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Ostpreußisches Landesmuseum Museumsveranstaltungen
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In seiner Dauerausstellung zeigt das Ostpreußische Landesmuseum in mehreren fachmännisch gestalteten Dioramen ostpreußischen Landschaften mit Jagd- und Forstgeschichte. Die Landesgeschichte wird vom 13. Jahrhundert bis zum Jahr 1945 dargestellt. Dazu gehören Landwirtschaft, Tierzucht und Fischerei genauso wie Wissenschaft, Bildung und Literatur. Ein Schwerpunkt im Museum ist zweifelsohne seine reiche Bernsteinsammlung, zu der sich sich Silber- und Zinnarbeiten sowie keramische Zeugnisse des Landes gesellen. Sehenswert sind die Zeugnisse der Bildenden Kunst in der Dauerausstellung. Zahlreiche, immer wieder neu konzipierte Sonder- und Kabinettausstel- lungen, oftmals gemeinsamen erarbeitet mit befreundeten Museum unserer östlichen Nachbarländer ergänzen die ständige Ausstellung und tragen mit dazu bei, ein lebendiges Bild von der reichen Kultur Ostpreußens zu vermitteln. Nebenstehende Abbildung verweist auf eine Ausstellung zur Sportfliegerei im Vorkriegsostpreußen. Mit dieser Retrospektive auf Vorkriegsaktivitäten konnten zahlreiche interessierte Besucher angesprochen werden. Sie waren von der Qualität der Exponate und der Ausstellung begeistert.
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Vom 24. März bis zum 23. September 2012 zeigt das Ostpreußische Landesmuseum die Ausstellung
Versöhnender Schmerz
Deutsch-Russische Erinnerungen an den Exodus der Ostpreußen
in den Werken von Elena Steinke und Erhard Kalina
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Das Ostpreußische Landesmuseum lädt seine Freunde zur Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 23. März 2012, um 19.00 Uhr, ein.
Es sprechen: Dr. Joachim Mähnert, Museumsdirektor Dr. Katharina Neufeld, Direktorin des Museums für rußlanddeutsche Kulturgeschichte, Detmold Dr. Jörn Barfod, Kurator
Die Künstler sind anwesend.
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DIE AUSSTELLUNG
Bis heute wird das deutsch-russische Verhältnis vielfach überlagert vom Erinnern an die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs, an die grausamen Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands gerade in den östlichen Kriegsgebieten ebenso wie an die Schrecken von Flucht und Vertreibung, denen die deutschen Bewohner der ehemaligen Ostgebiete anschließend ausgesetzt waren. Geschichte ist nicht ungeschehen zu machen, aber nachfolgende Generationen können ihre Verwerfungen als Mahnung erachten und Brüche zu heilen trachten. Im „Deutsch-Russischen Jahr" 2012, fast 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und über 20 Jahre nach Überwindung des „Eisernen Vorhangs" dient ein Erinnern an schreckliche, nichtsdestoweniger aber gemeinsame Erfahrungen nicht mehr der Spaltung und Verletzung, sondern dem Verarbeiten und Versöhnen zum Aufbau guter nachbarschaftlicher Beziehungen in einem friedlichen Europa. Diesen Anspruch aufgreifend haben sich eine russische Künstlerin und ein deutscher Maler 2011 in Abstimmung mit dem Ostpreußischen Landesmuseum zu einem Gemeinschaftsprojekt entschlossen und als Nachkriegsgeborene versucht, die Szenen von Leid, Angst und Sehnsucht in persönlicher Umsetzung wiederzugeben. Beide Künstler, Elena Steinke und Erhard Kalina, stellen sich den Themen vor dem Hintergrund von Erzählungen und Erfahrungen ihrer Familien. Der erfahrene Schmerz führt dabei zu Gedanken der Versöhnung der einst verfeindeten Völker.
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DIE KÜNSTLER
ELENA STEINKE 1964 in Kaliningrad/Rußland, dem ehemaligen Königsberg/ Ostpreußen, geboren, studierte angewandte Kunst in Tscheljabinsk/Ural sowie Computergrafik und Design. Sie war bis 2001 in ihrer Heimatstadt tätig als Künstlerin, Designerin und Lehrbeauftragte am „Zentrum für angewandte Kunst, Forschung und Methodik". Seit ihrem Umzug nach Deutschland lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin, Autorin und Dozentin in Breklum/Nordfriesland . ERHARD KALINA Jahrgang 1952, wuchs in Altwiestedt bei Worpswede in einer aus Ostpreußen geflohenen Familie auf. Seit 1976 Arbeit im eigenen Grafik- und Werbebüro, seit 1985 freischaffender Künstler in Worpswede. 1989 Gründung der Künstlergruppe „Tangente" in Worpswede, seit 2006 Vorsitzender des Bundes Bildender Künstler, Landesverband Niedersachsen.
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BEGLEITPROGRAMM
Autorenlesung mit Erika Morgenstern Im Alter von sechs Jahren wird Erika Morgenstern mit der grausamen Wirklichkeit des Krieges konfrontiert. Zusammen mit Mutter und Schwester muss sie 1945 aus Ostpreußen fliehen. Es folgen harte Jahre der Zwangsarbeit. Der Tod wird zum schrecklichen Alltag, ebenso wie Hunger und Krankheit. Als man schon nicht mehr an eine Befreiung glaubt, kommt der Befehl, sich zur Abfahrt bereit zu machen. Eintritt: € 4,00
Dienstag, 3. April 2012, 14.30 Uhr
Bildsprache des Schmerzes - Bildsprache der Versöhnung Sonderführung durch die Ausstellung im Rahmen der Reihe „Museum erleben" mit Kurator Dr. Jörn Barfod und anschließender Gesprächsrunde bei Tee, Kaffee und Gebäck. Eintritt € 5,00
Samstag, 21. April 2012, 11.00 - 17.00 Uhr
Kaleidoskop der Erinnerungen. Kunstworkshop über die Welt der Erinnerungen Der Kunstworkshop mit Elena Steinke heißt, in die Welt der Erinnerungen einzutauchen. Die Künstlerin unterstützt Sie kenntnisreich bei der kreativen Arbeit. Vorherige Anmeldung bis 17.04.2012 erforderlich unter Email: kulturreferat©ol-lg. de oder telefonisch unter 04131- 7599515 Kosten: € 20,00 inkl. Material
Sonntag, 20. Mai 2012 (Internationaler Museumstag) 11.30 - 12.00 Uhr “Kunst für Kaliningrad" In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Elena Steinke veranstaltet das Museum eine Spendenaktion, die dem Hilfsprojekt „Jablonka" für Straßenkinder in Königsberg/Kaliningrad zugute kommen soll. Die Malerin, selbst dort geboren, wird ein eigens für diese Aktion von ihr angefertigtes Bild stiften und zur Versteigerung anbieten. Eintritt frei!
15.00 - 15.45 Uhr Führung durch die Ausstellung „Versöhnender Schmerz" mit der Künstlerin Elena Steinke Die Malerin spricht über ihre Intention, was sie mit Ihrer Kunst ausdrücken will und welche persönlichen Hintergründe sie zum Malen der Bilder bewegten. Eintritt frei!
Dienstag, 6, Juni 2012, 14.30 Uhr Gegen das eigene Volk - die Verarbeitung von Gewalt, Unterdrückung und Terror in der Kunst von Elena Steinke Sonderführung durch die Ausstellung im Rahmen der Reihe „Museum erleben" mit Silke Straatman M.A. und anschließender Diskussion bei Tee, Kaffee und Gebäck. Eintritt € 5,00
FÜR SCHULKLASSEN
Daheim in der Fremde Die Vertreibung der Millionen von Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg aus den deutschen Ostgebieten ist nur ein Kapitel, wenn auch das bedeutendste, des sogenannten „Jahrhunderts der Vertreibung". Die Kunstwerke der Ausstellung thematisieren Tragödien von einst, die sich aber auch heute verschiedentlich auf der Welt ereignen. Dieser künstlerische Einstieg soll Jugendlichen ab der 9./10. Klasse einen Zugang zu dem komplexen Thema „Flucht - Vertreibung - Integration - Versöhnung" ermöglichen. Ein Ostpreuße, der als Jugendlicher Zeitzeuge war, wird von seinen Erfahrungen berichten. Fächerübergreifend für den Geschichts- und Kunstunterricht, Infos und Anmeldung unter Tel. 04131-75995-0 90 Minuten, Gebühr: € 2,00 pro Schüler
Ein Staat gegen sein Volk.- Terrorregime gestern und heute Die Künstlerin Elena Steinke stellt in ihren Bildern auch die Unterdrückung der eigenen Bevölkerung durch das stalinistische Terrorregime dar. Zusammen mit Schülerinnen und Schülern ab der 9./10. Klasse wollen wir uns daher zunächst mit den Merkmalen diktatorischer Herrschaft in Geschichte und Gegenwart befassen. In Kooperation mit dem Migrationsfachdienst der “AWOSOZIALe" Lüneburg bieten wir dann ein Zeitzeugengespräch über die aktuelle Situation in Syrien und die Protestwelle der Bevölkerung in der Arabischen Welt. Fächerübergreifend für den Geschichts- und Kunstunterricht, Infos und Anmeldung unter Tel. 04131-75995-0 90 Minuten, Gebühr: € 2,00 pro Schüler
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Vom 17. Dezember 2011 bis zum 9. April 2012 zeigt das Ostpreußische Landesmuseum die Ausstellung
“Ich übertrage das Gefühl”
Der ostpreußische Maler Eduard Bischoff (1890-1974)
Zur Ausstellungseröffnung, die am Freitag, dem 16. Dezember 2011, um 19.00 Uhr stattfindet, lädt das Museum seine Freunde sehr herzlich ein.
Es sprechen: Dr. Joachim Mähnert, Museumsdirektor Ingo-Endrick Lankau, Enkel des Malers und Leihgeber, Honorarkonsul der Republik Bulgarien Dr. Jörn Barfod, Kustos
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Eduard Bischoff
Menschen und Landschaften erfaßte der Maler Eduard Bischoff in ihren wesentlichen, markanten Zügen, wenn er mit einem feinen Gefühl für Komik ebenso wie mit fast überscharfen Sinnen beobachtete und gestaltete. Diese Sensibilität, die schon früh auffiel, setzte den Künstler in die Lage, ebenso feinfühlige Portraits wie stimmungsreiche Landschaften zu schaffen. Eine erstaunliche Gestaltungskraft zeigte er andererseits in großen Wandmalereien.
1890 im ostpreußischen Königsberg geboren, bildete die dortige Kunstakademie auch einen wesentlichen Ort seiner Ausbildung und in späteren Jahren seines Wirkens als Lehrer. So wurde er eine bestimmende Kraft der deutschen Malerei in der östlichen Region.
1945 mußte auch er in den Westen Deutschlands flüchten. Nach dem Verlust des größten Teils seines Werks schaffte er einen Neuanfang, aus der Rückbesinnung und in einem neu entwickelten, kräftigen, persönlichen Malstil. Ab 1949 wirkte er in der Künstlersiedlung Halfmannshof bei Gelsenkirchen und wurde einer der wichtigsten Vertreter der älteren deutschen Künstlergeneration aus dem Osten. Eduard Bischoff starb 1974 in Soest.
Die umfangreiche Werkschau zeigt Arbeiten aus fünf Jahrzehnten. Zugleich bildet die Präsentation den Abschluß der Ausstellungsreihe expressionistisch geprägter Maler aus Ostpreußen, wie Ernst Mollenhauer und Alexander Kolde.Führung am 17. Januar 2012, 14.30 Uhr „...was ich gemalt hab', hab' ich gemalt!" Sonderführung im Rahmen der Reihe „Museum erleben” mit Dr. Jörn Barfod Eintritt € 5,00 (inkl. Kaffee und Gebäck)
Führung am 20. März 2012, 14.30 Uhr Eduard Bischoff und die Königsberger Kunstakademie Sonderführung im Rahmen der Reihe „Museum erleben” mit Dr. Jörn Barfod Eintritt € 5,00 (inkl. Kaffee und Gebäck)
Programm
Führungen für Schulklassen
Traumberuf Maler Wir wollen uns spielerisch und mit allen Sinnen dem Thema Malerei widmen. Das Konzept ist auf Kindergarten- und Grundschulkinder abgestimmt. Kinder lieben Geschichten, deshalb geht es im ersten Teil um die besondere Lebensgeschichte des Malers Eduard Bischoff. In der Ausstellung werden wir seine ausdrucksstarken Original-Gemälde betrachten, deren kräftige Farbigkeit den Kindern sicher Freude bereiten wird. Im zweiten Teil sollen die Kinder die Grundfarben kennen lernen und selbst erforschen, wie man mit diesen Farben experimentieren und malen kann. Das aktive und selbständige Erforschen der Farben soll auch zu Hause weiterentwickelt werden, deshalb entwerfen wir einen Farbkreis zum Mitnehmen.
Wann: Telefonische Anmeldung unter 04131-75995-0 oder fuehrungen@ol-lg.de
Wer: Kindergartengruppen (4 bis 6 Jahre), max. 15 Kinder pro Gruppe Grundschulklassen (6 bis 10 Jahre), max. 28 Kinder pro Gruppe
Kosten: € 3,00 pro Kind (inkl. Material) Dauer: 120 Min. (inkl. Pause für selbst mitgebrachtes Frühstück)
Infos: Silke Straatman, Tel. 04131-75995-20 oder Email: s.straatman@ol-lg.de
Osterferienprogramm
Kunterbuntes Englisch und farbenfrohe Kunst für Kinder Eine bunte Osterwoche für alle Kinder; die Lust haben, farbenfrohes Englisch zu lernen. Blue sky and yellow sun, ¬ wie wäre der Himmel ohne Blau oder die Sonne ohne Gelb? Es warten nicht nur tolle Kunstwerke des Malers Eduard Bischoff und farbenfrohe Geschichten, sondern auch lustige Spiele und der ganze Kosmos der Farben in der Natur auf Dich. Ein Ferienworkshop in spielerischem Englisch für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Telefonische Anmeldung erforderlich unter 04131-75995-0
Wann: 2. bis 5. April 2012, täglich von 13.30 bis 16.30 Uhr
Kosten: Für 4 Tage € 20,00 (inkl. Material)intritt 5,- € (inkl. Kaffee und Gebäck)Führungen für Schulklassen
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Text und Bilder der aktuellen Museumsinformation entnommen!
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KULTURREFERRAT
Das seit 2002 am Ostpreußischen Landesmuseum bestehende Kulturreferat widmet sich den Themen Ostpreußen, historisches Baltikum (Lettland, Estland) sowie den Siedlungsgebieten der Rußlanddeutschen. Das breite Veranstaltungsangebot des Kulturreferats richtet sich nicht nur an die Erlebnisgeneration, die ihre Wurzeln in den angesprochenen Herkunftsgebieten hat, sondern auch an Interessierte in allen Bevölkerungsgruppen, insbesondere an Jugendliche und die heute in der Darstellungsregion lebende Bevölkerung in Polen, Rußland, Litauen, Lettland und Estland. Das Kulturreferat organisiert - oftmals in Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen - Workshops, Lehrerfortbildungen, Schulprojekte, Studienfahrten und Monatsveranstaltungen. Für 2005 sind unter anderem folgende Projekte geplant: Lehrerfortbildung zum Thema „Flucht und Vertreibung“, deutsch-russisch- polnische Studentenbegegnung anläßlich des 750. Stadtjubiläums von Königsberg/Kaliningrad (in Kooperation mit der Robert-Bosch- Stiftung, Stuttgart) und eine Studienfahrt auf die Kurische Nehrung. Nähere Informationen über die Angebote des Kulturreferats erhalten Sie im Internet: www.ostpreussisches-landesmuseum.de oder telefonisch: (04131) 75995-15
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