Schwerpunkt im Museum ist zweifelsohne seine reiche Bernsteinsammlung, zu der sich sich Silber- und Zinnarbeiten sowie keramische Zeugnisse des Landes gesellen. Sehenswert sind die Zeugnisse der Bildenden Kunst in der Dauerausstellung. Zahlreiche, immer wieder neu konzipierte Sonder- und Kabinettausstellungen, oftmals gemeinsamen erarbeitet mit befreundeten Museum unserer östlichen Nachbarländer ergänzen die ständige Ausstellung und tragen mit dazu bei, ein lebendiges Bild von der reichen Kultur Ostpreußens zu vermitteln. Nebenstehende Abbildung verweist auf eine Ausstellung zur Sportfliegerei im Vorkriegsostpreußen. Mit dieser Retrospektive auf Vorkriegsaktivitäten konnten zahlreiche interessierte Besucher angesprochen  werden. Sie waren von der Qualität der Exponate und der Ausstellung begeistert.

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Programm des Ostpreußischen Landesmuseums  im August

Das Museumsteam informiert über sein Programm:
Liebe Freundinnen und Freunde des Ostpreußischen Landesmuseums und unserer Deutschbaltischen Abteilung,
auch bei uns im Museum kehrt im Ferienmonat August ein wenig Ruhe ein, ganz müssen Sie jedoch nicht auf uns verzichten, es warten ein paar ganz besondere Highlights auf Sie:
Am ersten Dienstag des Monats, dem 2. August, führt Museumsdirektor Dr. Joachim Mähnert durch die Dauerausstellung zu verschiedenen Kapiteln der oft schwierigen deutsch/preußisch-polnischen Geschichte; ein Beispiel: Vor 250 Jahren, am 5.8.1772, wurde der Vertrag der ersten Teilung Polens unterzeichnet, für Preußen ein wichtiger strategischer Zugewinn, für Polen der Beginn einer über 100 Jahre währende Nichtstaatlichkeit. Mit unserem Kurator Dr. Eike Eckert können Sie am 16. August abtauchen in die Welt von Macht, Pracht und Intrigen in Kurland und am russischen Zarenhof, in der Herzog Ernst Johann von Biron ein wichtige Rolle spielte, der vor 250 Jahre starb.
Anläßlich des 100. Todestags von Wilhelm Voigt, wahrscheinlich kennen die meisten von Ihnen ihn besser als falschen „Hauptmann von Köpenick“, wartet ein spannender Vortrag von Dr. Katja Schlenker und Prof. Winfrid Halder auf Sie.
Wer bei dem schönen Wetter mehr Lust auf einen Ausflug an der frischen Luft hat, ist genau richtig bei unserer Exkursion in den Wildpark Lüneburger Heide, gemeinsam mit unserem Kurator Dr. Christoph Hinkelmann und mit Silke Straatman erfahren Sie dort alles rund um den Elch.
Ende des Monats bieten wir wieder eine Sommerakademie für Erwachsene an, gemeinsam mit der Künstlerin Elena Steinke widmen Sie sich dem Porträt in der Ölmalerei.
Da die Tickets begrenzt sind und schon im Vorverkauf bei der Buchhandlung Lünebuch zu erhalten sind, möchten wir Sie bereits jetzt auf eine Veranstaltung im September aufmerksam machen: Kirsten Boie liest am 14. September aus Ihrem Buch "Heul doch nicht, du lebst ja noch", eine bewegende Geschichte im zerstörten Nachkriegs-Hamburg.
Unsere Sonderausstellung "Der Elch - Klischee und Wirklichkeit eines Symboltiers"  können Sie auch im August wie gewohnt besuchen, die Kabinettausstellung "Königsberger Rot - Erinnerungsarchäologie. Arbeiten von Frank Popp (1941-2020)" läuft jedoch nur noch bis zum 7. August, die letzte Chance auf eine Führung haben Sie bei der Finissage am 7. August.
Weitere Einblicke in unser Museum bekommen Sie digital über Facebook, Instagram, unseren Blog oder auf Youtube. Hier ganz aktuell und passend zur Urlaubsstimmung ein Film über das Werk "Masuren – Ostpreußens vergessener Süden" von Andreas Kossert .
Wir wünschen Ihnen einen schönen August!
Ihr Team des Ostpreußischen Landesmuseums


Unsere aktuellen Ausstellungen

Sonderausstellung:
"Der Elch - Klischee und Wirklichkeit eines Symboltiers
"
Noch bis 16.10.2022
Der größte Hirscol_084h der Welt und ein in Europa sehr beliebtes Wildtier – der Elch! In unserer neuen Sonderausstellung erfahren Sie Spannendes zu einem Tier, das zum Symbol der Ostpreußen wurde. Seine besondere Geweihform, die große Nase, sein staksiger Gang und die Fähigkeit, sich schon in lichter Vegetation fast unsichtbar zu machen, ließen die Menschen eine besondere Beziehung zum Elch entwickeln. Er war Mythos, eine Verbindung zu den Göttern, beliebtes Motiv in der Kunst, aber auch ein wertvolles Reservoir für Nahrung und Gebrauchsgegenstände.
Heute werden Elche durchweg positiv gesehen und zählen zu den am häufigsten in der Werbung eingesetzten Tieren. Die Lebensräume der Elche wurden häufig vom Menschen besiedelt, weshalb sie schon früh aus Mitteleuropa verschwunden sind. Seit einigen Jahren kommen jedoch immer wieder Elche über die Grenzen im Osten und Südosten. Können sie in Deutschland wieder heimisch werden?

Kabinettausstellung:
"Königsberger Rot - Erinnerungsarchäologie. Arbeiten von Frank Popp (1941-2020)"

Noch bis 7.8.2022
Frank Popp, geboren 1941 in Königsberg, begann sein künstlerisches Werk mit der Malerei, wechselte jedoch bald zur Objektkunst. Das Sammeln und Ordnen wurde dabei immer mehr zu seinem Arbeitsprinzip. Einigen seiner Arbeiten verlieh er darüber hinaus eine dokumentarische Aussage. Auf Reisen gesammelte Gegenstände, die er strukturiert zusammenfügte, benannte er als „Reisearchäologie“. Entsprechend formte er auch den Begriff der „Erinnerungsarchäologie“ bei den Objekten, die zu seiner ostpreußischen Familiengeschichte in Beziehung stehen. So erzählt zum Beispiel die Assemblage „Annelieses Fahrrad“, die Geschichte seiner Flucht im Jahr 1949, über die „grüne Grenze“ von Gotha in den Westen. In einer tiefen Senke mußte dabei das Fahrrad schweren Herzens zurückgelassen werden, dessen traurigen Rest Frank Popp einige Jahrzehnte später aufstöberte. Die von Popp gestalteten Erinnerungen an seine Herkunft aus Königsberg verbinden sich in dieser Ausstellung mit der Erinnerung an den Künstler selbst, der 2020 in Hannover verstarb.

Unsere Veranstaltungen im August 2022

Dienstag, 2. August 2022, 14.30 Uhr
In der Reihe Museum Erleben: Polens Untergang – die „Geburtsstunde“ Ostpreußens?
Führung mit Museumsdirektor Dr. Joachim Mähnert
3,00 € zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
Die gemeinsame Historie der Nachbarn und heutigen EU- und NATO-Partner Polen und Deutschland ist vielfach belastet. Dies begann keineswegs erst mit dem Angriffskrieg und den millionenfachen Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands ab 1939. Schon im Mittelalter bekriegten sich der Deutsche Orden und das Königreich Polen-Litauen. Preußen wiederum war wesentlich an den schon damals rechtlich umstrittenen Teilungen Polens beteiligt, die mit dem Petersburger Vertrag am 5.8.1772, vor genau 250 Jahren, eingeleitet wurden. Damals wurde grob das vormalige polnische „Königliche Preußen“ zur preußischen Provinz „Westpreußen“. Das bisherige Herzogtum Preußen nannte man fortan „Ostpreußen.“ Museumsdirektor Dr. Joachim Mähnert führt durch verschiedene Kapitel deutsch/preußisch-polnischer Geschichte.
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.

Sonntag, 7. August 2022, 14.00 Uhr
Finissage der Kabinettausstellung „Königsberger Rot“
Sonntagsführung durch die aktuelle Kabinettausstellung mit dem Kurator Dr. Jörn Barfod
1,50 € zzgl. Eintritt
Am ersten Sonntag im August bekommen Sie die letzte Chance auf einen Besuch der aktuellen Kabinettausstellung „Königsberger Rot – Erinnerungsarchäologie. Arbeiten von Frank Popp“ im Ostpreußischen Landesmuseum. Gemeinsam mit dem Kurator der Ausstellung Dr. Jörn Barfod können Sie ein letztes Mal die einzigartige Objektkunst Frank Popps (1941-2020) erleben und alles über die Hintergründe seiner Werke erfahren. Popps Arbeitsprinzip war das Sammeln und Ordnen von Objekten, diese fügte er zu besonderen Assemblagen mit eigenem Wesen und eigener Geschichte zusammen. In der Ausstellung finden Sie besonders die Werke des Künstlers, die in Verbindung mit seiner Familiengeschichte stehen, sie thematisieren zum Beispiel seine Flucht aus der DDR, setzen sich aber auch mit gesellschaftskritischen Themen wie Umweltverschmutzung auseinander.
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.

Donnerstag, 11. August 2022, 15.00-17.00 Uhr
„Im Garten des Malers“ – Impressionistische Malerei (11.08.2022)ol_083
Kinderclub mit Jenke Eichhorn
Eintritt frei!
Zunächst werden wir die Frage klären: „Was ist eigentlich Impressionismus?“ und wie er sich in der Malerei äußerte. Dabei werden wir über den berühmten französischen Maler Claude Monet sprechen und in die Kunstabteilung des Museums gehen. Anschließend werden wir selbst kreativ und malen impressionistische Bilder.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 7 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.

Dienstag, 16. August 2022, 14.30 Uhr
In der Reihe Museum Erleben: Macht. Pracht und Intrigen in Kurland
Vortrag von Dr. Eike Eckert
3,00 € zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
Vor 250 Jahren verstarb Ernst Johann von Biron, seit 1737 Herzog von Kurland und Semgallen. Als Günstling der Zarin Anna Ivanovna lenkte er für ein Jahrzehnt die Regierungsgeschäfte Russlands. Der als ehrgeizig und habgierig dargestellte Biron schuf in seinem Herzogtum Prachtbauten wie das Schloß Ruhental/Rundale. Gleichzeitig war er dem russischen Adel verhaßt. Als er 1740 als Regent des Russischen Reiches den Gipfel seiner Macht erreichte, wurde er festgenommen und nach Sibirien verbannt. Dr. Eike Eckert beleuchtet die außergewöhnlichen Karriere Birons, die mit der Verbannung noch keinesfalls beendet war.
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.

Mittwoch, 24. August 2022, 18.30 Uhr
Ein Schuster aus Tilsit und ein falscher Hauptmann in Köpenick. Zum 100. Todestag von Wilhelm Voigt (1849–1922)
Vortrag mit Textbeispielen von Dr. Katja Schlenker und Prof. Dr. Winfrid Halder
5,00 € Eintritt
Vermutlich würde heute niemand mehr wissen, wer Wilhelm Voigt war, hätte er nicht einmal in seinem ansonsten eher trüben Leben eine zündende Idee gehabt. Der 1849 im ostpreußischen Tilsit geborene Voigt folgte seinem Vater im Beruf des Schuhmachers, kam allerdings schon als Heranwachsender mit dem Gesetz in Konflikt. Als 57jähriger hatte er 1906 deutlich mehr als die Hälfte seines Daseins in verschiedenen preußischen Haftanstalten verbracht, verurteilt wegen Diebstahls, Raub, Urkundenfälschung und anderer Delikte. Nun wollte Voigt sich wohl ein ruhigeres Leben verschaffen, als er älter wurde. Der »Coup«, den er sich dazu ausdachte, hat dem straffälligen Schuster aus Ostpreußen als falschem »Hauptmann von Köpenick« eine Art Unsterblichkeit verschafft. Voigt hatte sich eine Hauptmannsuniform besorgt und diese am 16. Oktober 1906 angelegt, woraufhin eine ihm zufällig begegnende kleine Formation von Soldaten sofort seinen Befehlen folgte. Mit seinen »Untergebenen« besetzte er das Rathaus der damals noch vor Berlin liegenden Stadt Köpenick, stellte den verdutzten, aber ebenfalls gehorchenden Bürgermeister unter Arrest und entschwand dann mit der mehrere Tausend Mark enthaltenden Stadtkasse. Als Voigt einige Tage später verhaftet wurde, war er schon eine Berühmtheit und wurde es erst recht durch den folgenden Prozeß, der ihn wieder ins Gefängnis brachte. Kaiser Wilhelm II., der kaum etwas so liebte wie prächtige Uniformen, zeigte einigen Humor und begnadigte Voigt bald darauf. Danach lebte der »Hauptmann« zeitweilig nicht schlecht von der Vermarktung seiner Geschichte. Aus der hat Carl Zuckmayer 1931 eines der erfolgreichsten deutschen Theaterstücke des 20. Jahrhunderts gemacht.
Prof. Dr. Winfrid Halder ist Direktor der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf. Dr. Katja Schlenker ist Kuratorin der Stiftung.
Dies ist eine Veranstaltung des Kulturreferats am Ostpreußischen Landesmuseum.
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.

Donnerstag, 25. August 2022, 15.00-17.00 Uhr
Das Meer in der Kunst
Kinderclub mit Jenke Eichhorn
Eintritt frei!
Passend zum Sommer beschäftigen sich die Kinder mit dem Meer in der Kunst. Dazu gehen sie in die Kunstabteilung des Museums und entdecken, wie unterschiedlich die Künstler das Meer dargestellt haben. Besonders interessant wird die Suche nach dem Horizont. Wo endet das Meer, und wo beginnt der Himmel und wo die Erde. Danach werden eigene wunderschöne Meeresbilder in verschiedenen Techniken gemalt.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 7 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.

Samstag, 27. August 2022, 11.00 Uhr
Elch-Besuch im Wildpark Lüneburger Heide mit Dr. Christoph Hinkelmann und Silke Straatman
Treffpunkt am Eingangstor Wildpark 1, 21271 Nindorf-Hanstedt, info@wild-park.de,
Gebühr: 5,00 € zzgl. 13,00 Eintritt Wildpark
Eigeneol_082 Anfahrt oder ab ZOB Lüneburg, Bus 5200, um 9.29 Uhr, Ankunft Wildpark 10.20 Uhr,
Fahrpreis: 5,60 € (3 Ringe)
Lange Beine und ein ausdrucksvoller Kopf sind die Markenzeichen des Elchs, des größten Hirschs der Welt. Elche sind ausdauernde Läufer, hervorragende Schwimmer und Taucher. Sie sind in der Lage, Wasserpflanzen abzuweiden und bis zu sechs Meter tief zu tauchen.
Was die faszinierenden, aber scheuen Tiere so sympathisch macht, erklärt uns bei einer Führung der Kurator Dr. Christoph Hinkelmann, der zusammen mit Silke Straatman die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den Wildpark Lüneburger Heide mit seinem in Norddeutschland einzigartigen Weidegelände für Elche begleitet. Um den Tieren täglich frisches Laub anbieten zu können, hat der Wildpark vier Hektar Weidenplantagen angepflanzt.
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.

Sonntag, 28. August 2022, 14.00 Uhr
Familienführung: Der Sonntags-Elch mit Silke Straatman
Gebühr: 1,50 € zzgl. Eintritt (Kinder haben freien Eintritt)
Eine interaktive Führung für Groß und Klein bringt den Familien die aktuelle Sonderausstellung „Der Elch – Klischee und Wirklichkeit eines Symboltiers“ näher. Wer weiß schon, daß Elche gute Schwimmer sind, oder daß sie einmal jährlich ihr Geweih abwerfen? Warum sie das tun, weshalb sie so lange Beine haben und wo die Elche überhaupt leben, das erfahren Kinder und Familien auf einer gemeinsamen Erkundungstour.
Im Anschluß werden kleine Holzelche zum Mitnehmen bemalt.
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.
Abbildung: Naturkundeabteilung, © Ostpreußisches Landesmuseum

Montag 29. August bis Mittwoch 31. Juli 2022, täglich von 11.00 bis 17.00 Uhr
Das Porträt in der Ölmalerei – Sommerakademie für Erwachsene
mit der Künstlerin Elena Steinke
Gebühr: 150,00 € (zzgl. 30,00 € Materialkosten)
Die Sommerakademie 2022 widmet sich dem Thema Ölmalerei und ihrem Potential für die zeitgenössische, künstlerische Praxis. Seit ihrer Entwicklung gilt die Ölmalerei als Königsdisziplin in der bildenden Kunst. Aufgrund ihrer maltechnischen Eigenschaften ist sie von mehreren Künstlergenerationen sehr geschätzt. Die Verwendung von Ölfarben zeigt eine faszinierende und dreidimensionale Wirkung auf der Malfläche.
Den Teilnehmern und Teilnehmerinnen wird angeboten, auf kleinformatigen Bildträgern die vielfältigen Methoden der Ölmalerei näher kennenzulernen und auszuprobieren. Zudem wird die Wirkung von ausgewählten Arbeitsschritten auf die Ausdruckskraft des Bildes erforscht.
Elena Steinke wird die Teilnehmenden in ihren Experimenten mit den Ölfarben begleiten und unterstützen. Sie stammt aus Kaliningrad, dem früheren Königsberg und wurde in der Sowjetunion als Künstlerin ausgebildet. Seit 2001 lebt und arbeitet sie in Breklum/Nordfriesland als freischaffende Künstlerin.
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.

Vorschau auf unsere Veranstaltungen im September 2022

Sonntag, 4. September 2022, 14.00 Uhr
Frauenschicksale – (Über-)Leben in der Kriegs- und Nachkriegszeit
Sonntagsführung mit Vera Thiel
Gebühr: 1,50 € zzgl. Eintritt
Wegen der großen Nachfrage im Frühjahr wird diese Sonntagsführung, die sich mit dem Schicksal von Frauen während des Zweiten Weltkrieges und in den Nachkriegsjahren beschäftigt, ein zweites Mal angeboten.
Es waren Frauen, die vom Vertreibungsschicksal besonders betroffen waren, die während der Flucht häufig extreme körperliche sowie psychische Gewalt erleben mußten und teilweise als Zwangsarbeiterinnen in Arbeitslager verschleppt wurden. Während der Nachkriegszeit mußten viele von ihnen mit ihren Kindern jahrelang in Internierungslagern leben und sich später den außerordentlichen Herausforderungen am Ankunftsort stellen. Die Frauen hatten nicht nur die belastende Situation einer Zwangseinquartierung zu bewältigen, sie mußten sich auch um die Ernährung ihrer Kinder und älteren Angehörigen kümmern. Anhand einiger interessanter Exponate aus den Bereichen Flucht, Vertreibung und Ankommen wird Vera Thiel explizit auf diese Thematik eingehen.
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.

Dienstag, 6. September 2022, 14.30 Uhr
In der Reihe Museum Erleben: Was ist Aufklärung? Von Kants Antwort bis zur heutigen Kritik
Vortrag mit Dr. Tim Kunze
3,00 € zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)ol_09
Vor gut 300 Jahren revolutionierte die Aufklärung Europa. Von Kant ausgehend stellt Dr. Tim Kunze einige Kernideen der Aufklärung vor: Wissenschaft, Menschenrechte und Fortschritt – und fragt nach den Herausforderungen für das Projekt Aufklärung heute.
Desinformation, Populismus und eine Politik des Krieges. Wie läßt sich die Aufklärung gegen ihre Gegner verteidigen, die wieder hinter ihre Errungenschaften zurückwollen? Und ist die Aufklärung tatsächlich mitschuldig an Entfremdung, Kolonialismus und der Zerstörung der Natur? Der Vortrag setzt sich insbesondere mit jenen Kritikern der Aufklärung auseinander, die uns – wie Foucault oder Hartmut Rosa – auffordern, über die Aufklärung hinauszugehen. Welche Bedeutung hat die Aufklärung für unsere moderne Gesellschaft?
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.
Abbildung: Kant am Schreibtisch, (Johannes Heydeck, 1872), © Ostpreußisches Landesmuseum, Leihgabe Stiftung Königsberg

Veranstaltungsbesuche und Führungen, auch die Sonntagsführungen, sind nur mit Anmeldung oder einer Buchung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 möglich.

Einladung zu einer Kabinettausstellungseröffnung
vom 7. Mai bis zum 7. August 2022


„Königsberger Rot” - Erinnerungsarchäologie.
Arbeiten von Frank Popp (1941-2020)“
Das Ostpreußische Landesmuseum mit seiner Deutsch-baltischen Abteilung lädt herzlich zu der Ausstellungseröffnung der neuen Kabinettausstellung am Freitag, den 6. Mai 2022 um 18.30 Uhr ein.
Der Eintritt ist frei!

Mit der Bitte um Beachtung: Eine Anmeldung unter 04131759950 oder info@ol-lg .de  ist im Vorfeld erforderlich.

Das Programm:

Grußwort:
Dr. Joachim Mähnert,  Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums
Einführung: Silke Barthelmes und Ralf Popp
Kinder von Frank Popp
Anmerkung: Dr. Jörn Barfod, Kurator der Ausstellung

Über die Aukabinettausstellung_poppsstellung:

Königsberger Rot - Erinnerungsarchäologie Arbeiten von Frank Popp (1941- 2020)

Wer kennt das nicht? Ein Gegenstand, etwas Musik, ein Geruch, ein altes Foto, ... und schon geht unser Geist auf Reisen in vergangene Zeiten, an vergessen geglaubte Orte und fügt Erinnerungen zu einem neuen, individuellen Bild.
Dieses Bild sichtbar zu machen und dabei den Menschen Anknüpfungspunkte für ihre eigene Sicht, ihre eigenen Geschichten zu schaffen, war ein zentrales Anliegen im künstlerischen Werk von Frank Popp.
Es war sein besonderes Credo - frei nach Kurt Schwitters - Verbindungenzu schaffen, zwischen möglichst allen Dingen der Welt. Fast alle seine Arbeiten entstanden aus dem Vorgefundenen.
So auch die Montage Königsberger Rot von 1994. Sie zeigt anschaulich, wie die Erinnerungsarchäologie von Frank Popp funktioniert: Fundstücke, ihre Bedeutung und Geschichten fügt er in seinen Assemblagen und Objekten neu zusammen und verleiht ihnen so eine ganz neue Gestalt mit eigenem Wesen, die wiederum dazu einlädt, die Gedanken auf Reisen zu schicken...
Frank Popp, geboren 1941 in Königsberg, studierte - gefördert von seinem Vorbild, dem Maler und Objektkünstler Hubert Berke - bis 1970 in Aachen Architektur, wurde Assistent bei Gottfried Böhm und 1977 Professor an der Hochschule Hannover im Fachbereich Kunst und Design.
Mit Malerei begann Frank Popp sein künstlerisches Werk, wechselte aber bald zur Objektkunst. Das Sammeln und Ordnen wurde dabei immer mehr zu seinem Arbeitsprinzip. Sehr vielen Arbeiten verlieh er zudem eine dokumentarische Aussage. Auf Reisen gesammelte Gegenstände, strukturiert zusammengefügt,benannte er „Reisearchäologie”. Entsprechend formte er den Begriff der „Erinnerungsarchäologie” bei den Objekten, die zu seiner ostpreußischen Familiengeschichte in Beziehung stehen.
2019 erarbeitete Frank Popp das Konzept für die lang ersehnte Kabinettausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum. Leider verstarb er unerwartet im Sommer 2020. Die von ihm gestalteten Erinnerungen an seine Herkunft verbinden sich in dieser Ausstellung mit der Erinnerung an den Künstler selbst.

Begleitprogramm zur Kabinettausstellung

Erlebnisarchäologie: Lesung der Fundgeschichtenvon Frank Popp
Mittwoch, 15. Juni 2022, 18.30 Uhr
Preis: € 4,00
Es lesen Ralf Popp und Silke Barthelmes, die Kinder vonFrank Popp.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: info@ol-lg.de

Museum erleben: „Erinnerungsarchäologie”
Dienstag, 5. Juli 2022, 14.30 bis 16.30 Uhr
Preis: Eintritt zzgl. 3,00 € (inkl. Tee, Kaffee und Gebäck)
Eine Führung mit dem Kurator Dr. Jörn Barfod.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: info@ol-lg.de

Kunstworkshop für Erwachsene:
Eine Frage der Beziehung - Bildobjekte aus
Fundstücken gestalten
mit der Künstlerin Ina Robert.
Samstag, 9. Juli 2022, 11.00 bis 17.00 Uhr und
Sonntag, 10. Juli 2022, 11.00 bis 16.00 Uhr
Kosten: € 120,00
Die Werke des Künstlers Frank Popp dienen alsInspirationsquelle, die eigene Wahrnehmung zu schärfenund eine Analyse zu wagen. Es werden eigene Fundealltäglicher Dinge in Bildobjekte umgesetzt.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: bildung@ol-lg.de

Theaterworkshop für Jugendliche von 12 bis 15 Jahren:
Ganz schön poppig! - Buntes Theater mit Alltagsgegenständen
mit Edina Hasselbrink.
Dienstag, 26. Juli 2022 bis Freitag, 29. Juli 2022, jeweils von 13.30 bis 16.30 Uhr
Kosten: € 25,00  inkl. Material
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: bildung@ol-Ig.de

Angebot für Kindergärten
Dauer: 2 Stunden,
Preis: €  3,00 pro Kind
Die Kinder bringen Fundstücke mit, die sie mit Hilfe von Farbe, Papier, Pappe und Kleber zu ideenreichen Kunstwerken umwandeln. Auf einmal bekommen die Objekte eine neue Bedeutung. Inspiration gibt die Ausstellung mit den Objektmontagen von Frank Popp.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: bildung@ol-lg.de

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DER ELCH

Klischee und Wirklichkeit eines Symboltiers

Der Elch ist die größte Hirschart der Welt und ein in Europa heimisches Wildtier. Seine besondere Geweihform, die große Nase, sein staksiger Gang und die Fähigkeit, sich schon in lichter Vegetation fast unsichtbar zu machen, ließen die Menschen eine besondere Beziehung zum Elch entwickeln.
Elche waren Mythos, eine Verbindung zu den Göttern, aber auch ein wertvolles Reservoir für Nahrung und Gebrauchsgegenstände aller Art. Sie sind seit Jahrhunderten beliebte Motive in der Kunst. Heute werden Elche durchweg positiv gesehen und zählen zu den am häufigsten in der Werbung eingesetzten Tieren. Auch humoristische Bezüge lassen sich belegen: vielleicht nicht zufällig erhielt ein bekannter Satirepreis seinen Namen nach ihnen.
Elche bevorzugen halboffene Lebensräume mit guten Rückzugsmöglichkeiten und einem vielseitigen Bewuchs. Besonders gern fressen sie frische Triebe an Bäumen und Sträuchern. Wasserflächen dienen ihnen zur Nahrungssuche und zum Schutz vor Feinden und Parasiten. Ihre Lebensräume wurden bevorzugt vom Menschen besiedelt und die Elche zurückgedrängt. Zum Ende des 18. Jahrhunderts waren sie aus fast ganz Mitteleuropa verschwunden.
Vor 1945 war Ostpreußen das einzige deutsche Land, in dem Elche vorkamen. So verwundert es nicht, daß sie oder ihr markantes Geweih zum Symbol wurden, z. B. im Brandzeichen der Trakehner Pferde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Elch neben dem Weißstorch das Symboltier für Ostpreußen schlechthin.
Seit einigen Jahren kommen immer wieder Elche über die Grenzen im Osten und Südosten. Können sie in Deutschland heimisch werden?

Begleitprogramm

Vortrag: Tiere im Nationalsozialismus
Mittwoch, 20. April 2022, 18.30 Uhr
Eintritt: 4,00 €
Vortrag von Jan Mohnhaupt. Auch Tiere wurden von 1933 bis 1945 instrumentalisiert, gleichgeschaltet, ausgebeutet oder einseitig bevorzugt. Ein vergessenes Kapitel der NS-Geschichte.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: info@ol-lg.de

Museum Erleben: Der Elch ist los
Dienstag, 3. Mai 2022, 14.30 bis 16.30 Uhr
Eintritt zzgl. 3,00 €
Eine Führung mit Kurator Dr. Christoph Hinkelmann durch die Sonderausstellung.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: info@ol-Ig.de

Internationaler Museumstag:
Familienprogramm „Die Sinne der Elche"
Sonntag, 15. Mai 2022, 14.30 - 17.00 Uhr
Eintritt frei!
In Kooperation mit dem Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Echem.
Der Elch ist ein sehr scheues Tier, weshalb man ihn nur selten zu sehen bekommt. Bei einer Führung lernen die großen und kleinen Teilnehmer den größten Hirsch kennen und erfahren, wie er sieht, wie gut er hören und riechen kann. Es können Elchanhänger aus Filz und lustige Elche aus Korken hergestellt werden.

Vortrag: Rückkehr des Elchs nach Deutschland
Mittwoch, 1. Juni 2022, 18.30 Uhr
Eintritt: 4,00 €
Dr. Kornelia Dobiáš wird einen Überblick über das Geschehen, die ynamik und die Probleme geben, die mit der Rückkehr der Elche nach ecklenburg- Vorpommern, Sachsen und Brandenburg verbunden sind.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: info@ol-lg.de

Führung für Menschen mit und ohne Demenz
Mitwoch, 29. Juni 2022, 15.00 bis 17.00 Uhr
3,00 € zzgl. ermäßigter Eintritt (4,00 €)
Ina Robert (Künstlerin, Kulturgeragogin) bietet ein Programm für an Demenz erkrankte Menschen und ihre Begleitpersonen an. Nach einer sinnlichen Führung durch die Elchausstellung wird gemeinsam das Gesehene in gestalterischer Form umgesetzt.

Aktuelle Corona-Auflagen fnden Sie online unter www.ostpreussisches-landesmuseum.de.

Elch-Besuch im Wildpark Lüneburger Heide
Samstag, 27. August 2022, 11.00 Uhr
Gebühr: 5,00 € zzgl. 13,00 € Eintritt Wildpark Eigene Anfahrt oder ab ZOB Lüneburg, Bus 5200, um 9.29 Uhr, Ankunft Wildpark 10.20 Uhr,
Fahrpreis: 5,60 € (3 Ringe)
Was macht die faszinierenden, aber scheuen Tiere so sympathisch? Dies erklärt bei einer Führung der Kurator Dr. Christoph Hinkelmann, der zusammen mit Silke Straatman die Teilnehmer durch den Wildpark Lüneburger Heide mit seinem in Norddeutschland einzigartigen Weidegelände für Elche begleitet.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: bildung@ol-lg.de

Familienführung: Der Sonntags-Elch
Sonntag, 28. August 2022, 14.00 Uhr
Teilnahmebeitrag: 1,50 € p. P. zzgl. Museumseintritt
Kinder haben freien Eintritt! Bei einer interaktiven Führung lernen die großen und kleinen Teilnehmer den Elch mit seinem prachtvollen Schaufel-Geweih genauer kennen.
Im Anschluß werden kleine Holz-Elche zum Mitnehmen bemalt. Die eineinhalbstündige Aktion ist geeignet für Familien mit Kindern.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: bildung@ol-Ig.de

Podiumsdiskussion: Die Rückkehr der großen Tiere
Mittwoch, 7. September 2022
Nähere Informationen bekommen Sie ab dem 01.06.2022 unter: +49 (0) 4131 75 99 50 oder E-Mail: info@ol-Ig.de und auf unserer Website: www.ostpreussisches-landesmuseum.de.

Vortrag: Der Satirepreis „Göttinger Elch"
Mittwoch, 28. September 2022, 18.30 Uhr
Eintritt: 5,00 €
Vortrag von Hilmar Beck über die 25jährige Geschichte des „Göttinger Elch" und die damit ausgezeichneten Preisträger.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: info@ol-lg.de

Filmvorführung: „Es ist ein Elch entsprungen”
Sonntag, 2. Oktober 2022, 16.30 Uhr
im SCALA Programmkino,
Apothekenstraße 17, 21335 Lüneburg
In Kooperation mit dem Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg und dem Nordost-Institut Lüneburg zeigt das SCALA Programmkino im Rahmen der Reihe „Nordöstliche Spuren im Kino" am 2.10.2022 den Film „Es ist ein Elch entsprungen".

Eröffnung der Sonderausstellung

Der Elch - Klischee und Wirklichkeit eines Symboltiers
Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zur Ausstellungseröffnung am
Freitag, 8. April 2022, 18.30 Uhr,
Eintritt frei!

Programm mit musikalischer Umrahmung

Begrüßung: Dr. Joachim Mähnert, Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums
Grußwort: Barbara Otte-Kinast, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Niedersachsen
Vortrag: Dr. Andreas Kinser, stellvertretender Leiter des Bereichs Natur-und Artenschutz der Deutschen Wildtierstiftung
Einführung: Dr. Christoph Hinkelmann, Kurator der Ausstellung
Eine Anmeldung für diese Veranstaltung unter +49 (0) 4131 75 9 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.

Begleitprogramm für Kinder
Internationaler Museumstag:
Familienprogramm „Die Sinne der Elche"
Sonntag, 15. Mai 2022, 14.30-17.00 Uhr
Eintritt frei! Details innen beim Begleitprogramm.

Sommerferientage für Kinder von 8 bis 12 Jahren:
Alles um den Elch
Dienstag, 19. Juli bis Freitag, 22. Juli 2022
tgl. von 13.30 bis 16.30 Uhr, es können einzelne Tage oder die ganze Woche gebucht werden.
Kosten: 5,00 € pro Tag (inkl. Material)
Wo und wie leben Elche in freier Wildbahn? Haben sie auch Feinde? Was fressen sie? Wie pflanzen sich Elche fort und wie alt werden sie? Diese Fragen werden in der Elch-Ausstellung erforscht. Im Anschluß werden lustige Elche bemalt oder selbst aus Filz und Ton gefertigt.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: bildung@ol-lg.de

Elche unterwegs!
Elch-Aktion für Kindergärten und Grundschulklassen Teilnahmebeitrag: 3,00 € pro Kind (inkl. Material)
Bei dieser eineinhalbstündigen Aktion geht es auf die Spur eines großen scheuen Wildtiers, das man nur selten zu sehen bekommt. Wie leben Elche eigentlich in freier Wildbahn und gibt es sie auch in Deutschland? Was fressen Elche gern, und was machen sie im Winter? Bei einer interaktiven Führung lernen die Kinder diese sympathischen Tiere näher kennen. Im Anschluß werden lustige Holz-Elche bemalt.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: bildung@ol-lg.de

Neuer Kindergeburtstag:
Auf Elch-Spuren
Für Kinder von 8 bis 12 Jahren
Dauer: 2 Stunden, Preis: 80,00 € (inkl. Material)
Eine erlebnisreiche Rallye durch die verschiedenen Abteilungen des Museums und die Sonderausstellung über den „Elch".
Zum Abschluß kann jedes Kind kreativ werden und ein schönes Elch-Medaillon selbst bemalen.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: bildung@ol-lg.de

Museumsprogramm im Februar 2022
mit Vorschau

Der Januar startete für uns positiv. Wir konnten unser Veranstaltungsprogramm wieder aufnehmen und die ersten erfolgreichen Termine umsetzen. In der ersten Jahreswoche fand unser Winterferienprogramm "Kräftige Farben und Formen" statt, das täglich ausgebucht war. Auch unser erster "Museum erleben"-Termin, eine Kuratoren- Führung durch die aktuelle Sonderausstellung "Expressionismus", war ein voller Erfolg. Aufgrund der hohen Nachfrage, konnten wir gleich zwei Wiederholungstermine anbieten.
Auch unser Programm im Februar bietet wieder jede Menge spannende Veranstaltungen. Gleich am ersten Dienstag können Sie von unserem Kurator Dr. Eike Eckert durch die inhaltlich erweiterte Abteilung "Flucht und Vertreibung" geführt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Bevölkerung Lüneburgs durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen um fast ein Drittel an. Was die Probleme und Herausforderungen der Neubürger waren, erfahren Sie bei uns in der Ausstellung.
Darüber hinaus erwarten Sie Vorträge über die besondere masurische Sprache anhand von Familiengeschichten, Kants "Kritik der reinen Vernunft" und ein Einblick in die spannende Welt der Bienen und Imker von unserem Museumsdirektor Dr. Joachim Mähnert.
Derzeit haben wir trotz hoher Inzidenzzahlen regulär wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten, Dienstag bis Sonntag, 10.00 bis 18.00 Uhr, die Türen für Sie geöffnet. Aktuell können Sie neben unserer Dauerausstellung die Sonderausstellung „Den Dingen das Beiläufige nehmen – Expressionistische Maler aus Ostpreußen“ sowie die aktuelle Kabinettausstellung "Des Alltags schöne Seiten - Grafiken der 1950er Jahre von Gerhard Matzat und Ute Brinckmann-Schmolling" bestaunen.
Bitte beachten Sie, dass der Februar die letzte Möglichkeit für einen Besuch der Sonderausstellung bietet! Es folgen dann größere Umbaumaßnahmen für die nachfolgende Sonderausstellung "Der Elch - Klischee und Wirklichkeit eines Symboltiers", welche im April eröffnet wird.
Tägliche Einblicke in unser Museum bekommen Sie auch digital über Facebook, Instagram, unseren Blog oder auf Youtube. Ganz aktuell finden Sie hier unser neues Video zur Sonderausstellung.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Februar und freuen uns auf das kommende Jahr mit Ihnen.
Ihr Team vom Ostpreußischen Landesmuseum

Unsere aktuellen Ausstellungen

Unsere Sonderausstellung:
“Den Dingen das Beiläufige nehmen - Expressionistische Maler aus Ostpreußen”
Noch bis 27.02.2022
Der Expressionismus beginnt in Königsberg eigentlich erst nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. Die aus dem Krieg heimgekehrten jüngeren Maler suchten neue Ausdruckswege. Einer von ihnen, Ernst Mollenhauer, beschrieb dies später so: “Noch im Herbst 1919 wurde die erste Ausstellung nach dem Kriege in Königsberg veranstaltet. … Die farbenstarken Werke mit dem unverkennbaren Einschlag ins Expressionistische wirkten bestechend, galten als Revolution in der bisherigen Anschauung.“
Die auf der Suche nach neuen Wegen befindlichen Künstler fanden sich in der Vereinigung „Der Ring“ zusammen, gegründet von Alexander Kolde. Sie traten in der erwähnten Ausstellung im Herbst 1919 in Erscheinung. 1920 kam mit Arthur Degner der erste und einzige Expressionist als Lehrer in die Kunstakademie. Er blieb bis 1925. Der zu den späten Expressionisten zu zählende Kreis an Künstlern blieb in Königsberg sehr überschaubar. Der „Ring“ löste sich 1924 auf. Die Nationalsozialisten beendeten mit ihrer Kunstpolitik diese Entwicklung. Ein überliefertes Datum dazu ist die Schließung einer Ausstellung Alexander Koldes im März 1936.
Sehr viele Arbeiten der ostpreußischen Expressionisten gingen durch den Krieg und seine Folgen 1945 verloren. Nach 1945 setzten einige Maler ihr Werk in expressionistischer Stilrichtung fort. Die Ausstellung dokumentiert die Weiterentwicklung des ostpreußischen Expressionismus bis in die 1960er Jahre. Einen ersten Einblick sehen Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=5874sr6O6MU.

Kabinettausstellung:
"Des Alltags schöne Seiten - Grafik der 1950er Jahre von Gerhard Matzat und Ute Brinckmann-Schmolling"
Noch bis 18.4.2022
Die Kunstszene in der jungen Bundesrepublik entwickelte sich lebhaft mit Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs. Neue Einflüsse der internationalen Moderne stellten einen radikalen Bruch mit der vorherigen Kunst im „Dritten Reich" dar. Zwischen Tradition und völliger Abstraktion gab es auch Mittelwege, die man als „gemäßigte Moderne“ bezeichnen könnte. Diese Richtung passte zu der aufstrebenden Mittelschicht im sogenannten Wirtschaftswunder der 1950er Jahre. Druckgrafik war dazu ein geeignetes Medium. Die Blätter waren erschwinglich und konnten das neue Heim modern, aber doch nicht befremdlich schmücken. In dieser Richtung versuchten auch zwei Künstler aus Ostpreußen, Ute Schmolling (1924-2014) und Gerhard Matzat (1921-1994), sich in der Metropole Frankfurt mit ihren Arbeiten zu behaupten. Thematik und Stil ihrer Druckgrafiken sind typisch für ihre Zeit. Eine erste Einführung mit dem Kurator sehen Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=vhuOdYD0e70.

Unsere Veranstaltungen im Februar 2022

Dienstag, 1. Februar 2022, 14.30 Uhr
In der Reihe Museum erleben:

Vom Ankommen. Flüchtlinge und Vertriebene in Lüneburg in der Nachkriegszeit
Führung mit Dr. Eike Eckert
1,50 € zzgl. Eintritt
Die Abteilung „Flucht und Vertreibung“ im Ostpreußischen Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung wurde im Dezember 2021 um etliche Textmodule und Grafiken erweitert. So lässt sich jetzt die Zeit der Ankunft von Flüchtlingen und Vertriebenen in Lüneburg und Umgebung noch informativer darstellen. Neben der Verteilung insbesondere der ostpreußischen und baltischen Flüchtlinge in
Niedersachsen und der Bundesrepublik anhand eigens hergestellter Karten werden Themen wie der Lastenausgleich, der Unterricht in „Ostkunde“, das Freizeit- und Heiratsverhalten der Flüchtlinge, aber auch deren Dialekt oder das Anwachsen der Stadt Lüneburg durch die Bautätigkeit in der Nachkriegszeit thematisiert. Der zuständige Kurator Dr. Eike Eckert bietet im Rahmen der Reihe Museum erleben eine Führung durch die inhaltlich erweiterte Abteilung an und spricht über die Probleme der Geflüchteten zwischen Ankommen und Integration.
Für diese Veranstaltung gilt die 2G-plus-Regel, mit einer „Booster-Impfung“ entfällt die Testpflicht.
Weiterhin gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln; das Tragen einer FFP2-Maske in den Innenräumen ist ebenfalls Vorschrift.
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.

Sonntag, 6. Februar 2022, 14.00 Uhr
Brauen in Lüneburg
Sonntagsführung mit Rainer-H. Proschko
Museumseintritt zzgl. 1,50 €
In dieser brauereimuseum_olSonntagsführung können Sie einen Einblick in ein einzigartiges Lüneburger Industriedenkmal bekommen. Das historische Sudhaus der ehemaligen Kronen-Brauerei ist heute das Brauereimuseum, es grenzt an das Ostpreußische Landesmuseum. Rainer Proschko führt Sie durch das einmalige Gebäude und bringt Ihnen den spannenden Bierbrauprozess sowie die Geschichte des Brauens in Lüneburg näher.
Für diese Veranstaltung gilt die 2G-plus-Regel, mit einer „Booster-Impfung“ entfällt die Testpflicht.
Weiterhin gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln; das Tragen einer FFP2-Maske in den Innenräumen ist ebenfalls Vorschrift.
Eine Anmeldung unter Tel. 04131-759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
Foto: Transportwagen im Brauereimuseum, © Ostpreußisches Landesmuseum.

Mittwoch, 9. Februar 2022, 18.30 Uhr
Masurische Wortschätze - Familiengeschichte aus einer fast vergessenen Welt
Lesung von Prof. Dr. Siegmund Fröhlich
4,00 € Eintritt
Die masurische Sprache - mazurska gwara - hat sich im südöstlichen Teil Ostpreußens im Herrschaftsgebiet des Deutschen Ordens bereits seit dem Mittelalter unter den dortigen Siedlern eigenständig entwickelt. Ähnlich wie das Plattdeutsche war sie keine Schriftsprache, die in Schulen gelehrt wurde. Vielmehr wurde sie sowohl von der preußischen als auch später von der polnischen Verwaltung in Masowien verpönt und abgelehnt.
Prof. Fröhlich sieht diese nur mündlich überlieferte Sprache als eine Brücke zwischen den zwei Hauptethnien dieser Region, die nach den enormen Umwälzungen des Zweiten Weltkrieges leider nahezu ins Vergessen geriet. Er ist der Sohn zweier Masuren und kam mit dieser Sprache stetig in den Sommerferien bei seinen Großeltern in Ogrodtken / Ogródek im Kreis Lyck / Ełk in Berührung. Im Alter von siebzehn Jahren reiste er mit seiner Familie nach Niedersachsen aus. Jetzt im Ruhestand beschäftigt er sich intensiv mit der Geschichte Masurens und der masurischen Sprache.
In seinem Buch „Masurische Wortschätze“ hat er ca. 800 Begriffe aus der masurischen Sprache vereinigt. Sie sind in spannende Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend im weitgehend hochdeutschen Text eingeflochten. Er hat die Wörter allerdings in deutscher Schreibweise phonetisiert, so dass die Leser eingeladen sind, sie nachzusprechen, um dem Klang dieser Sprache ein wenig nachspüren zu können.
Für diese Veranstaltung gilt die 2G-plus-Regel, mit einer „Booster-Impfung“ entfällt die Testpflicht.
Weiterhin gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln; das Tragen einer FFP2-Maske in den Innenräumen ist ebenfalls Vorschrift.
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.
Abbildung: " Der großelterliche Hof in Ogrodtken" (Günter, Donder, Öl, o.J.), © G. Donder.

Donnerstag 10. Februar 2022, 15.00-17.00 Uhr
Schreiben mit Feder und Tintekinder_ol
Kinderclub mit Luisa Schubert
Eintritt frei!
Wie haben die Menschen früher geschrieben? Wir schauen uns verschiedene Schriftstücke in der Ausstellung an und widmen uns dann einem eigenen Brief. Dazu wird eine echte Gänsefeder benutzt und unser Name mit einer Initiale, einem besonders prächtig bunten Anfangsbuchstaben verziert.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 7 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.

Dienstag, 15. Februar 2022, 14.30 Uhr
In der Reihe Museum erleben:
Ein Buch verändert die Welt - Kants "Kritik der reinen Vernunft"

Vortrag von Dr. Tim Kunze
1,50 € zzgl. Eintritt
Die „Kritik der reinen Vernunft“ ist eines der berühmtesten Bücher der Weltgeschichte und so etwas wie die Mona Lisa der Philosophie. 1781, nur wenige Jahre vor der Französischen Revolution, revolutionierte Immanuel Kant mit diesem Werk die Philosophie. Aber was macht dieses Buch bis heute so bedeutend? Kants Antwort auf die Frage „Was kann ich wissen?“ führt uns die Grenzen des menschlichen Wissens vor Augen und liefert einen spannenden Reisebericht aus dem „Land der Wahrheit“, wo uns neben Raum und Zeit auch zwölf Kategorien und ein ominöses „Ding an sich“ begegnen. Wir lernen, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Der Vortrag von Kurator Dr. Tim Kunze bietet eine erste Einführung in das besondere Werk.
Für diese Veranstaltung gilt die 2G-plus-Regel, mit einer „Booster-Impfung“ entfällt die Testpflicht.
Weiterhin gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln; das Tragen einer FFP2-Maske in den Innenräumen ist ebenfalls Vorschrift.
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.

Mittwoch, 16. Februar 2022, 18.30 Uhr
Von Bienen, Wachs und Honig. Zeidler und Imker (nicht nur) in Ostpreußen
Vortrag von Museumsdirektor Dr. Joachim Mähnert
Eintritt 5,00 €
Die wilden Faschingstage stehen Ende Februar vor der Tür, es wird gefeiert, getanzt, aber natürlich auch kräftig gegessen und getrunken. Es folgen die Fastenzeit und schließlich Ostern, das Fest der Wbienen_oliederauferstehung.
In früheren Zeiten waren für solche Feste die Produkte der Bienen – Honig und Wachs – unverzichtbar. Passend zur Jahreszeit hält Museumsdirektor Dr. Joachim Mähnert einen Vortrag über das faszinierende Leben und Wirken einer Honigbiene sowie die Kulturgeschichte der Imkerei (nicht nur) im Osten.
Heute sind Bienenwachs und Honig für Jedermann billig und nahezu unbegrenzt zugänglich, in früheren Jahrhunderten waren sie eine wertvolle Kostbarkeit, die nur dem Fleiß der Honigbiene zu verdanken war. Die Wälder Ostpreußens waren ein Zentrum von Imkern und Zeidlern, und schon in der Hansezeit wurden große Mengen Wachs und Honig exportiert.
Für diese Veranstaltung gilt die 2G-plus-Regel, mit einer „Booster-Impfung“ entfällt die Testpflicht.
Weiterhin gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln; das Tragen einer FFP2-Maske in den Innenräumen ist ebenfalls Vorschrift.
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.

Donnerstag 24. Februar 2022, 15.00-17.00 Uhr
Mit dem Kinder-Audioguide das Museum entdecken
Kinderclub mit Silke Straatman
Eintritt frei!
Zusammen mit Opa Struppeck, Luisa und Jakob begeben sich die Kinder auf abenteuerliche Entdeckungstour durch das Museum. Da gibt es viel zu hören, zu sehen und selbst auszuprobieren.
Im Anschluss werden die Erlebnisse in der Runde ausgetauscht und in einem gemeinsamen großen Museumsbild umgesetzt. Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 7 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.
Foto: Kind in der Dauerausstellung, © Ostpreußisches Landesmuseum.
Vorschau auf unsere
Veranstaltungen im März 2022

Dienstag, 1. März 2022, 14.30 Uhr
In der Reihe Museum erleben:
"Zugvögel" - Ein Bericht über die Flucht aus Ostpreußen 1945 von Walter von Sanden-Guja

Vortrag von Dr. Christoph Hinkelmann
1,50 € zzgl. Eintritt
Walter von Sanden, ein bekannter Naturschriftsteller in der Mitte des 20. Jahrhunderts, erreichte nach wenigen Tagen Flucht mit seiner Frau und einem polnischen Begleiter auf Fahrrädern durch das bereits von der Roten Armee abgeschnittene Ostpreußen am 1. Februar 1945 das Frische Haff. Über dessen zugefrorene Wasserfläche strebte die kleine Gruppe auf die Nehrung und von dort ging es in wochenlanger Strapaze durch ein hoffnungslos zerstörtes Land in Sicherheit. Nur wenige Jahre später hat Walter von Sanden-Guja, der seinem Namen den des in Ostpreußen verlorenen Gutes hinzufügte, die Erlebnisse dieser Wochen aus Tagebuchnotizen authentisch nachgezeichnet. Die vielfach schonungslos offenen Darstellungen werden dadurch abgemildert, dass er sie mit kleinen Beobachtungen von Vögeln verband, die in aller Hoffnungslosigkeit des Moments immer auch ein klein wenig Menschlichkeit und Zukunft ahnen lassen. Der Referent wird die Rahmenbedingungen der Flucht im Februar und März 1945 vorstellen und einige originale Passagen des Zeitdokuments „Zugvögel“ vortragen.
Für diese Veranstaltung gilt die 2G-plus-Regel, mit einer „Booster-Impfung“ entfällt die Testpflicht.
Weiterhin gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln; das Tragen einer FFP2-Maske in den Innenräumen ist ebenfalls Vorschrift.
Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.

Sonntag, 6. März 2022, 14.00 Uhr
Sonntagsführung: Frauenschicksale - (Über-)Leben in der Kriegs- und Nachkriegszeit
Führung mit Vera Thiel
Museumseintritt zzgl. 1,50 €
Zwei Tage fluccht_olvor dem Weltfrauentag beschäftigt sich die Sonntagsführung als Schwerpunkt mit dem Schicksal von Frauen während des Zweiten Weltkrieges und in den Nachkriegsjahren. Es waren Frauen, die vom Vertreibungsschicksal besonders betroffen waren, die während der Flucht häufig extreme körperliche und psychische Gewalt erleben mussten und die als Zwangsarbeiterinnen in Arbeitslager verschleppt wurden.
Während der Nachkriegszeit mussten viele von ihnen mit ihren Kindern noch jahrelang in Internierungslagern leben und sich später den außerordentlichen Herausforderungen am Ankunftsort stellen. Die Frauen hatten die belastende Situation einer Zwangseinquartierung zu bewältigen und mussten sich um die Ernährung ihrer Kinder und ihrer älteren Angehörigen kümmern.
Anhand einiger Exponate in der Dauerausstellung „Flucht und Vertreibung – Ankommen“ wird auf diese Thematik explizit eingegangen.
Für diese Veranstaltung gilt die 2G-plus-Regel, mit einer „Booster-Impfung“ entfällt die Testpflicht.
Weiterhin gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln; das Tragen einer FFP2-Maske in den Innenräumen ist ebenfalls Vorschrift.
Eine Anmeldung unter
 info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.

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Des Alltags schöne Seiten

Grafik der 50er Jahre von Gerhard Matzat und Ute Brinkmann-Schmolling

Die Kunstszene in der jungen Bundesrepublik entwickelte sich lebhaft mit Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs. Neue Einflüsse der internationalen Moderne stellten einen radikalen Bruch mit der vorherigen Kunst im „Dritten Reich" dar. Zwischen Tradition und völliger Abstraktion gab es auch Mittelwege, die man als „gemäßigte Moderne" bezeichnen könnte.
Diese Richtung paßte zu der aufstrebenden Mittelschicht im sogenannten Wirtschaftswunder der 1950er Jahre. Druckgrafik war dazu ein geeignetes Medium. Die Blätter waren erschwinglich und konnten das neue Heim modern, aber doch nicht befremdlich schmücken.
In dieser Richtung versuchten auch zwei Künstler aus Ostpreußen, Ute Schmolling (1924-2014) und Gerhard Matzat (1921-1994), sich in der Metropole Frankfurt mit ihren Arbeiten zu behaupten. Thematik und Stil ihrer Druckgrafiken sind typisch für ihre Zeit. Beide hatten 1939 bzw. 1942 ihr Studium an der Königsberger Kunstakademie begonnen und setzen nach Kriegsende die Ausbildung in Frankfurt fort bei dem aus Königsberg gekommenen Wilhelm Heise
Die Arbeiten von Ute Schmälling sind Schenkungen der Künstlerin an das Ostpreußische Landesmuseum; die Arbeiten von Gerhard Matzat sind Schenkungen aus dem Nachlaß von Dr. med. Alfons Laduch, einem Jugendfreund des Künstlers. Aus diesen Beständen zeigt die Ausstellung eine Auswahl.

Begleitprogramm

Museum erleben: Des Alltags schöne Seiten
Dienstag, 19. Oktober 2021, 14.30 bis 16.30 Uhr
Eintritt zzgl. € 3,00
Eine Führung mit dem Kurator Dr. Jörn Barfod durch die Kabinettausstellung. Für diese Veranstaltung gelten die 2-G-Regeln. Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50,

Malworkshop für Erwachsene: ZEITLOS - die Vielfalt der Druckkunst
mit Künstlerin Elena Steinke
Samstag, 2. April 2022, 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr undSonntag, 3. April 2022, 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Kosten: € 120,- (zzgl. € 20,.- € Material)
Nach Betrachtung der Bilder in der Ausstellung lernen die Teilnehmenden die Tradition des Hoch- und Flachdruck-Verfahrens in der Praxis kennen.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50,

Osterferientage für Kinder von 8 bis 12 Jahren: Künstlerisches Drucken und Stempeln für Kinder
Dienstag, 5. April 2022 bis Freitag, 8. April 2022, jeweils von 13.30 Uhrbis 16.30 Uhr
Kosten: € 5 ,- pro Tag.

Es werden verschiedene Drucktechniken ausprobiert. Dabei experimentieren die Kinder mit Alltagsgegenständen, die als Druckstempel verwendet werden.
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50,

Pandemiebedingte Änderungen sind nicht auszuschließen. Es gelten die jeweils aktuellen Hygieneauflagen. Bitte erfragen Sie vor jedem Besuch das Programm telefonisch oder online unter www.ol-Ig.de.

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zur Ausstellungseröffnung
am Freitag, 15. Oktober 2021, 18.30 Uhr,
Eintritt frei!

Programm
Grußwort: Dr. Joachim Mähnert,Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums
Einführung: Dr. Jörn Barfod,Kustos des Ostpreußischen Landesmuseums
Vortrag: Ulrike Laduch
Anmerkungen zu Gerhard Matzat und Ute Brinckmann-Schmolling

Die Ausstellungseröffnung findet unter Berücksichtigung der 2-G-Regel statt.

.Zum Programmangebot für September 2021 informiert das Ostpreußische Landesmuseum wie folgt:

Aktuelle Ausstellungen

Sonderausstellung vom 03.07. - 24.10.2021

Zwischen Lettland und Deutschland - der baltische Künstler Johann Walter-Kurau

Im Rahmen kurau_bildder Sonderausstellung werden Werke des baltischen Künstlers Walter-Kurau (lettisch: Janis Valters / 1869-1932) vorgestellt. Er gehört zu den Begründern der Moderne in der lettischen Malerei und zählt zu einem ihrer bekanntesten Vertreter. Die Ölbilder geben einen reichen Einblick in den ab 1906 in Deutschland entstandenen Teil des Oeuvres. Kuratorin der Ausstellung ist die Kunsthistorikerin Dr. Kristiana Abele von der Lettischen Kunstakademie in Riga. Alle gezeigten Arbeiten entstammen der Privatsammlung Peteris Šmidre. Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Botschaft der Republik Lettland im Rahmen des Jubiläums „Hundert Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Lettland und Deutschland” präsentiert.ol_ausstg1

Kabinettausstellung vom 19.06. - 26.09.2021

Walkürenhauch an der Ostsee. Nationalismus und Romantik in der Literatur Ostpreußens

Vor 150 Jahren entstand mit dem Kaiserreich erstmals ein deutscher Nationalstaat. Als Bindeglied für seine Bewohner wurden Traditionslinien einer "deutschen" Geschichte aus Mittelalter und Antike konstruiert, die auf Bilder und Erzählungen der Romantik zurückgriffen; zugleich suchte man sich von seinen Nachbarn mit nationalem Pathos abzusetzen. Die Ausstellung begibt sich an Beispielen aus Ostpreußen auf eine assoziative Spurensuche.
Foto: "Walküre" (Holzstich nach einem Gemälde von H. Knackfuss, um 1890)

Veranstaltungen im September 2021

Besonders hinzuweisen ist auf die Tagung (Jahrestagung der Historischen Kommission für ost-  und westpreußische Landesforschung - öffentliche Veranstaltung)
Immanuel Kant und sein Wirkungsort Königsberg - Universität, Geschichte und Erinnerung heute
vom 30.09. bis zum 02.10.2021
Veranstaltungsort: Ostpreußisches Landesmuseum
Das aktuelle Tagungsprogramm finden Sie unter nachstehendem Link:

Faltblatt_Kanttagung

Donnerstag, 2. September 2021, 18.30 Uhr
Können Kriege gerecht sein?
Vortrag von Dr. Sigurd Rink
Eintritt: € 5,00
In den achtziger Jahren demonstrierte Sigurd Rink als überzeugter Pazifist gegen den Nato-Doppelbeschluss. Der Völkermord in Ruanda brachte ihn dazu, seine Überzeugungen grundsätzlich in Frage zu stellen. Als erster hauptamtlicher Militärbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland reiste der Theologe in Krisengebiete wie Afghanistan, Mali oder Syrien. Er erlebte hautnah, wie gefährlich und seelisch belastend ein Militäreinsatz ist: Eine moralische Herausforderung, mit der Soldatinnen und Soldaten, aber auch Seelsorger konfrontiert werden.
In seinem Buch setzt sich der Autor mit den ethischen und humanistischen Aspekten militärischer Konflikte auseinander.
Aufgrund der begrenzten Personenzahl  ist eine Anmeldung unterinfo@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 Voraussetzung.

Sonntag, 5. September 2021, 14.00 Uhr
Spurensuche - Das Schicksal von Flüchtlingskindern am Ende des Zweiten Weltkriegs
Sonntagsführung mit Vera Thiel
€ 1,50 zzgl. Eintritt
Ostpreußen im Januar 1945: Die Flucht mit dem Treck über das zugefrorene Frische Haff oder mit einem Schiff über die Ostsee war für viele Menschen die letzte Möglichkeit, um der gefürchteten sowjetischen Armee zu entkommen, deren Großoffensive auf Ostpreußen am 12. Januar begonnen hatte. Wie konnte oder durfte sich die Zivilbevölkerung auf diese Situation überhaupt vorbereiten? Was bedeutete es für Frauen, alte Menschen und vor allem aber für die Kinder, ihre Heimat fluchtartig verlassen zu müssen, von dort vertrieben zu werden? Welche Strapazen und Schicksalswege standen den Menschen bevor? Anhand einiger Zeitzeugenberichte soll diesen Fragen im Rahmen einer Führung mit Vera Thiel durch die Abteilung Flucht, Vertreibung und Ankommen nachgegangen werden.
Aufgrund der begrenzten Personenzahl ist eine Anmeldung unter bildung@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 Voraussetzung.

Dienstag, 7. September 2021, 14.30 Uhr
In der Reihe Museum erleben:Das Porträt in der Kunst am Beispiel von Johann Walter-Kurau
Führung mit Dr. Gisela Aye
€ 3,00  zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
Die Porträtmalerei ist eine der ältesten Kunstgattungen. Schon immer waren Menschen von der Darstellung anderer Personen und deren Persönlichkeit fasziniert. Jede Kunstepoche beeinflusste die Darstellung von Porträts. Dieser „Faszination Porträt“ widmet sich die Führung in der beliebten Reihe „Museum erleben“. Was macht Porträtkunst aus? Wie verstand es der baltische Maler Johann Walter-Kurau seine Mitmenschen abzubilden?
Dr. Gisela Aye führt durch die Sonderausstellung "Zwischen Lettland und Deutschland. Der baltische Künstler Johann Walter-Kurau". Sie legt dabei den Fokus auf seine Porträts im Vergleich mit Arbeiten anderer Künstler.
Aufgrund der begrenzten Personenzahl ist eine Anmeldung unter
bildung@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 Voraussetzung.

Donnerstag, 9. September 2021, 15.00 bis 17.00 Uhr
Leben auf einer mittelalterlichen Burg
mit Jenke Eichhorn
Eintritt frei!
Wie lebten die Menschen im Mittelalter? Wer bewohnte mittelalterliche Burgen und wie sind diese aufgebaut? Im Museum können die Kinder die Antworten auf diese interessanten Fragen herausfinden. Sie tauchen ein in ein anderes Zeitalter und machen sich mit den Gewohnheiten des mittelalterlichen Lebens vertraut.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren statt. Der Kinderclub ist für alle Kinder, die Lust haben, regelmäßig zweimal im Monat einen spannenden Nachmittag im Museum zu erleben. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung jederzeit möglich.
Anmeldung unter 04131 759950 oderbildung@ol-lg.de

Sonntag, 12. September 2021, ganztägig
Tag des Offenen Denkmals
Eintritt frei!
In diesem Jahr steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Schein und Sein“. Besonders hervorgehoben wird dabei der Bezug zur Hansestadt Lüneburg. Das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung und das Brauereimuseum gehen diesem Leitthema auf den Grund.
Neben freiem Eintritt bieten beide Museen kostenlose Führungen zu den Themen:
11.00 Uhr: Die neue Heimat: Vertrieben und Angekommen in Lüneburg
13.00 Uhr: Die Lüneburger Kronenbrauerei und ihre Geschichte
15.00 Uhr: Die Hanse im Ostseeraum und ihre Verbindungen zu Lüneburg

Dienstag, 21. September 2021, 14.30 Uhr
In der Reihe Museum erleben: Wildtierfotografie in Ostpreußen vor 1945
Vortrag von Kurator Dr. Christoph Hinkelmann
€ 3,00 zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck
Wildtierfotografie war vor 1945 ein aufwendiges, teures und strapazenreiches Anliegen. In Ostpreußen mit seinem Tier- und Artenreichtum lohnte sich diese Mühe. Dr. Christoph Hinkelmann, Kurator für die naturkundlichen Bereiche, stellt einige begeisterte Naturforscher und Beispiele für ihr Werk vor.
Aufgrund der begrenzten Personenzahl ist eine Anmeldung unterbildung@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 Voraussetzung.

Mittwoch, 22. September 2021, 18.30 Uhr
Der Künstler Johann Walter-Kurau als Lehrer
Vortrag von Kurator Dr. Ralf Hartmann
€ 5,00 zzgl. Eintritt
In seinem Vortrag stellt der Künstlerische Leiter der Zitadelle Spandau, Dr. Ralf F. Hartmann, den Künstler Walter-Kurau als Lehrer vor. Dieser betrieb seit 1906 in Dresden und später in Berlin erfolgreiche Malschulen. Insbesondere Malerinnen, die bis 1919 die deutschen Kunst-Akademien nicht besuchen durften, zählten zu Walter-Kuraus bekanntem Schülerkreis
Aufgrund der begrenzten Personenzahl ist eine Anmelung unter bildung@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 Voraussetzung.

Donnerstag, 23. September 2021, 15.00 bis 17.00 Uhr
Ein buntes Stillleben mit Pastellfarben zum Erntedank
mit Luisa Schubert
Eintritt frei!Wenn die Felder wieder brachliegen und die Blätter sich gelb und rot färben, steht der Herbst vor der Tür und somit auch das Erntedankfest. Es ist eines der ältesten religiösen Feste. Im Christentum danken die Gläubigen Gott für die Ernte des Jahres. Zu den geernteten Lebensmitteln aus der Landwirtschaft gehören Kürbisse, Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Pflaumen, Trauben, Kartoffeln, Zwiebeln, Mais, Weizen und Roggen. Früchte und Getreide werden auf einem Tisch präsentiert und als Vorlage genutzt für ein buntes Stillleben, welches die Kinder mit Pastellkreiden malen können. Danach wird Essbares selbst genossen oder verschenkt.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren statt. Der Kinderclub ist für alle Kinder, die Lust haben, regelmäßig zweimal im Monat einen spannenden Nachmittag im Museum zu erleben. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung jederzeit möglich.
Anmeldung unter 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de

Donnerstag 30. September bis Samstag, 2. Oktober 2021
Tagung: Immanuel Kant und sein Wirkungsort Königsberg - Universität, Geschichte und Erinnerung heute
Tagungsgebühr 10 € (für ganze Tagung), Studierende frei
Jahrestagung der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung in Lüneburg, Veranstaltungsort: Museum Lüneburg
2024 jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag von Immanuel Kant – der fraglos bekanntesten Persönlichkeit Ostpreußens. In Vorbereitung darauf thematisiert die vom Ostpreußischen Landesmuseum ausgerichtete Tagung Leben und Umfeld des Königsberger Philosophen. Ein besonderer Fokus liegt auf seiner Wirkstätte, der Albertus-Universität, vorgestellt werden außerdem seine Nachwirkung und Aktivitäten zum Kant-Jubiläum 2024. Eingeladen sind Kantexperten und Historiker aus Russland und Deutschland.
Das vollständige Tagungsprogramm finden Sie auf der Webseite des Ostpreußischen Landesmuseums. Anmeldungen bitte unter Tel. 04131 7599 510 odinfo@ol-lg.de.

Vorschau auf Veranstaltungen im Oktober 2021

Sonntag, 3. Oktober 2021, 14.00 Uhr
Erntedank - die Bedeutung der Landwirtschaft für Ostpreußen
Sonntagsführung mit Vera Thiel
€ 1,50 zzgl. Eintritt
Herbstliche Dekoration in christlichen Kirchen, darunter der mit Obst und Gemüse kunstvoll geschmückte Altar – das Erntedankfest wird jedes Jahr im Herbst in Deutschland gefeiert. Viele Kulturen und Religionen kennen Dankesfeste für die Ernte, aber es gibt aufgrund unterschiedlicher Klimazonen keinen einheitlichen Feiertag. Ostpreußen wurde früher auch als die Kornkammer Deutschlands bezeichnet. Es war ein ausgesprochenes Agrarland. Der Boden bildete die Grundlage der Wirtschaft. Über achtzig Prozent war landwirtschaftliche Nutzfläche. Der Anbau sämtlicher Feldfrüchte war möglich. Aber auch die Kartoffel-Saatzucht war berühmt, und der Tilsiter Käse ist bis heute bekannt. Vera Thiel führt durch die landwirtschaftliche Abteilung und berichtet über zahlreiche überlieferte Bräuche rund um das Erntefest
Anmeldung unter 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de

Dienstag, 5. Oktober 2021, 18.30 Uhr
Auf den Spuren Walter-Kuraus. Als Sammler zwischen Riga und Usedom
Vortrag von Jürgen Lüder-Lühr
Eintritt: 5,00 €
Viele der Gemälde des Künstlers Johann Walter-Kurau, die heute in der Sonderausstellung des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung oder im Lettischen Nationalmuseum in Riga hängen, gingen durch seine Hände: Jürgen Lüder-Lühr. Der Kunstsammler und Walter-Kurau Spezialist führte die umfangreiche, von seinem Vater nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaute Sammlung mit Werken des deutsch-baltischen Malers fort. Er kann als Sammler Spannendes über den zum Teil die Systemgrenzen im Kalten Krieg überwindenden Handel mit den Bildern berichten und verfolgt die Spuren des Malers anhand einzelner Werke, die in Riga, Dresden oder Berlin entstanden waren. Wenigen ist zudem bekannt, dass Walter-Kurau mit den Anfängen der Usedomer Malerei eng verbunden ist – Zusammenhänge, die der Autor Lüder-Lühr in seinem großen Werk „Usedomer Maler des 20. Jahrhunderts“ thematisiert und im Vortrag selbst aufzeigen wird. Anmeldung unter 04131 759950 oder info@ol-lg.de

In seinem ersten Newsletter 2021
schreibt das Ostpreußische Landesmuseum an seine Freunde und Unterstützer Folgendes
:

Jahresrückblick des Ostpreußischen Landesmuseums: Das "verrückte" Museumsjahr 2020

Liebe Freundinnen und Freunde des Ostpreußischen Landesmuseums und unserer Deutschbaltischen Abteilung,
in unserem ersten Newsletter in diesem Jahr wollen wir Ihnen für die kommenden Monate alles Gute und besonders natürlich Gesundheit wünschen! Hoffentlich hatten Sie wie wir einen ungewohnt ruhigen, aber dennoch schönen Start in ein neues Jahr. Aber was sind das für Zeiten! Anstatt Aufbruch und Neuanfang leider eine Verlängerung der Schließung bis mindestens Ende Januar, möglicherweise sogar darüber hinaus… Da wir Ihnen derzeit keine Angebote für Januar anbieten können und auch eine Februaröffnung derzeit noch sehr optimistisch erscheint, nutzen wir die Gelegenheit für einen kurzen Rückblick
Vor 12 Monaten sah alles noch großartig aus. Wir erhielten vom niedersächsischen Museumsverbol_jahresrückblick_fotoand das Museumsgütesiegel für weitere 7 Jahre, der ol_jahresruckblick_foto (1)Minister übergab uns die Urkunde persönlich, verbunden mit vielen anerkennenden Worten. Die Besucherzahlen in den ersten Monaten starteten exzellent und noch mehr stand zu erwarten, denn wir eröffneten zu ihrem 75. Todestag noch eine Ausstellung über die berühmteste Künstlerin Ostpreußens, Käthe Kollwitz. „Die Welt in Schwarz und Weiß“ – ein nahezu prophetischer Titel, denn im März fiel das so gut startende Jahr dann in ein tiefes Loch. Der erste Lockdown, die erste Schließung. Gerade noch konnten wir Anfang März im Auftrag der niedersächsischen Regierung unsere deutschbaltische Kulturarbeit in Tartu/Dorpat im Rahmen des Deutsch-Estnischen Frühlings vorstellen, aber dann ging nichts mehr. Zahlreiche Projekte fielen ins Wasser oder mussten aufwendig umkonzipiert werden. Die so perfekt für Schulklassen und Familien optimierte Ausstellung zum Tierfilmer Heinz Sielmann wurde noch aufgebaut, aber blieb wochenlang den Besuchern verwehrt. Schulklassen konnten dann auch nach Wiedereröffnung leider nicht kommen.
Trotz aller Verunsicherung über die weitere Entwicklung haben wir versucht, das Beste daraus zu machen und bei allem Negativen wenigstens die damit verbundenen Chancen bestmöglich zu nutzen. Technisches Equipment wurde angeschafft und viel Neues ausprobiert und gelernt. Wie viele haben wir die Schleusen unserer digitalen Kanäle weit geöffnet, lauter kleine Filme produziert und auf dem eigenen Youtube-Kanal sowie Facebook und Instagram online veröffentlicht. Natürlich wurde vorbereitend ein Hygienekonzept erarbeitet. Im Mai dann endlich wieder Besucher – und die Rückmeldungen waren großartig! Vielen Dank für Ihre Begeisterung!
Bald durften wir, wenn auch nur mit 10 Personen, auch wieder Führungen anbieten. Im September dann endlich eine Ausstellungseröffnung – „hybrid“, wie es neudeutsch heißt. Zur „Reise um die Welt. Adam Johann von Krusenstern zum 250. Geburtstag“ gab uns der Botschafter der Republik Estland, S.E. Herr Alar Streimann, die Ehre, und reiste extra aus Berlin an – für ein recht kleines Live-Publikum (Abstandsregel!), aber dafür war ein nennenswertes Online-Auditorium zugeschaltet, als wir in unseren Räumen sozusagen die Segel setzten.
Anfang November wurde es wieder still im Museum: Mit Bedauern mussten wir wegen des Infektionsgeschehens wieder unsere Türen schließen, erneut waren viele Projekte und Pläne Makulatur. Stattdessen gab es als adventlichen Trost einen virtuellen Adventskalender, hinter dessen Türchen sich Tag für Tag 24 kleine Geschichten und Exponate rund um unsere Ausstellung und Sammlung verbargen.
Weihnachten, das Fest der Hoffnung, liegt hinter uns, wir blicken nach vorn. Sicherheiten gibt es kaum welche, alle Termine sind mit Unsicherheit behaftet. Dennoch arbeiten wir daran, dass 2021 ein spannendes Museumsjahr der Begegnung und der Vermittlung ostpreußischer und deutschbaltischer Kulturgeschichte wird, digital und hoffentlich auch bald wieder vor Ort. Wir freuen uns jedenfalls auf Sie! Unser (vorläufiges) Jahresprogramm finden Sie hier!
Bis dahin: Bleiben Sie gesund!
Es grüßt Sie herzlich
Ihr Team vom Ostpreußischen Landesmuseum

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG
Entdecken Sie das Museum. Jeden ersten Sonntag im Monat in einer Führung zu unterschiedlichen Themen, Beginn: 14 Uhr
€ 1,50 pro Person zzgl. Eintritt

FÜHRUNGEN FÜR GRUPPEN
Mit einer Allgemeinen Führung erleben Sie auf einem Rundgang die Glanzlichter der gesamten Dauerausstellung. Sollten Sie sich für bestimmte Themen besonders interessieren, dann wählen Sie eine Schwerpunktführung aus.
Allgemeine Führung durch die Dauerausstellung (FE 210)
90 Minuten /€  65,00 pro Gruppe zzgl. € 4,00 Eintritt pro Person

THEMENFÜHRUNGEN
60 Minuten / € 50,00 pro Gruppe zzgl. € 4,00  Eintritt pro Person
FE 211 Wild, Wald und Pferde — die reiche Natur Ostpreußens
FE 212 Flucht, Vertreibung und Integration
FE 213 Die Deutschbalten und ihre Geschichte
FE 214 Baltischer Bernstein
FE 215 Schätze aus Kunst und Kultur Ostpreußens
FE 216 Ostpreußen und seine dramatische Geschichte

MUSEUM ERLEBEN ist unsere Veranstaltungsreihe, die Sie einlädt, jeden ersten und dritten Dienstag im Monat das Ostpreußische Landesmuseum auf besondere Weise zu entdecken. Wir bieten Ausstellungsrundgänge, interessante Vorträge und Filme. Anschließend gibt es bei Tee, Kaffee und Gebäck ein gemütliches Beisammensein.
3,00 € zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
Eine vorherige Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Platzzahl erforderlich.

INFORMATION UND ANMELDUNG
www.ostpreussisches-landesmuseum.de, Telefon: +49 (0) 4131 75 99 50 oder info@ol-lg.de

Text und Bilder aus den jeweils aktuellen Museumsinformationen